Bürgerschützenverein Horneburg 1384 e. V.

Herbstexkursion führt nach Kevelaer

Die Gnadenkapelle in Kevelaer war früher regelmäßig Ziel Horneburger Wallfahrer. Foto: Michielverbeek/ Wikimedia Commons

Auf den Spuren jahrzehntelanger Horneburger Wallfahrtstradition

Schützenbruder Heinrich Knechten stellt seine alte Heimat vor

Die Herbstexkursion des Heimatausschusses führt am Samstag, 1. Oktober 2016, in den Marien-Wallfahrtsort Kevelaer am Niederrhein, die alte Heimat unseres Schützenbruders und Bataillonsseelsorgers Pfarrer Dr. Heinrich Michael Knechten. Die Abfahrt mit dem Bus erfolgt um 9 Uhr an der alten Kirche. Verbindliche Anmeldungen und Vorbestellungen fürs Mittagessen bis Donnerstag, 15. September 2016, telefonisch oder per E-Mail an Alfons Garvert.

Wallfahrten der katholischen Pfarrgemeinde bzw. des Dekanates nach Kevelaer waren früher regelmäßige Jahreshöhepunkte für Horneburger Gläubige. Die musikalische Begleitung übernahmen über Jahrzehnte die Musiker des Horneburger Blasorchesters. Doch Heinrich Knechten wird den Exkursionsteilnehmerm nach der Ankunft (gegen 10.30 Uhr) neben den Wallfahrtsstätten auch die Hubertus-Kapelle (ältestes Bauwerk von Kevelaer), den Wasserturm (ehemalige Wohnung der Familie Knechten) und das so genannte Kroaten-Kreuz vorstellen.

Nach dem Mittagessen um 12.30 Uhr in der Gaststätte Alt-Derp (Hauptstraße 63) ist die Zeit zur freien Verfügung. Heinrich Knechten gibt dazu Tipps und Anregungen. Um 15.30 Uhr warten auf die Teilnehmer im Antik-Café (Busmannstraße 62) wahlweise Kaffee, Kuchen, Pils, Alt oder sonstige Getränke. Die Rückfahrt nach Horneburg wird um 17.15 Uhr angetreten, nach der Ankunft in Horneburg um 18.30 Uhr besteht die Möglichkeit zum „Absacker“ im Vereinslokal. In diesem Zusammenhang ein Termin zum Vormerken: Donnerstag, 29. Dezember 2016, 19 Uhr, Jahresabschlussessen im Vereinslokal „Alt Horneburg“.

Das Mittagessen nehmen die Exkursionsteilnehmer in der Gaststätte Alt-Derp ein. Foto: Michielverbeek/ Wikimedia Commons

Ernte-Einsatz mit Oldtimer-Mähdreschern



Das haben sich einige Mitglieder des Heimatausschusses (s. u.) nicht entgehen lassen: Die Familie Elfert hat mit Freunden ihr Weizenfeld zwischen Grotweg und Hochfeld am Montag, 15. August 2016, mit Oldtimer-Mähdreschern abgeerntet. Die Brüder Uli und Reinhard Elfert, deren Hobby alte Landmaschinen und vor allem historische Lanz-Schlepper sind, hatten bereits im September 2015 eine Veranstaltung der HLANZ-Freunde Ruhrgebiet ins Dorf geholt, bei der Feld- und Erntearbeit wie vor 60 Jahren demonstriert worden war. Ihr Ernteeinsatz am Hochfeld hat Lust auf eine Wiederholung gemacht. Und die ist tatsächlich in der Planung, wie zu hören ist. Fotos: Wilhelm Müschenborn

Rückblick auf buntes Sommerprogramm



Mit dem Planwagen ging es zum Hof Hemmerde in Oberwiese. Gastgeber Theo Hemmerde erläuterte Wolfgang Wellnitz und den anderem Gästen anhand seines Familienstammbaums die Bezüge seiner Vorfahren zu Horneburg. Fotos: Wilhelm Müschenborn

Mit dem Planwagen nach Oberwiese und auf dem Fahrrad durchs Münsterland...

Juni und Juli ereignisreiche Monate für Heimatausschuss

Weil die vergangenen zwei Monate des Heimatausschussprogramms bisher nicht dokumentiert worden waren, sollen sie hiermit zusammengefasst werden. Das lohnt, weil Juni und Juli 2016 durchaus ereignisreich waren. So waren am 10. Juni eine Planwagenfahrt zum Hof Hemmerde in Oberwiese und vom 14. bis 16. Juli die dritte Radtour rund um das Schloss Nordkirchen Programmpunkte. Für den alljährlichen Grillabend stand am 24. Juni der Garten von Wilhelm Müschenborn zur Verfügung.

Einen Bezug zu Horneburg sollen die Exkursionen des Heimatausschusses aufweisen. In dieser Hinsicht brachte die Stippvisite bei Familie Hemmerde durchaus Überraschendes zu Tage. Gastgeber Theo Hemmerde belegte den Gästen mit Hilfe seines Familienstammbaums, dass Alcke Histfeld aus Horneburg im 15. Jahrhundert seinen Vorfahren Evert von Hemmerde heiratete und nach Oberwiese zog. Er berichtete außerdem, dass der Grund im Weingarten sich einmal im Besitz der Familie Hemmerde befand und einer seiner Vorfahren im 18. Jahrhundert zeitweise eines der Bürgermeisterämter bekleidete. Bekanntlich gab es in kurkölnischer Zeit in der Freiheit Horneburg an der Spitze der beiden entsprechend benannten Quartiere jeweils einen Ober- und einen Unterbürgermeister. Diese wurden für ein Jahr gewählt und dann vom Oberkellner berufen. Die Hemmerde’schen Wurzeln in Horneburg wurden übrigens in diesem Tagen auch an anderer Stelle offenbar: Am alten Wohnhaus Schwalvenberg an der unteren Schlossstraße wurde ein Schriftzug auf einem Fachwerkbalken freigelegt, der eine Witwe Isabella Schulte genannt Hemmerde erwähnt.

25 Mitglieder des Heimatausschusses sorgten für ein volles Haus beim traditionellen Grillabend. Bis in die frühen Morgenstunden wurde nach leckerem Essen bei kühlem Bier auf der Müschenborn’schen Terasse gegrillt. Der Dank aller galt einmal mehr Herbert Bergfort, der das Grillgut eingekauft hatte. Er sorgte auch für genügend Glut auf dem Grill, so dass er sowie Rainer Sträterhoff und Wilhelm Müschenborn keine Probleme hatten, die hungrigen Mäuler zu stopfen.

Eine runde Sache dank der Vorbereitung von Hans-Josef Hötting und Wilhelm Schulte war die Radtour nach und um Nordkirchen. Ascheberg, Davensberg, Amelsbüren und Ottmarsbocholt waren diesmal die Ziele. Den immerhin 19 Teilnehmern bot wieder der Flügel „Recklinghausen/Heverle“ des Schlosses Nordkirchen Quartier, Frühstück und Abendessen gab es einmal mehr im „Plettenberger Hof“. Auf der Rückfahrt war die abschließende Station der Garten von Tochter und Schwiegersohn des Schützenbruders Hubert Krimpmann in Ahsen.

Im August und September macht der Heimatausschuss Pause, am Samstag, 1. Oktober 2016, steht die Herbstexkursion in den Marienwallfahrtsort Kevelaer auf dem Programm, Heimat von Bataillonsseelsorger Pfarrer Dr. Heinrich Michael Knechten. So übernimmt er natürlich die Führung.



Bei der dritten Radtour nach und um Nordkirchen wurden Frühstück und Abendessen wieder im „Plettenberger Hof“ eingenommen. Auch ansonsten gab es, was das Herz begehrt, auch das etwas kleinere Pils für Hermann-Josef Schwott. Fotos: Wilhelm Müschenborn

„Zug durch die Gemeinde“

Den Bierkrug am Bande dabei, versammelten sich die Mitglieder des Heimatausschusses am Schloss Horneburg, um zur Kneipennostalgie-Tour aufzubrechen. Foto: Wilhelm Müschenborn

26 Dorfaktivisten frönen                             der Kneipen-Nostalgie                             

Maigang des  Heimatausschusses zu ehemaligen Gaststätten

Bis Ende der 1970er Jahre luden im Schlossdorf sechs Gaststätten zu Geselligkeit und Spezialitäten ein, heute gibt es nur noch eine. Der „Zug durch die Gemeinde“, wenn es nicht nur bei einem Feierabendbierchen blieb, war sprichwörtlich. Bei einem Maigang der anderen Art begaben sich 26 Dorfaktivisten aus dem Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins am Freitag vor Pfingsten auf eine gastronomische Spurensuche und steuerten die ehemaligen Kneipen an, die jeweilige Biersorte auf einem Bollerwagen zur Verkostung im Gepäck.

„In Horneburg gab’s einst sechs Kneipen – wie war ‘n die Zeiten schön. Da konnte man durchs Nachtleben gleiten und nette Wirte sehn.“ Diese und andere Verse einer Moritat, die Mittelpunkt einer Szene der Proklamation zum Schützenfest 2002 waren, hatten zur Vertonung eines Videos mit historischen Ansichten und bewegten Bildern aus der guten alten Zeit gedient. Dieser Streifen stand im Mittelpunkt des gemütlichen Abschlusses in der letzten verbliebenen Wirtschaft „Alt Horneburg“. „Es wäre eine Katastrophe für das Vereinsleben, wenn unser Dorf einmal ganz ohne Gaststätte als zentralen Versammlungsort dastünde“, stellte Heimatausschuss-Chef Wolfgang Wellnitz bei gemeinsamer Erinnerung an Wirte-Originale oder Theken-Anekdoten fest und erntete allgemeine Zustimmung.



Wolfgang Wellnitz (l.) begrüßte die Kneipen-Nostalgiker. Foto: Wilhelm Müschenborn


Anlass zum Eintauchen in die Kneipen-Nostalgie war für das Präsidium des Heimatausschusses das Jubiläum des Reinheitsgebotes. Wasser, Hopfen, Malz und Hefe, mehr Zutaten wollten der bayerische Herzog Wilhelm IV. und sein Bruder Herzog Ludwig X. nicht im Bier sehen. Das bekräftigten sie mit der Unterzeichnung einer am 23. April 1516, also vor 500 Jahren, unterzeichneten Urkunde.

Von der Brauindustrie wird das Schriftstück als ältestes Lebensmittelgesetz gefeiert. Pfarrer Dr. Heinrich Michael Knechten sah diese Marketingstrategie aber eher skeptisch, als er seine Heimatausschusskollegen beim Start zur nostalgischen Kneipentour mit launischen Worten auf eine Reise durch 9.000 Jahre Biergeschichte mitnahm, die begann als der Mensch lernte, Gerste anzubauen. Denn aus Brauvielfalt sei mit dem Reinheitsgebot ein Einheitsbräu geworden, das viel weniger Bitterstoffe als in historischer Zeit aufweise. „Der aktuelle Craft-Beer-Trend belebt zum Glück alte handwerkliche Brautraditionen neu“, freute sich Dr. Knechten auf ein neues Kapitel der Gerstensaft-Historie.

Nach dieser geschichtlichen Würdigung und einem stärkenden Picknick am Maibaum vor dem Schloss ging es los. Bei einigen Heimatausschussmitgliedern löste Erstaunen aus, dass der Weg bis zum Ortsausgang Richtung Rapen führte. Denn für sie war neu, dass Horneburg insgesamt eigentlich einmal sogar sieben Gaststätten aufwies, freilich nie zur gleichen Zeit. Bis in die 1940er Jahre bewirtete am östlichen Dorfende das Gasthaus Theodor Otte durstige Gäste. Im 19. Jahrhundert zapften dort die Wirte Wilhelm Stoltenbauer und Wilhelm Kurig, die als die Könige WiIhelm I. (1848-1856) und Wilhelm II. (1856-1873) auch Schützengeschichte schrieben. Auch der erste Schützenkönig, der auf der Horneburger Königskette verewigt ist, war Gastronom. Gottfried I. (Döhne), der von 1833 bis 1835 den Schützenstaat regierte, betrieb seine Schankwirtschaft in der heutigen Volksbank-Filiale im Ortskern. Heimatausschuss-Mitglied Wilhelm Müschenborn hatte gut recherchiert und konnte so diesen Bogen von der Kneipen- zur Schützengeschichte schlagen.

Pfarrer Dr. Heinrich Michael Knechten (hinten r.) nahm seine Heimatausschusskollegen beim Picknick unter dem Maibaum mit launischen Worten auf eine Reise durch 9.000 Jahre Biergeschichte mit. Foto: Wilhelm Müschenborn

Blick in die Geschichte

Seit Marlen Bresser, als Inhaberin der Gaststätte Stratmann langjährige Vereinswirtin der 2. Schützenkompanie, am 20. August 2000 ihre Wirtschaft aufgab, existiert nur noch eine einzige Gaststätte in Horneburg. Bis Ende der 1970er Jahre gab es immerhin sechs Wirtschaften: Neben Stratmann der historische Gasthof Benke, als Ort des Ratssitzungen das „Horneburger Rathaus“, Berens, Schollas, Smeenk und das „Sternpils-Stübchen“. Unter den 355 Einwohnern, die 1840 in Horneburg gezählt wurden, gab es auch schon fünf Gast- und Schankwirte. Die besonderen Rechte der Bewohner der „Freiheit“ Horneburg in kurkölnischer Zeit förderten die Ausübung eines gastronomischen Gewerbes. So waren sie bis 1803 unter anderem von der Alkoholsteuer befreit. Wohl deshalb besaß die Freiheit immerhin drei Branntweinkessel für die Schnaps-Herstellung. 1671 fuhr mit Einrichtung der Fahrpost von Berlin nach Düsseldorf auch die Postkutsche durch Horneburg. Da mussten nicht nur die Pferde, sondern auch die Fahrgäste mit Erfrischungen versorgt werden. Der Pferdewechsel sei bei Benke durchgeführt worden, ist überliefert.

Auf einem Bollerwagen führten die Dorfaktivisten (fast) alle Biersorten mit, die früher in Horneburg ausgeschenkt wurden.

Die Maiwanderer des Heimatausschusses vor der Kulisse der Horneburger Freiheitshäuser. Foto: Wilhelm Müschenborn

Vor dem ehemaligen Gasthaus „Alte Freiheit“ begrüßte Ex-Wirtin Agnes Schollas den Heimatausschuss mit einem guten Tropfen. Foto: Wilhelm Müschenborn

Jahresversammlung im Vereinslokal



33 Schützenbrüder nahmen an der Jahresversammlung des Heimatausschusses im Vereinslokal „Alte Horneburg“ teil. Fotos: Wilhelm Müschenborn

Heimatausschuss eröffnet zur Schlossweihnacht wieder Gasthof Benke

Einstimmiger Beschluss – Programm 2016 und Projekte im Blick

Der Heimatausschuss bleibt ein schlagkräftige Truppe: Immerhin fünf neue Mitglieder bewarben sich jetzt um die Aufnahme. Sie wurden bei der Jahresversammlung, zu der am Freitag, 12. Februar 2016, 33 Schützenbrüder im Vereinslokal „Alt Horneburg“ zusammenkamen, offiziell aufgenommen. Im Mittelpunkt der Zusammenkunft standen aktuelle Projekte und das Jahresprogramm 2016.

In diesem Zusammenhang fiel ein wichtiger Beschluss. Einstimmig sprachen sich die Anwesenden dafür aus, dass der Heimatausschuss sich wieder an der Horneburger Schlossweihnacht beteiligt. Am zweiten Adventswochenende 2016 (3./4. Dezember) soll aus diesem Anlass zum zweiten Mal der historische Gasthof Benke für zwei Tage geöffnet werden.

Auch die Planung für das weitere Jahresprogramm wurde konkretisiert. Im März oder April wollen die Heimatausschuss-Mitglieder bei einem Rundgang Horneburger Kneipennostalgie frönen. Anlass ist das Jubiläum „500 Jahre Reinheitsgebot“. Die Frühjahrsexkursion führt im Mai nach Oberwiese. Grillen im Garten von Wilhelm Müschenborn ist im Juni angesagt. Vom 14. bis 16. Juli 2016 findet die dritte Radtour rund um das Schloss Nordkirchen statt. Ziel der Herbstexkursion ist der Marienwallfahrtsort Kevelaer. Wahrscheinlich wird sich der Themenabend im November mit dem Thema „200 Jahre Kreis Recklinghausen“ beschäftigen. Das Jahressen soll wieder „zwischen den Jahren“ stattfinden.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Projektberichte“ stellte Wilhelm Müschenborn die vorläufige Themensammlung für die Festschrift zum Schützenfest 2017 vor. Er lud zu einer ersten Besprechung am Freitag, 26. Februar, 18 Uhr, im Vereinslokal „Alt Horneburg“ ein. Wilhelm Schulte schlug unter großer Zustimmung vor, den geplanten „Grünen Pfad“ in den bestehenden „Historischen Pfad“ zu integrieren. So gründete sich ein Arbeitskreis, der den „Historischen Pfad“ überarbeiten und um „grüne Bausteine“ ergänzen soll. „Horneburg kann tatsächlich im Jahr 2020 das Jubiläum ‚800 Jahre erste urkundliche Erwähnung‘ feiern“, fasste Wolfgang Wellnitz den Stand seiner Recherchen rund um die „Große Vogteirolle“ des Grafen Friedrich von Isenberg zusammen. Weitere Archivbesuche, für die sich Heimatausschuss-Mitglieder meldeten, sollen letzte Fragen beantworten.

Gelungener Jahresauftakt


Für die Führungen durch die Ausstellung „200 Jahre Westfalen. Jetzt!“ teilten sich Gäste aus Horneburg in zwei Gruppen auf. Fotos: Wilhelm Müschenborn

800 Ausstellungsstücke erlaubten              intensiven Blick auf „200 Jahre Westfalen“

Fühjahrsexkursion führte Heimatausschuss nach Dortmund

Es war ein gelungener Jahresauftakt. Eine 31-köpfige Gruppe des Heimatausschusses – aus Anlass des 30-jährigen Bestehens waren auch die Ehefrauen, das Königshaus und Gäste mit von der Partie – besuchte am Samstag, 30. Januar 2016, die große Sonderausstellung „200 Jahre Westfalen. Jetzt!“ im Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte, die 800 Ausstellungsstücke aus 200 Jahren auf 1.200 Quadratmetern präsentiert. Noch bis Ende Februar wird dort bereits der dritte Themenschwerpunkt „Was uns bewegt – Gegensätze und Toleranz“ gezeigt.

So zeigen Bilder der renommierten Fotografin Brigitte Krämer Impressionen religiösen Lebens in Westfalen. Bei den Führungen – die Horneburger Gäste teilten sich dafür in zwei Gruppen auf – ein schöner Anknüpfungspunkt. Denn einer der Schnappschüsse zeigte die Einweihung des Bootshauses der Dattelner Feuerwehr mit Schifferpastor Horst Borrieß und Stadtbrandinspektor Thomas Schalomon.

Es waren die Beschlüsse des Wiener Kongresses von 1815 nach der Niederlage Napoleons, die es ermöglichten, dass aus einem Flickenteppich von Territorien die preußische Provinz Westfalen entstehen konnte. So machten die Museumsführer Station an einem Portrait, das einen grimmigen Napoleon Bonaporte zeigt. Nicht weniger interessant war sicherlich gleich daneben der Nachbau einer typisch westfälischen Eck-Kneipe für den Wacholder-Schnaps nach Feierabend. Da an diesem Tag Schauspieler mit „Interventionen“ in der Ausstellung an die westfälische Schriftstellerin Annette von Droste-Hülshoff erinnerten, erlebten die Heimatausschuss-Ausflügler just in dieser „Museumsgaststätte“ eine Lesung aus der Novelle „Die Judenbuche“, früher Pflichtlektüre im Deutschunterricht. An einem beeindruckenden Schützenvogel aus Arnsberg wurden die Rollen gewechselt. Die Führerin erhielt von den Horneburgern Infos über das Schützenwesen und erfuhr, dass der König nicht „gewählt“, sondern beim Vogelschießen ermittelt wird.

Die freie Zeit nach dem Musemsbesuch wurde zur Einkehr oder zum Shoppen genutzt. Der Abschluss fand in der Hövels-Hausbrauerei statt. Es gab leckeres Essen (empfehlenswert die „original Brauhaus-Pfanne“) und leckeres Bier, bevor es um 21 Uhr mit dem Bus gemeinsam zurück ins Dorf ging. Die weiteren Programmpunkte des Jahres 2016 werden bei der Jahresversammlung des Heimatausschusses am Freitag, 12. Februar 2016, 19 Uhr, im Vereinslokal „Alt Horneburg“ festgelegt.



Gruppenbild vor einer Wand mit Adjektiven, die auf die Westfalen zutreffen könnten, und Impressionen aus der Hövels-Hausbrauerei. Fotos: Wilhelm Müschenborn

Jahresessen „zwischen den Jahren“



Als Dank für die Gastfreundschaft überreichte der Heimatausschuss Birgit und Klaus Ewelt einen guten Tropfen und einen Obstkorb (Bild oben). Fotos: Siegfried Eggenstein

Runde Sache mit                                    Grünkohl und Schweinebraten

Ex-König Klaus Ewelt hatte eingeladen

Ex-König Klaus Ewelt hatte nicht nur die Einladung zum Jahresessen 2015 des Heimatausschusses ausgesprochen. Er stellte bei dieser Gelegenheit auch seine beachtlichen Fähigkeiten als Koch unter Beweis. So wurde das Treffen „zwischen den Jahren“ im Ewelt’schen Partykeller am Nelkenweg in jeder Hinsicht zu einer runden Sache. 25 Mitglieder genossen am Dienstag, 29. Dezember 2015, den von der ehemaligen Majestät aufgetischten Grünkohleintopf oder alternativ einen Schweinebraten.

Heimatausschuss-Chef Wolfgang Wellnitz und Kassierer Siegfried Walther bedankten sich bei Klaus Ewelt und seiner Frau Brigit für die Gastfreundschaft mit einem guten Tropfen und einem Obstkorb. Sie sprachen ihnen im Namen der Heimatausschuss-Mitglieder Anerkennung für das große Engagement und die erfolgreiche Repräsentation des Bürgerschützenvereins während ihrer Regentschaft aus.

Wolfgang Wellnitz erinnerte daran, dass der Heimatausschuss im Jahr 2015 auf ein 30-jähriges Bestehen zurückblicken konnte. Er lud alle Teilnehmer des Jahresabschlusses noch einmal zur Frühjahrsexkursion aus diesem Anlass ein, die gemeinsam mit Partnerinnen am Samstag, 30. Januar 2016, nach Dortmund führt (Abfahrt mit dem Bus um 13 Uhr an der alten Kirche). Auf dem Programm stehen zunächst Führungen durch die Ausstellung „200 Jahre Westfalen. Jetzt!“ im Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte. Dann besteht Gelegenheit zu einem Spaziergang oder zur Einkehr in der Dortmunder Innenstadt. Ein gemeinsames Abendessen in der Hövels-Hausbrauerei beschließt den Ausflug.


Bei Gesprächen in gemütlicher Runde ließen die Heimatausschussmitglieder das Jahr Revue passieren. Fotos: Siegfried Eggenstein

Volles Haus und lebhafte Diskussion


Ein volles Haus und eine lebhafte Diskussion kennzeichneten den Themenabend des Heimatausschusses am Freitag, 27. November 2015, im Vereinslokal „Alt Horneburg“. Im Mittelpunkt standen die Dorfentwicklung und dabei konkrete Themen wie der Erhalt der Turnhalle. Grundlage waren die Ergebnisse einer Fragebogenaktion, bei der die Mitglieder des Heimatausschusses ihre Meinung zu relevanten Entwicklungen im Dorf geäußert hatten. Präsidiumschef Wolfgang Wellnitz stellte die Auswertung mit Hilfe einer Powerpoint-Präsentation vor (Bild ganz oben). Fotos: Günter Scholz

Heimatausschuss-Programm bis Februar



Einen Blick in die Ausstellung „200 Jahre Westfalen. Jetzt!“ wagt der Heimatausschuss bei der Frühjahrsexkursion am Samstag, 30. Januar 2016. Vorher finden der Themenabend (27. November 2015) und das Jahresessen (29. Dezember 2015) statt. Die Jahresversammlung folgt am Freitag, 12. Februar 2016, 19 Uhr. Foto: © Jürgen Spiler

Themenabend am 27. November 2015      beleuchtet Entwicklung des Dorfes

Ergebnisse Fragebogenaktion werden vorgestellt – Weitere Termine

Im Mittelpunkt des diesjährigen Themenabends, der am Freitag, 27. November 2015, ab 19 Uhr im Vereinslokal „Alt Horneburg“ stattfindet, steht die Entwicklung unseres Dorfes. In diesem Zusammenhang werden auch die Ergebnisse der Fragebogenaktion vorgestellt und in die Diskussion einbezogen. Alle Mitglieder des Heimatausschusses sind herzlich eingeladen.

Wer nicht teilnehmen kann oder möchte, wird gebeten, bis zum 23. November 2015 Präsidiumsmitglied Alfons Garvert Bescheid zu geben. Er weist schon jetzt auf weitere Veranstaltungen hin. Die Ausstellung „200 Jahre Westfalen. Jetzt!“ im Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte ist das Ziel der Frühjahrsexkursion am Samstag, 30. Januar 2016, die gemeinsam mit Ehefrauen und Partnerinnen unternommen wird. Nach einem geführten Ausstellungsbesuch schließen sich ein paar gemütliche Stunden in der Stadt und ein gemeinsames Abendessen an.

Zum Jahresessen treffen sich die Heimatausschussmitglieder „zwischen den Jahren“ am Dienstag, 29. Dezember 2015, um 19 Uhr. Die Jahresversammlung findet am Freitag, 12. Februar 2016, 19 Uhr, statt. Zu allen Veranstaltungen und zum Jahresessen erhalten die Mitglieder jeweils besondere Einladungen mit allen wichtigen Details.

Westmünsterland Exkursionsziel


Heinrich Garvert jun. (oben vorne l.), Neffe von Schützenbruder Alfons Garvert, stellte seinen Entsorgungsfachbetrieb vor und führte auch in die ehemalige Kornbrennerei (Bild unten). Fotos: Wilhelm Müschenborn

Strukturwandel der
Landwirtschaft wurde greifbar

Entsorgungsfachbetrieb Garvert besichtigt – Abstecher nach Raesfeld

Ins Westmünsterland führte am Samstag, 10. Oktober 2015, die Herbstexkursion des Heimatausschusses. 15 Mitglieder besichtigten die Firma Garvert in der Borkener Bauerschaft Hoxfeld. Inhaber Heinrich Garvert jun., Neffe von Schützenbruder Alfons Garvert, begrüßte die Gäste aus Horneburg. Bei einem Rundgang stellte er seinen Betrieb vor und machte die Entwicklung des Anwesens vom traditionellen Bauernhof zum modernen Entsorgungsfachbetrieb mit einer immerhin 60-köpfigen Belegschaft deutlich.

Die Geschichte des elterlichen Hofes von Schützenbruder Alfons Garvert kann als Musterbeispiel für den Strukturwandel auf dem Land gelten. Die Vergangenheit lebte in der ehemaligen Kornbrennerei und bei einem kleinen Umtrunk in der historischen Deele des über 200 Jahre alten Wohnhauses der Familie Garvert auf. Die Zukunft wurde an der Baustelle einer neuen chemisch-physikalischen Behandlungsanlage greifbar.

Nach dem Mittagessen in der Gaststätte Jägerkrug in Hoxfeld führte nach einem kurzen Halt am benachbarten Haus Pröbsting bzw. am Pröbstingsee die Fahrt zum Schloss Raesfeld. Das Angebot der Gaststätten und Cafés der „Freiheit“ am Schloss – die Struktur der Anlage erinnert in der Tat an Horneburg – wurde genutzt. Auf Kaffee und Kuchen folgte das ein oder andere Bier. Ein „Absacker“ im Vereinslokal nach der Rückkehr stellte den Schlusspunkt der Herbstexkursion 2015 dar. Dabei richteten die Teilnehmer schon den Blick auf die nächsten Termine.

Ein Besuch der LWL-Ausstellung „200 Jahre Westfalen“ in Dortmund findet gemeinsam mit Frauen und Partnerinnen im Januar 2016 statt. Der eigentlich für Januar 2016 geplante Themenabend wird in den November 2015 vorverlegt. Das Jahresessen schließt am Dienstag, 29. Dezember 2015, also „zwischen den Jahren“, das diesjährige Programm ab. Details zu allen Veranstaltungen und die Planungen für das Jahresprogramm 2016 werden in Kürze mitgeteilt.

Zum Gruppenbild mit Fahrzeug formierten sich die Ausflügler zum Ende des Rundgangs durch den Entsorgungsfachbetrieb Garvert (oben). Ein Umtrunk in der beeindruckenden historischen Deele des über 200 Jahre alten Wohnhauses der Familie Garvert schloss sich an. Fotos: Siegfried Eggenstein

Den Nachmittag der Herbstexkursion 2015 gestalteten Abstecher zum Haus Pröbsting (unten) und zum Schloss Raesfeld. Fotos: Wilhelm Müschenborn

Dreschen wie vor 60 Jahren



Oldtimer-Traktoren bereicherten den Tag der offenen Tür der Baumschulen Wegmann am Samstag, 12. September 2015, und lockten auch die Mitglieder des Heimatausschusses (oben) an. Mit einer alten Dreschmaschine (oben unteres und unten oberes Bild) wurde gezeigt, wie vor 60 Jahren gedroschen wurde. Die Veranstaltung der HLANZ-Freunde Ruhrgebiet, zu denen auch die Brüder Ulrich und Reinhard Elfert sowie Herbert Bergfort aus Horneburg gehören, wurde ein voller Erfolg, zumal das Wetter mitspielte. Die Organisatoren waren sichtlich zufrieden, sprachen schon von einer Wiederholung in zwei Jahren. Fotos: Wilhelm Müschenborn


Radtour wird neue Tradition


Wenn das keine neue Tradition ist! Mitglieder des Heimatausschusses unternahmen vom 9. bis 11. Juli 2015 zum zweiten Mal eine Fahrradtour, um das Münsterland zu erkunden. Die zwölf Teilnehmer nahmen wieder Quartier im Schloss Nordkirchen. Eines der Ziele war Schloss Westerwinkel (s. Bilder oben und unten), ein barockes Wasserschloss im Ascheberger Ortsteil Herbern. Das Frühstück wurde im Plettenberger Hof eingenommen, der wenige Meter vom Eingang des Parks von Schloss Nordkirchen entfernt liegt. Abends lockte der dortige Biergarten die Heimatausschuss-Mitglieder (Bild ganz unten). Fotos/Montage: Wilhelm Müschenborn

Grillen im Pfarrgarten, Teil II


Zwei wichtige „Tagesordnungspunkte“ hatte der gemütliche Grillabend des Heimatausschusses am Freitag, 19. Juni 2015, für den Pfarrer Dr. Heinrich Michael Knechten erneut den Garten des Pfarrhauses zur Verfügung gestellt hatte. Zum einen galt es, eine Rundbank um einen frisch gepflanzten Tulpenbaum einzuweihen, für die im wahrsten Sinn des Wortes „Schützenhilfe“ geleistet worden war. Zum anderen war ein Fass Bier zu leeren, mit der BSV-Vorsitzender Lutz Breuckmann eine verlorene Wette einlöste. Für Leckereien vom Grill sorgte Herbert Bergfort, den musikalischen Rahmen lieferten Alfons Garvert an der Gitarre und lautstarker Gesang der Schützenbrüder. Fotos: Siegfried Eggenstein

Frühjahrsexkursion


Andrea Hans, Stadtführerin der Stadt Datteln, erläuterte die Besonderheiten der Lippeaue rund um Haus Vogelsang in Ahsen. Foto: Wilhelm Müschenborn

Visionen des Projekts „2Stromland“          kann Datteln nicht bezahlen…

Heimatausschuss unterwegs in der Lippeaue bei Ahsen

Bei ihrer Frühjahrsexkursion widmeten sich 18 Mitglieder des Heimatausschusses am Samstag, 16. Mai 2015, den Planungen in der Lippeaue rund um Haus Vogelsang in Ahsen. Mit dem Projekt „2Stromland“ der Regionale 2016 soll der Raum zwischen Lippe und Stever, zwischen Olfen und Haltern am See, zwischen dem Ruhrgebiet und dem Münsterland zum „Experimentierraum für die Landschaft der Zukunft“ werden. Andrea Hans, Stadtführerin der Stadt Datteln, stand vor Ort als sachkundige Gesprächspartnerin zu Verfügung.

Für den nicht ortskundigen Besucher ist der Charakter der Lippe am Haus Vogelsang überraschend. Mäandrierend sucht sich das Gewässer in Schleifen seinen Weg. Stromschnellen bilden einen Kontrast zu diesem an sich ruhigen Lauf des Flusses. Eine Herde Aubrac-Rinder betätigt sich als natürliche „Landschaftsgärtner“ auf extensivem Weideland, dass früher intensiv landwirtschaftlich genutzt wurde.

Auf diesen Gegebenheiten will „2Stromland“ aufbauen. Mit dem „Experiment Hutewald“ sollen Weidetiere zum Wohle der Artenvielfalt für mehr Licht im Wald sorgen. Das „Experiment Flussstrand“ soll die Lippe ökologisch aufwerten und punktuell für Menschen zugänglich machen. Beim Experiment „Akademie Haus Vogelsang“ sollen Kinder, Jugendliche und Erwachsene direkt in der Natur etwas über die Veränderung und Gestaltung der Landschaft lernen. Mit dem „Experiment Wassermodell“ entsteht am Halterner Stausee an der Stadtmühlenbucht ein Ort, der Erholungssuchende spielerisch neugierig auf das 2Stromland macht. Das „Experiment Wirtschaftswege“ will das landwirtschaftliche Wegenetz für die Bedürfnisse von Landwirtschaft, Naturschutz und Tourismus optimal umgestalten.

Die Heimatausschussmitglieder bedauerten bei ihrem Rundgang einhellig, dass die Dattelner Seite der Lippe wegen der katastrophalen Finanzlage der Kanalstadt kaum von diesen kreativen Ideen profitieren wird, weil notwendige Eigenanteile für die Projektideen von der Stadtverwaltung nicht zu stemmen sind und von der Bezirksregierung angesichts der laufenden Haushaltssicherungsmaßnahmen auch nicht genehmigt würden.

An die Führung rund Haus Vogelsang schloss sich ein Spaziergang nach Ahsen an. Eine Einkehr im Lippehof Ahsen und ein gemütlicher Ausklang im Vereinslokal runden das Programm ab. Bereits in wenigen Wochen folgen weitere Höhepunkte des Jahresprogramms 2015. Am Freitag, 19. Juni, 17 Uhr, ist auf Einladung von Pfarrer Dr. Heinrich Michael Knechten der Pfarrgarten wieder Ort eines gemütlichen Grillabends. Die Radtour rund um Nordkirchen wird vom 9. bis 11. Juli wiederholt.


Die Teilnehmer der Exkursion nach Ahsen kamen der Lippe thematisch und räumlich  nahe. Fotos/Montage: Wilhelm Müschenborn

Gute Beteiligung


Mit einer guten Beteiligung fand die Jahresversammlung des Heimatausschusses im Vereinslokal „Alt Horneburg“ statt. Foto: Siegfried Eggenstein

Im Mai 2015 zur Lippeaue:
Viele attraktive Programmpunkte

Heimatausschuss traf sich zur Jahresversammlung

Der Ausblick auf das Programm 2015 stand im Mittelpunkt der Jahresversammlung des Heimatausschusses am Freitag, 27. Februar 2015, im Vereinslokal „Alt Horneburg.“ Im Jahresbericht erinnerte Wolfgang Wellnitz an die Höhepunkte des vergangenen Jahres.

Die Frühjahrsexkursion führt am Samstag, 16. Mai 2015, nach Ahsen (14 Uhr Abfahrt mit dem Bus an der alte Kirche). Organisator Wilhelm Schulte stellte die Planung vor. Im Fokus steht das bedeutende Projekt des NRW-Naturschutzes für die Lippeaue. Von der Quelle bis zur Mündung in den Rhein wird der Versuch unternommen, entlang des Flusslaufes die schutzwürdigen Biotope zu erhalten, auszubauen und zu vernetzen.

„Wir wollen uns an diesem Nachmittag über das Konzept informieren und anschließend einige gesellige Stunden miteinander verbringen“, lud Wilhelm Schulte ein. „Bei einer Führung und einer Wanderung durch die Lippeaue rund um das Haus Vogelsang stellt uns Andrea Hans, Stadtführerin der Stadt Datteln, die Projektidee, die Planungen und die bereits realisierten Teile vor. Es schließt sich ein Spaziergang über den Lippedeich nach Ahsen an. Eine Einkehr im Lippehof Ahsen und ein gemütlicher Ausklang im Vereinslokal runden das Programm ab.“

Wolfgang Wellnitz gab einen Ausblick auf das weitere Jahresprogramm 2015. Am Freitag, 19. Juni, 17 Uhr, ist auf Einladung von Pfarrer Dr. Heinrich Michael Knechten der Pfarrgarten wieder Ort eines gemütlichen Grillabends. Die Radtour rund um Nordkirchen wird vom 9. bis 11. Juli wiederholt. Im September ist ein Besuch der LWL-Ausstellung „200 Jahre Westfalen“ in Dortmund geplant. Die Herbstexkursion führt im Oktober in den Raum Borken. Das Jahresessen findet am 29. Dezember ab 19 Uhr bei Klaus Ewelt statt. Für Januar 2016 ist erneut ein Themenabend (zum Beispiel Nachkriegszeit, 200 Jahre Westfalen oder 200 Jahre Kreis Recklinghausen) geplant.

Downloads:

Programm 2015

Jahresbericht 2014

Diese Montage hält einige Eindrücke von der Jahresversammlung des Heimatausschusses fest. Fotos: Siegfried Eggenstein

Heimatausschuss erkundete Münster



Die Herbstexkursion des Heimatausschusses führte am Samstag, 6. September 2014, nach Münster. Nach einer Stadtführung, die im frisch renovierten St.-Paulus-Dom startete und anschließend am Kiepenkerl-Denkmal (Bild oben) und an der St.-Lamberti-Kirche (Montage unten oberes Bild) vorbeiführte, kehrte die Gruppe in der Brauerei Pinkus Müller ein (ganz unten). Dort war es so gemütlich, dass auf den geplanten Abschluss an der Hafenpromenade verzichtet wurde. Zurück im Dorf gab es noch einen „Absacker“ im Vereinslokal. Fotos: Wilhelm Müschenborn

Festschrift präsentiert

Vorstand und Heimatausschuss stellten am 7. August die Festschrift vor.                   Foto: Siegfried Eggenstein

Historisches Lesebuch

Reich bebilderte 148 Seiten mit Vereinsleben und Lokalgeschichte

Kann Horneburg bereits im Schützenfestjahr 2020 das Jubiläum „800 Jahre erste urkundliche Erwähnung“ feiern? Auch dieser spannenden Frage geht die jetzt erschienene Festschrift zum Schützenfest 2014, das vom 16. bis 18. August in der alten Freiheit gefeiert wird, in einem Beitrag nach. Autor Wolfgang Wellnitz beantwortet die Frage mit Ja. Nach umfangreichen Recherchen glaubt er, dass es sich beim Ort „Horneburch“, der 1220 in der Großen Vogteirolle des Grafen Friedrich von Isenberg erwähnt wird, um „unser Dorf“ handelt.

„Es zeichnet unsere Festschriften immer wieder aus, dass sie im Grunde genommen historische Lesebücher sind und solche interessante Fakten darstellen“, betonte Vorsitzender Lutz Breuckmann, als der Bataillonsvorstand und der Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins, der einmal mehr für die Publikation verantwortlich zeichnet, die Publikation am Donnerstag, 7. August 2014, im Vereinslokal „Alt Horneburg“ vorstellten. Die Daten der neuen Festschrift geben dem Schützenchef recht. Von insgesamt 148 reich bebilderten Seiten befassen sich 81 und damit deutlich mehr als die Hälfte mit geschichtlichen und heimatkundlichen Themen. Ereignisse aus dem Vereinsleben der vergangenen drei Jahre komplettieren die von Heimatausschussmitglied Wilhelm Müschenborn redigierte Publikation, zu der insgesamt 14 Autoren Texte beigesteuert haben.

„Es lag auf der Hand, dass wir uns mit zwei traurigen Jubiläen zu befassen hatten“, kennzeichnet Redakteur Wilhelm Müschenborn Schwerpunkte der Festschrift und verweist darauf, dass 100 Jahre seit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs und 500 Jahre seit dem Beginn der Hexenverfolgungen im Kreis Recklinghausen vergangen sind. So arbeitet die Festschrift auf, was die so genannte Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts auch im Dorf Horneburg anrichtete. Oder erinnert daran, dass 1514 elf unschuldige Frauen auf dem Scheiterhaufen in Horneburg hingerichtet wurden und Ende des 16. Jahrhunderts 45 Hexenprozesse auf Schloss Horneburg als Sitz des Vestischen Kriminalgerichts belegt sind.

Weil Bernhard Gellenbeck, Leiter der Horneburger Schule von 1884 bis 1921, eine detaillierte Schul- und Ortschronik geführt hat, sind die Geschehnisse in Horneburg beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs genau überliefert und konnten dargestellt werden. Der Hauptlehrer hat nicht nur seine Chronistenpflicht gewissenhaft erfüllt, sondern noch viel mehr fürs Dorf getan. Er gründete in den 1920er Jahren einen Verkehrsverein und sorgte mit dafür, dass eine Buslinie durch Horneburg gelegt wurde. Die Schützen ernannten ihn zum Ehrenvorsitzenden, weil er 1926 den Verein wiederbelebte. Aus Anlass des 80. Todestages – Gellenbeck verstarb am 22. August 1934 im Alter von 75 Jahren – sind seinem Wirken in der Festschrift acht Seiten gewidmet.

30 Jahre sind seit der großen 600-Jahr-Feier von Schloss Horneburg vergangen. Die Publikation erinnert an dieses Ereignis und daran, wie der Plan, im historischen Festumzug einen „Hexenwagen“ mitzuführen, heftige Kritik auslöste und sogar für bundesweite Schlagzeilen sorgte. Gelüftet werden die Geheimnisse der „Fliehburg“ im Horneburger Busch. Bei dem markanten Bodendenkmal handelt es sich um eine historische Ringwallanlage an der alten Landwehr. Das Förderschulinternat Schloss Horneburg blickt 2015 auf ein 50-jähriges Bestehen zurück. Es wird dargestellt, dass die Einrichtung im historischen Dorfzentrum in diesem Zeitraum Heimat für mittlerweile 2.000 Kinder und Jugendliche war. Auf einem Dachboden in Werne wurde ein Jahrgangsfoto der ehemaligen Landwirtschaftsschule auf Schloss Horneburg entdeckt und dem Dorfarchiv zur Verfügung gestellt. Das löste aufschlussreiche Recherchen aus, die genug Stoff für einen interessanten Beitrag lieferten. Weitere Texte berichten über „200 Jahre slawische Gottesdienste in Horneburg“, über die Renovierung der alten Pfarrkirche und die Rückkehr von Kunstschätzen in diesem Zusammenhang. Auch die Vereinsgeschichte des Kirchenchores, der 2012 auf ein 125-jähriges Bestehen zurückblicken konnte, wird beleuchtet.

Auch durchaus kritische Töne schlägt die erschienene Festschrift an. Vorsitzender Lutz Breuckmann kritisiert in seinem Editorial, dass die öffentliche Hand den Organisatoren von Traditionsfesten immer mehr Steine in den Weg legen und bürokratische Hürden errichten. Er fordert für weitere Verordnungen Fingerspitzengefühl und Rücksichtnahme. Wolfgang Wellnitz zieht eine negative Bilanz der Ergebnisse des vor zwölf Jahren vom Rat in Auftrag gegebenen Dorfentwicklungskonzeptes. Trotz neuer Baugebiete sei es in den vergangenen Jahren nicht gelungen, die Einwohnerzwahl Horneburgs zu erhöhen und die Erosion der Infrastruktur sei unaufhaltsam fortgeschritten. Die Konsequenzen für das Dorfleben seien nicht absehbar. Weil angesichts leerer öffentlicher Kassen Hilfe von außen nicht zu erwarten sei, müssten „die Horneburgerinnen und Horneburger wieder einmal zur Selbsthilfe greifen“. Er schlägt konkret vor, einen Arbeitskreis zu bilden, um „an einem finanziell und technisch machbaren und nachhaltigen Konzept zur Weiterentwicklung unseres Dorfes“ zu arbeiten.

Insgesamt zum neunten Mal seit 1990 erscheint eine Festschrift zum Horneburger Schützenfest nach dem Konzept eines historischen Lesebuchs. „Wir verzichten seit diesem Zeitpunkt weitgehend auf Anzeigen und haben lediglich unsere Sponsoren aufgelistet. So heben wir uns von den üblichen, reinen Programmheften ab und schaffen eine bleibende und auch noch in Jahrzehnten lesenswerte Dokumentation“, brachte es Schützenchef Lutz Breuckmann bei der Vorstellung abschließend auf den Punkt. Er wies auch darauf hin, dass die Festschrift am Sonntag, 17. August 2014, nach dem Festumzug im Festzelt am Schloss kostenlos verteilt.


Das Titelbild der Festschrift zeigt den Moment nach dem Königsschuss am Montag, 1. August 2011, als Schützenbrüder die neue Majestät Klaus Ewelt feiern. Einfach auf das Bild klicken und die Festschrift kann als PDF-Dokument (6,0 MB) heruntergeladen werden.

Radtour zu Schlössern und Burgen



15 Mitglieder des Heimatausschusses erkundeten währen einer Radtour vom 10. bis 12. Juli 2014 das Umland von Nordkirchen und Lüdinghausen. Zwischenstopps legten die Pedalritter an der Burg Vischering (unten r.), der Burg Kakesbeck und natürlich an verschiedenen Lokalen ein. Ausgangspunkt war jeweils das Schloss Nordkirchen (unten l.), wo übernachtet wurde. Fotos: Jürgen Kaluzny (1)/Wilhelm Schulte (2)

Gedenktafel erinnert an Hexenverfolgung



Eine Gedenktafel an der alten Kirche erinnert seit dem 12. Juni 2014 auf Initiative des Heimatausschusses an die Hexenverfolgung im Vest Recklinghausen, die vor 500 Jahren im Jahr 1514 mit Hinrichtungen unschuldiger Frauen auf der Horneburg begann. Landrat Cay Süberkrüb und Vizebürgermeister André Dora nahmen die Enthüllung vor, 50 Gäste waren Zeugen (Bilder o.). Dank der Gastfreundschaft des Förderschulinternates bot der Schlosssaal den würdigen Rahmen für die anschließende Feierstunde. Heimatausschussmitglied Wilhelm Schulte stellte in einem Referat die schrecklichen historischen Ereignisse dar (Bilder u.). Fotos: Siegfried Eggenstein (1)/Stefan Huxel (4)

Grill- und Gesangsabend im Pfarrgarten


Als Alfons Garvert (unten r.) seinem Spitznamen gerecht wurde und beim Grillabend im Pfarrgarten am 6. Juni 2014 zur Klampfe griff, standen die Gesangsbücher des Bürgerschützenvereins im Mittelpunkt. Gastgeber Pfarrer Dr. Heinrich Michael Knechten (unten 2. v. r.) wusste zum Glück genau, wo ausreichend Exemplare im Dorfarchiv lagern. Fotos: Siegfried Eggenstein

Frühjahrsexkursion: Ikonen im Blick


Die Frühjahrexkursion des Heimatausschusses führte am 26. April 2014 zum Ikonenmuseum in Recklinghausen. Der Startschuss fiel allerdings an der Ikonostase in der alten Pfarrkirche (Bilder oben und unten), in der heute die Russische Gemeinde der heiligen Boris und Gleb zu Hause ist. Pfarrer Dr. Heinrich Michael Knechten, seit kurzem Mitglied im Heimatausschuss, erläuterte kompetent die durchgeführte Renovierung der kleinen Kapelle. Fotos: Wilhelm Müschenborn

Siegerehrung


König Klaus I. (Ewelt, 2. v. r.) sowie Wolfgang Wellnitz (l.) und Siegfried Walther (3. v. r.) vom Heimatausschuss ehrten die Sieger des historischen Fotowettbewerbs: Mechthild Lettmann (r.), Doris Becker (3. v. l.) und Christiane Hillebrand (2. v. l.). Foto: Wilhelm Müschenborn

Tante-Emma-Laden wie aus dem Bilderbuch

„Historischer“ Fotowettbewerb brachte Überraschendes zu Tage

Stolz blicken die Mitglieder der Inhaberfamilie und die Angestellte über die Theke, akkurat sind die Waren in raumhohen Regalen aufgereiht. Dieses Foto eines Tante-Emma-Ladens wie aus dem Bilderbuch ist das Siegerfoto des historischen Fotowettbewerbs unter dem Motto „Dorfleben“, zu dem der Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins Horneburg aufgerufen hatte. Es zeigt eine Innenansicht des Geschäfts der Familie Plöger an der Horneburger Hauptstraße Ende der 1940er Jahre.

Eingereicht hatte das Foto Mechthild Lettmann, geb. Plöger, die selbst als junge Frau auf dem Foto des elterlichen Geschäftes zu sehen ist. Wolfgang Wellnitz, Vorsitzender des Heimatausschusses, überreichte ihr und den beiden anderen beiden Siegern während eines gemütlichen Kaffeetrinkens für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Gaststätte „Haus Berens“ am Samstag, 22. März 2014, die ausgelobten Geldpreise (150, 100 und 50 Euro). Beteiligt hatten sich insgesamt 19 Horneburgerinnen und Horneburger. Da sie teilweise ganze Alben einreichten, hatte die Jury während ihrer Sitzung Ende Januar Hunderte von Fotos zu sichten.

Den zweiten Preis vergaben die Juroren an Martin und Christiane Hillebrand. In ihrem Fotoalbum fand sich eine Ernteszene aus den 1920er Jahren. Vor einer von einer dampfbetriebenen Lokomobile angetriebenen Dreschmaschine haben sich die Helfer zu einem Gruppenbild formiert. Das Foto auf dem dritten Platz ist jünger, aber aus Sicht des Heimatausschusses von nicht weniger bleibendem Wert. Es zeigt bekannte, leider mittlerweile verstorbene Schützenbrüder auf dem „Sanitätswagen“ beim Festumzug des Schützenfestes 1984. Es war eingereicht worden von Doris Becker.

Mit einer Präsentation gab Heimatausschussmitglied Wilhelm Müschenborn während der Siegerehrung einen Überblick über die weiteren eingereichten Bilder. Die Fotos gelangen in das vom Heimatausschuss unterhaltene Dorfarchiv. Ausgewählte Motive werden außerdem
in der Festschrift zum Schützenfest 2014 oder in zukünftigen Veröffentlichungen des Heimatausschusses abgedruckt.

Es handelt sich bereits um den vierten Wettbewerb dieser Art, den der Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins organisiert hat. 1996 gab es einen allgemeinen Aufruf ohne Thema. 1999 lautete das Motto „Mit Kind und Kegel“, verbunden mit der Bitte, sich auf die Suche nach Bildern von Kinderschützenfesten und Kegelvereinen zu machen. Eine große Fotoausstellung im Pfarrheim war im Jahr 2000 Anlass für den Fotowettbewerb „Familienleben“.

1. Preis



Dieses Foto eines Tante-Emma-Ladens wie aus dem Bilderbuch ist das Siegerfoto des historischen Fotowettbewerbs des Heimatausschusses Horneburg. Es zeigt eine Innenansicht des Geschäfts der Familie Plöger an der Horneburger Hauptstraße Ende der 1940er Jahre und wurde von Mechthild Lettmann eingereicht. Foto: Dorfarchiv Horneburg

2. Preis



Im Fotoalbum von Martin und Christiane Hillebrand fand sich eine Ernteszene aus den 1920er Jahren. Vor einer von einer dampfbetriebenen Lokomobile angetriebenen Dreschmaschine haben sich die Helfer zu einem Gruppenbild formiert. Foto: Dorfarchiv Horneburg

3. Preis



Das Foto auf dem dritten Platz zeigt bekannte, leider mittlerweile verstorbene Schützenbrüder auf dem „Sanitätswagen“ beim Festumzug des Schützenfestes 1984. Es war eingereicht worden von Doris Becker. Foto: Dorfarchiv Horneburg

Schnappschuss außer Konkurrenz



Sonntagsspaziergang auf der Schulstraße (heute Magdalenenstraße) in den 1930er Jahren. Im Hintergrund das alte Gerätehaus des Löschzugs Horneburg. Dieses Bild wurde außer Konkurrenz zum „historischen“ Fotowettbewerb eingereicht. Foto: Dorfarchiv Horneburg

Schatzsuche erfolgreich

Heimatausschuss ehrt Sieger des „historischen“ Fotowettbewerbs

„Unsere Schatzsuche in privaten Fotoalben war erfolgreich. Es ist erstaunlich, wie viele überraschende Schnappschüsse eingereicht wurden, die künftig das Dorfarchiv bereichern.“ Wolfgang Wellnitz, Chef des Heimatausschusses Horneburg, ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis des „historischen“ Fotowettbewerbs „Dorfleben“. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer und deren Partner lädt er ein zur Siegerehrung mit gemütlichem Kaffeetrinken am Samstag, 22. März, 16 Uhr, in der Gaststätte „Alt Horneburg“.

Dem Aufruf des Heimatausschusses des Bürgerschützenvereins Horneburg waren insgesamt 19 Horneburgerinnen und Horneburger gefolgt. Da sie teilweise ganze Alben einreichten, hatte die Jury während ihrer Sitzung Ende Januar Hunderte von Fotos zu sichten. Eine Präsentation während der Siegerehrung bietet eine Auswahl dieser Bilder.

Da ist dann auch das Bild zu sehen, das Heimatausschussmitglied und „Dorffotograf“ Siegfried Eggenstein eingereicht hat, als Jurymitglied natürlich außer Konkurrenz. Es zeigt seine Familie bei einem Sonntagsspaziergang auf der Schulstraße (heute Magdalenenstraße) in den 1930er Jahren. Interessant ist natürlich, dass Jungen damals noch Matrosenanzüge trugen oder Kinderwagen eiförmig daherkamen. Für das Dorfarchiv ist aber vor allem der Hintergrund bedeutsam. Zu sehen sind das alte Gerätehaus des Löschzugs Horneburg und ein Teil des ehemaligen Schlauchturms, von denen bisher keine Fotos vorhanden waren.

„Bilder wie diese bewahren alte Dorfansichten und gestatten wirklich Einblicke in das Dorfleben von früher“, freut sich Wolfgang Wellnitz. Für welche Schnappschüsse die Jury die Preise vergeben hat, dieses Geheimnis will er aber erst bei der Siegerehrung am 22. März lüften.

Schatzsuche in privaten Alben

Heimatausschuss lobt historischen Fotowettbewerb „Dorfleben“ aus

Über Tausende von Fotos verfügt das Dorfarchiv, das der Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins Horneburg unterhält. Weitere interessante Schnappschüsse sollen durch den „historischen“ Fotowettbewerb „Dorfleben“ hinzukommen. „Wir suchen Schätze aus privaten Alben“, bringt Heimatausschuss-Chef Wolfgang Wellnitz die Absicht auf den Punkt. Das Mitmachen lohnt sich. Denn auf die drei Teilnehmer mit den interessantesten Fotos warten Geldpreise in Höhe von 150, 100 und 50 Euro.

Gefragt sind im Grunde genommen alle interessanten Schnappschüsse aus dem Horneburger Dorfleben früherer Jahrzehnte. Besonders stehen diesmal aber Familienfeiern und private Feste im Fokus. „Der Begriff historisch darf nicht zu der Annahme verleiten, dass ein 20 oder 30 Jahre altes Foto nicht interessant sein könnte“, erläutert Wolfgang Wellnitz. „So verfügen wir beispielsweise über erstaunlich wenig Fotos der 600-Jahr-Feier von Schloss Horneburg im Jahr 1984.“

Es handelt sich bereits um den vierten Wettbewerb dieser Art, den der Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins organisiert. 1996 gab es einen allgemeinen Aufruf ohne Thema. 1999 lautete das Motto „Mit Kind und Kegel“, verbunden mit der Bitte, sich auf die Suche nach Bildern von Kinderschützenfesten und Kegelvereinen zu machen. Eine große Fotoausstellung im Pfarrheim war im Jahr 2000 Anlass für den Fotowettbewerb „Familienleben“.

Die Fotos müssen nur ausgeliehen werden, um sie scannen zu können. Dazu können
sie sogar im Album verbleiben. Anschließend werden sie sofort zurückgegeben. Eine Teilnahme am historischen Fotowettbewerb ist bis zum 15. Januar 2014 möglich. Anschließend trifft sich das Präsidium des Heimatausschuss zu einer Jurysitzung,
um die drei interessantesten Fotos auszuwählen.

Die Fotos bzw. die digitalen Dateien gelangen in das Dorfarchiv. Ausgewählte Motive werden außerdem in der Festschrift zum Schützenfest 2014 oder in zukünftigen Veröffentlichungen des Heimatausschusses abgedruckt. Die entsprechenden Rechte überträgt jeder Teilnehmer, der Fotos einreicht. Eingereicht werden können die Lichtbilder bei Siegfried Eggenstein, Wilhelmstraße 19, 45711 Datteln-Horneburg, Telefon 02363/63357, oder bei Wilhelm Müschenborn, Magdalenenstraße 10, 45711 Datteln-Horneburg, Telefon 02363/66226.

Siegerfoto von 2000


Dieser Schnappschuss war das Siegerfoto beim historischen Fotowettbewerb im Jahr 2000. Es zeigt eine Szene in der heutigen Gaststätte Alt Horneburg Ende der 1920er oder Anfang der 1930er Jahre. Zu sehen sind Gastwirt Friedrich Berens und Hanni Brenzel. Eingereicht worden war das Bild von Heinz-Georg Berens. Foto: Dorfarchiv Horneburg

Herbstexkursion: Spannend und gemütlich

Zu einer abwechslungsreichen Herbstexkursion brachen am Samstag, 5. Oktober 2013, die Mitglieder des Heimatausschusses und ihre Ehefrauen auf. Die 29-köpfige Reisegruppe sah sich mittags zwei Stunden in der neu strukturierten Dauerausstellung des Bonner Hauses der Geschichte um. Das vielfach ausgezeichnete Museum bietet eine spannende Zeitreise durch die deutsche Nachkriegsgeschichte seit 1945. Die Gemütlichkeit stand anschließend im Vordergrund. Hatten auf der Anreise Marianne und Hubert Krimpmann mit einem Imbiss für das leibliche Wohl gesorgt, lud Exkursionschef Wilhelm Schulte nachmittags zu einer Kaffeetafel im historischen Eifelstädtchen Bad Münstereifel (Gruppenbild vor dem Stadttor oben). Der Kuchen im Café am Salzmarkt war lecker (zwei Fotos ganz unten), auch das Eifeler Landbier im benachbarten Brauhaus mundete den Ausflüglern bestens. Die Rückfahrt führte durchs romantische Ahrtahl. Trotz mehrerer Weinfeste am Wegesrand machte die Reisegruppe erst in Ahrweiler Halt. Dort verteilten sich die Mitglieder des Heimatausschusses auf verschiedene Lokale. Nach dem Abendessen ging es wieder nach Hause. Fotos: Wilhelm Müschenborn

Feinplanung Jahresprogramm vorgenommen

Grillen am 19. Juli – Herbstexkursion am 5. Oktober

Das Präsidium des Heimatausschusses hat bei einer Sitzung am Freitag, 31. Mai 2013, die Feinplanung für das restliche Jahresprogramm vorgenommen. Hier einige Details.

Das gemeinsame, schon fast traditionelle  Grillen  vor der Sommerpause findet am Freitag, 19. Juli 2013, bei Hubert Krimpmann statt. Treffen ist um 17 Uhr. Vor Ort wird eine Umlage erhoben.

Der ursprünglich für den 12. Oktober 2013 vorgesehene Besuch des Hauses der Geschichte in Bonn wurde aus organisatorischen Gründen auf Samstag, 5. Oktober 2013, vorverlegt. Zu dieser  Herbstexkursion  sind auch die Ehefrauen und Partnerinnen der Mitglieder eingeladen. Das genaue Ausflugsprogramm wird noch bekanntgegeben. Die Anmeldungen können ab 1. Juli bei Siegfried Walther erfolgen. Es ist dabei eine Anzahlung von zehn Euro pro Person zu entrichten.

Zum Abschluss des Jahres lobt der Heimatausschuss ab November den  Fotowettbewerb  „Dorfleben“ aus, bei dem historische Schnappschüsse aus früheren Jahrzehnten eingereicht werden sollen. Dabei stehen unter anderem Familienfeiern und private Feste im Fokus. Das Mitmachen lohnt sich. Auf die drei Teilnehmer mit den interessantesten Fotos fürs Dorfarchiv warten Geldpreise in Höhe von 150, 100 und 50 Euro.

Der Heimatausschuss beteiligt sich am 7. und 8. Dezember an der  Schlossweihnacht .

2014 wird es genau 500 Jahre her sein, dass die erste Hinrichtung einer „Hexe“ im Vest stattgefunden hat. Anfang 2014 soll deshalb eine  Gedenktafel  angebracht werden. Zwischen 1514 und 1706 sind im Vest Recklinghausen 130 Menschen, die Mehrheit von ihnen Frauen, wegen Hexenverdachts hingerichtet worden. Vielen von ihnen wurde auf der Horneburg als Sitz des Vestischen Kriminalgerichtes und des Gefängnisses der Prozess gemacht.

Ehrgeiziges Projekt


Am Luftschutzstollen, der zum Bergbaumuseum entwickelt werden soll, formierten sich Gäste und Gastgeber zum Gruppenbild. Fotos: Marion Taplikowski

Geschichte vor der Haustür

Maigang führte in den Beisenkamp und zum Luftschutzstollen

Geschichte ist nicht nur Mittelalter, sondern auch das, was heutige Generationen noch erlebt haben. Und Spuren der Geschichte sind bereits vor der Haustür zu finden. Wie die Dattelner Beisenkamp-Siedlung, der dortige Hochbunker oder der Luftschutzstollen unter der Halde der ehemaligen Zeche Emscher-Lippe 3/4 an der Heibeckstraße in Datteln. Deshalb brachen 16 Mitglieder des Heimatausschusses des Bürgerschützenvereins Horneburg am Freitag, 17. Mai 2013, zum Maigang zu diesen Zielen auf.

Die Eheleute und Beisenkamp-Aktivisten Karl und Antoinette Hölscher starteten ihre Führung mit einer Besichtigung des ehemaligen Hochbunkers. Die Maigänger zeigten sich vor allem vom Schießstand beeindruckt, den die Mitglieder der Dattelner Sportschützen mit viel ehrenamtlichem Schweiß hinter meterdicken Betonmauern ausgebaut haben. Ein Rundgang durch die „Kolonie“ schloss sich an. Die Beisenkamp-Siedlung entstand in den Jahren 1909 bis 1913. Arbeiter sollten durch angenehmes Wohnen mit Gartenflächen für Gemüseanbau und Kleintierhaltung an die Zeche gebunden werden. Die Dattelner Einwohnerzahl Dattelns stieg durch die Eröffnung der Zeche im Jahr 1906 von 3.500 um die Jahrhundertwende auf 20.000 im Jahr 1920 (Quelle: Wikipedia). „Über 3.000 von ihnen lebten im Beisenkamp“, erläuterte Karl Hölscher den Gästen aus Horneburg.

Nach einem 15-minütigen Fußweg über die Zechenbrache der Schachtanlage Emscher-Lippe III/IV erreichten die Horneburger Maiwanderer den Bunkerstollen. Dort warteten nicht nur Bergmannsschnaps, Schmalzstullen und Grillspezialitäten, sondern auch interessante Informationen über das ehrgeizige Projekt des Bergmannsvereins Bergmannsglück. Herbert Müller und seine Mitstreiter haben es sich auf ihre Fahnen geschrieben, den vermutlich 1943 errichteten Schutzraum für bis zu 1.000 Menschen zu einem Bergbaumuseum zu entwickeln. Im Januar 2010 hatten die Ex-Bergleute die jahrzehntelang zugemauerten Eingänge geöffnet. Mittlerweile sind die Gänge teilweise bergmännisch ausgebaut und das wieder aktivierte Drainagesystem hält den Bunker trocken.

Beim Abschluss des Maigangs im Vereinslokal Alt Horneburg nahmen die Heimatausschussmitglieder bereits weitere Termine des Jahresprogramms in den Blick. Das gemeinsame Grillen vor der Sommerpause findet am 19. Juli 2013 bei Hubert Krimpmann statt. Der für den 12. Oktober 2013 vorgesehene Besuch des Hauses der Geschichte in Bonn wird aus organisatorischen Gründen auf den 5. Oktober 2013 vorverlegt.

Das Grillen beim Maigang im Bergbau-Ambiente hatte was ...

Karten ab sofort erhältlich



Die fünf Musiker von „Friday“ gastieren beim 2. Horneburger Musikboulevard.

„Friday“ rockt Musikboulevard

Heimatausschuss bietet Coverrock der Extraklasse

Dieser Kneipenbesuch bei der Recklinghäuser Musiknacht hat sich für Mitglieder des Horneburger Heimatausschusses gelohnt. Denn sie „entdeckten“ die Band „Friday“ und engagierten die fünf Musiker vom Fleck weg für den „2. Horneburger Musikboulevard“, der am Samstag, 16. März 2013, ab 20 Uhr in der Gaststätte „Alt Horneburg“ unter dem Motto „Classic Rock and Pop“ steht. Karten sind für sechs Euro im Vorverkauf bei Siegfried Walther, Telefon 02363/ 61963, und am Veranstaltungsort sowie an der Abendkasse erhältlich.

„Friday“ steht für Coverrock der Extraklasse (www.band-friday.de). Die befreundeten Musiker stammen aus Bottrop, Kirchhellen und Duisburg. Die Bandgeschichte begann eines Freitags 1995, als die Jungs auf einer Party auf den gemeinsamen Nenner kamen, doch mal zusammen ihre Instrumente erklingen zu lassen. Das endete damit, dass sie fortan sowohl in diversen Jam-Sessions als auch im Probealltag prima harmonierten. So stellten Jungs unter dem Bandnamen „Friday“ (Freitag klang einfach zu banal) ein musikalisch ambitioniertes und vielseitiges Coverrock-Programm aus Classic-Rock, Pop und aktuellen Rockhits auf die Beine stellten. „Die Bühne ist unser zweites Wohnzimmer“, sagen sie von sich. Dass sie live tatsächlich aufdrehen und auch ein großes Publikum mitreißen können, das haben sie oft unter Beweis gestellt und eben auch bei der Recklinghäuser Musiknacht.

Ein Höhepunkt war 2002 ihr Auftritt bei der Ruhrparade auf der Kanalbühne im Nordsternpark, wo auch John Lord zum Publikum gehörte, der mit seiner Band „Deep Purple“ am nächsten Tag an gleicher Stelle ein Konzert gab. „Friday“ hat immer wieder eigene musikalische Wege beschritten und ihr Songmaterial aus progressiven Rock, Hardrock und bluesigen Balladen über drei in Eigenregie produzierte Studioalben in so manches Wohnzimmer und die dortige Stereoanlage gebracht. Mit der dritten CD schafften die Musiker sogar den sechsten Platz beim Deutschen Rock- und Pop-Contest in Würzburg. So baute sich die Band zwischenzeitlich eine kleine aber treue Fangemeinde auf, die über die Region hinaus bis nach Niedersachsen und Hessen reicht.

Der Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins hatte den „Horneburger Musikboulevard“ mit 150 Gästen und der Formation „Die 4 vom Revier plus 1“ im März 2012 aus der Taufe aufgehoben. Damals standen Oldies im Mittelpunkt. „Wir hoffen, dass wir jetzt mit dem Classic-Rock-and-Pop-Abend an den erfolgreichen Start anknüpfen können und wieder ein volles Haus haben“, laden Wolfgang Wellnitz und Alfons Garvert vom Heimatausschuss-Präsidium ein.

Informative Herbstexkursion

Die Herbstexkursion führte den Heimatausschuss am Samstag, 27. Oktober 2012, auf die Wewelsburg in Büren/Kreis Paderborn und nach Soest (Fotomontage unten). Beklemmende Informationen über die weltanschaulichen Verirrungen von Himmlers SS und die verbrecherischen Konsequenzen bot eine Führung durch die Ausstellung „Ideologie und Terror der SS“ auf der Wewelsburg, die zentrale Versammlungsstätte für die höchsten SS-Offiziere werden sollte. Weniger Düsteres aus der Geschichte erfuhren die Teilnehmer bei einem Rundgang durch die historische Soester Altstadt. Den geselligen Abschluss bildete ein gemeinsames Abendessen in der urig gemütlichen Brauerei Christ (oben). Fotos: Brune/Scholz


Historischer Name für letzte Dorfkneipe


Dieses Foto aus dem Dorfarchiv belegt, dass der „neue“ Name „Alt Horneburg“ für das Vereinslokal eine historische Bezeichnung ist. Mehr oder weniger deutlich ist auf dem Schnappschuss, der wahrscheinlich in den 1930er Jahren entstand, der etwas verwitterte Schriftzug „Gasthof Alt Horneburg“ zu erkennen. Foto: Dorfarchiv Horneburg

Gemütlicher Grillnachmittag in Nordkirchen


Die Großwetterlage war nicht berauschend, doch Petrus hatte kurzfristig ein Einsehen, als 22 Freunde des Heimatausschusses, darunter Hubert Krimpmann als neues Mitglied, am Freitag, 13. Juli 2012, zu einem Grillnachmittag am Schloss Nordkirchen aufbrachen. Die Regenpausen waren lang genug, um sogar ein kleines Lagerfeuer zu entzünden. Bier vom Faß und leckeres Grillgut, das Adolfo Kuenzer und Franz Gries zubereiteten, sorgten für das leibliche Wohl. Wilhelm Schulte, Verwaltungsleiter der NRW-Finanzfachhochschule auf Schloss Nordkirchen, führte durch den Park und die historischen Gebäude. Fotos: Günter Scholz

Jahresprogramm Heimatausschuss:           2012 wieder attraktive Exkursionsziele

 Fortsetzung Horneburger Musikboulevard bereits im Blick

Während einer Sitzung am Donnerstag, 12. April 2012, hat das Präsidium des Heimatausschusses das Jahresprogramm 2012 festgezurrt und die nächste Veranstaltung der Reihe Horneburger Musikboulevard im März 2013 beschlossen. „Wir wollen in diesem Jahr wieder attraktive Ziele ansteuern“, fasst Vorsitzender Wolfgang Wellnitz zusammen.

Los geht es am Freitag, 25. Mai 2012, mit der Frühjahrsexkursion. Dabei soll auf Einladung des Geschäftsführers Jürgen Schmidt die Firma Wirtz Druck an der Stemmbrückenstraße in Datteln, Produzent der Festschrift 2011, besichtigt werden. Treffpunkt ist um 15.30 Uhr die Bank der Nachbarschaft „Im Bollwerk“. Von dort geht es zu Fuß durchs Hagemer Feld nach Wirtz. Nach dem Betriebsbesuch geht es mit dem Linienbus zum Restaurant Rapen zu einem gemeinschaftlichen Abendessen. Die letzte Etappe vor dem obligatorischen Absacker im Vereinslokal „Haus Berens“ wird dann wieder zu Fuß zurückgelegt.

„Grillen und Dämmerschoppen in Nordkirchen“ heißt es wieder am Freitag, 13. Juli 2012. Die Abfahrt mit dem Bus erfolgt um 15 Uhr an der Alten Kirche. Bevor es zum Grillplatz auf dem Nordkirchener Schlossgelände geht, wird zunächst das Heimathaus im Ortsteil Capelle angesteuert. Der dortige Heimatverein hat eine ehemalige Gaststätte in liebevoller Arbeit umgestaltet.

Aus organisatorischen Gründen verworfen hat das Präsidium den Ausflug zum Kloster Dahlheim bei Paderborn. Stattdessen sollen während der ganztägigen Herbstexkursion am Samstag, 27. Oktober 2012, die Wewelsburg und anschließend der historische Stadtkern Soests besucht werden. Die Wewelsburg ist ein Bergschloss im Stadtteil Wewelsburg der Stadt Büren im Kreis Paderborn. Sie liegt über dem Tal der Alme und ist eine der wenigen Burgen mit dreieckigem Grundriss in Deutschland. 1123 errichtete Graf Friedrich von Arnsberg an diesem Standort eine Burg. Nach seinem Tod wurde die Burganlage von Bauern wieder zerstört. Später besaßen die Grafen von Waldeck und die Fürstbischöfe von Paderborn Burgen an dieser Stelle. Das heutige Gebäude wurde von 1603 bis 1609 errichtet. Das düsterste Kapitel des historischen Gemäuers: Von 1934 bis 1945 wurde die Burg von der SS genutzt und teilweise umgestaltet. Heute sind in der Wewelsburg das Historische Museum des Hochstifts Paderborn und eine Jugendherberge untergebracht (Quelle: Wikipedia). Soest zählte mit seiner weit über 1000-jährigen Geschichte im Mittelalter zu den bedeutendsten Hansestädten Europas.

Die Neuauflage des Horneburger Musikboulevard soll am Samstag, 16. März 2013, stattfinden und sich dem „Irish Folk“, also der populären irischen Folkmusik, widmen. „Wir wollen nicht nur Hörgenuss bieten, sondern mit unserem Vereinslokal auch irische Spezialitäten verabreden. Denn zu so einem Abend gehört natürlich Guinness, die dunkle Biersorte von der grünen Insel“, gibt Wolfgang Wellnitz einen ersten Ausblick.

Gut aufgelegte Ruhrpott-Combo                  bot Highlights der Rockgeschichte

Premiere des Horneburger Musikboulevards „ausverkauft“

Eine positive Bilanz der Premiere des Horneburger Musikboulevards am Samstag, 17. März 2012, hat der Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins Horneburg beim Aufräumen am Morgen danach gezogen. Denn fast 150 Zuhörer hatten unter dem Motto „Oldies in concert“ gut aufgelegte und professionell aufspielende Musiker der Band „Die 4 vom Revier plus 1“ erlebt.

„Wir kommen gerne wieder nach Horneburg“, rief Bassist Heinrich Bohrenkämper ins Mikrofon, bevor er mit seine Mitstreitern ein halbe Stunde vor Mitternacht zu einer dreiviertelstündigen (!) Folge von Zugaben ansetzte. Mit dem instrumentalen Titel „Apache“ von den Shadows aus dem Jahr 1960, der 1968 veröffentlichten Single „Jumpin' Jack Flash“ der Rolling Stones oder „Roll Over Beethoven“ von Chuck Berry aus dem Jahr 1956, eines der ersten erfolgreichen und wichtigen Stücke des Rock ’n’ Roll, hatte die Ruhrpott-Compo den Saal zuvor zum Kochen gebracht.

Eine gelungene Einstimmung auf solche Highlights der Rockgeschichte waren zu Beginn Oldie-Konzerts ein Zusammenschnitt starker Bilder mit Wiederkennungswert aus den 50er, 60er, 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, den ein Beamer an den neuen Schießstand des Bürgerschützenvereins warf, der offensichtlich, weil in Weiß gehalten, auch als Leinwand geeignet ist. Für die Auswahl und die professionelle Ausgestaltung der Präsentation, die bei den Gästen viel Anerkennung fand, zeichnete Heimatausschussmitglied Dieter Brune verantwortlich. Er hatte nicht vergessen, unter die visualisierten Meilensteine der Weltgeschichte mit alten Schnappschüssen aus Horneburg auch Lokalkolorit einzustreuen. Verbindende Worte und launige Kommentare lieferten Wolfgang Wellnitz, Wilhelm Schulte und Wilhelm Müschenborn, die passende Musik zum jeweiligen Jahrzehnt die „Die 4 vom Revier plus 1“.

Bereits eine Woche vor dem Konzert prangte der Schriftzug „Ausverkauft“ auf den ausgehängten Plakaten. Denn das Kartenkontingent war schon nach dem Vorverkauf vergriffen. So hatten die Heimatausschussmitglieder guten Grund zu diskutieren, welchen Musikfarben die Fortsetzungen des Horneburger Musikboulevards gewidmet werden sollten. Ins Gespräch gebracht wurden Jazz, Folk oder Country.

Musikboulevard bereits im Blick


Die Mitglieder des Horneburger Heimatausschusses stimmten sich während ihrer Jahresversammlung am Freitag, 24. Februar 2012, auf den Startschuss für die neue Veranstaltungsreihe „Horneburger Musikboulevard“ ein. Am Samstag, 17. März, 20 Uhr, ist im Vereinslokal „Haus Berens“ die Band „Die 4 vom Revier plus 1“ unter dem Motto „Oldies in Concert“ zu Gast. Alfons Garvert (vorne l.) und Vorsitzender Wolfgang Wellnitz zeigen das Plakat. Foto: Wilhelm Müschenborn  

Heimatausschuss will Opfer der Hexenverfolgung rehabilitieren

Während Jahresversammlung Projekte angestoßen – Musikboulevard

Zwischen 1514 und 1706 sind im Vest Recklinghausen 130 Menschen, die Mehrheit von ihnen Frauen, wegen Hexenverdachts hingerichtet worden. Vielen von ihnen wurde auf der Horneburg als Sitz des Vestischen Kriminalgerichtes und des Gefängnisses der Prozess gemacht. Die Mitglieder des Heimatausschusses des Bürgerschützenvereins Horneburg 1384 e. V. wollen dieses düstere Kapitel der Frühen Neuzeit mit verschiedenen Projekten aufarbeiten. Das beschlossen die engagierten Hobbyforscher um den Vorsitzenden Wolfgang Wellnitz während ihrer Jahresversammlung am Freitag, 24. Februar 2012, im Vereinslokal „Haus Berens“.

So soll das Thema in der Festschrift zum Schützenfest 2014 ausführlich dargestellt werden. „Dann wird es genau 500 Jahre her sein, dass die erste Hinrichtung einer Hexe im Vest stattgefunden hat“, berichtete Wilhelm Müschenborn als koordinierender Redakteur während des Treffens. „Der auf der Horneburg residierende Vestische Amtmann Graf von Schaumburg ließ 1514 elf angebliche Wetterhexen verbrennen, weil sie eine Frostperiode verschuldet haben sollten, die alle Wassermühlen außer Betrieb gesetzt hatte. Einer dieser Frauen gelang es zu fliehen. Doch sie wurde gefasst, auf die Horneburg zurückgebracht und ebenfalls hingerichtet.“ An ihr Schicksal und das der anderen unschuldig Verurteilten wird nach den Plänen des Heimatausschusses außerdem künftig eine Gedenktafel erinnern, die Ende 2013 installiert und enthüllt werden soll. Schließlich wollen die Mitglieder zur Rehabilitierung der Opfer der Verfolgungswelle im Vest beitragen. Nach ihrer Vorstellung sollten der Dattelner Stadtrat und der Recklinghäuser Kreistag 2014 entsprechende Beschlüsse fassen. Als Vorbild dient den Horneburgern die Geste der Ratsvertretung der Stadt Rüthen (Kreis Soest), die im vergangenen Jahr als erste Kommune in NRW die Ehre von 169 dortigen Opfern der Hexenverfolgungen auf Antrag einer Schulklasse nach 400 Jahren wieder hergestellt hatte. „Wir werden einen entsprechenden Antrag für unsere hiesigen Parlamente vorbereiten“, kündigte Wolfgang Wellnitz an.

Doch in naher Zukunft steht auf der Agenda des Heimatausschusses mehr Kulturelles als Historisches. Denn am Samstag, 17. März 2012, 20 Uhr, fällt im Saal der Gaststätte „Haus Berens“ der Startschuss für die neue Veranstaltungsreihe „Horneburger Musikboulevard“. Der Startschuss fällt unter dem Motto „Oldies in Concert“. Zu Gast ist die Band „Die 4 vom Revier plus 1“. Der Eintritt beträgt fünf Euro. Karten sind im Vorverkauf erhältlich bei Siegfried Walther, Telefon 02363/ 61963, und im „Haus Berens“. Das weitere Jahresprogramm 2012 des Heimatausschusses sieht eine Besichtigung des Druckunternehmens Wirtz in Datteln, ein Rundgang durch den Dattelner Beisenkamp mit Karl Hölscher sowie Exkursionen nach Nordkirchen und zum Kloster Dahlheim bei Paderborn vor.

Horneburger Musikboulevard hat Premiere


Der Startschuss der Veranstaltungsreihe „Horneburger Musikboulevard“ fällt unter dem Motto „Oldies in Concert“ am 17. März 2012 im Saal der Gaststätte „Haus Berens“. Zu Gast ist die Band „Die 4 vom Revier plus 1“.

„Die 4 vom Revier plus 1“
rocken das Schlossdorf

„Oldies in Concert“ am 17. März 2012 im „Haus Berens“

Neue Ideen sind das Markenzeichen des Heimatausschusses. Jetzt präsentiert er die Veranstaltungsreihe „Horneburger Musikboulevard“. Der Startschuss fällt unter dem Motto „Oldies in Concert“ am 17. März 2012 im Saal der Gaststätte „Haus Berens“. Zu Gast ist die Band „Die 4 vom Revier plus 1“. Der Eintritt beträgt fünf Euro. Karten sind ab 1. Februar 2012 auch im Vorverkauf erhältlich, und zwar bei Schützenbruder Siegfried Walther und im Veranstaltungsort.

Wie bereits der Band-Name aussagt, handelt es sich um 5 (im Anfang 4) Musiker aus dem „Ruhrgebiet“, das oftmals umgangssprachlich auch als „das Revier“ bezeichnet wird.

Gegründet wurde die Formation 1983 von den Brüdern Gerhard (Gitarre) und Heinrich Bohrenkämper (Bass), die ursprünglich aus Ostwestfalen stammen, jedoch seit Ende der 1960er Jahre im Ruhrgebiet leben und über Stationen in Herne, Bochum und Gelsenkirchen mittlerweile in Essen sesshaft geworden sind. 2003 formierte sich die Band neu. Dieter Wilms aus Dortmund stieg als weiterer Gitarrist ein und Jürgen Leber aus Volmarstein (früher Essen) als Schlagzeuger. Er war allerdings schon durch gemeinsame Aktivitäten mit der Skime-Band ,,Railroad-Union“ bekannt. Erweitert wurde die Band 2008 durch Klaus Eickmeier aus Gelsenkirchen, der bereits in früheren Jahren mehrfach als Gastmusiker mitwirkte und nun als fünftes Bandmitglied mit Mundharmonika und Saxophon den Sound bereichert und verfeinert.

Das aktuelle Repertoire umfasst Chicago-Blues, Rock-Klassiker und Rock 'n' Roll, Rhythm & Blues sowie Souliges. Es werden zumeist ,,Oldies“ präsentiert, wobei immer und überall gute Unterhaltung garantiert ist! Auch eigene Stücke sind dabei.

„Die 4 vom Revier plus 1“ sind: Gerhard Bohrenkämper (Gitarre U. Gesang), Essen; Heinrich Bohrenkämper (Bass und Gesang ), Essen; Klaus Eickmeier (Mundharmonika U. Saxophon), Gelsenkichen; Jürgen Leber (Schlagzeug und Gesang), Volmarstein; Dieter Wilms (Gitarre und Gesang), Dortmund.

Das Konzert werden die Mitstreiter des Heimatausschusses mit Präsentationen, Videos und Bildcollagen umrahmen, die in das Jahrzehnt des jeweiligen Musiktitels entführen. Vorsitzender Wolfgang Wellnitz hofft, dass die Idee Anklang findet und der Termin bereits jetzt in dem einen oder anderen Kalender rot markiert wird: „Bei entsprechendem Erfolg soll in den kommenden Jahren jeweils eine Fortsetzung stattfinden, immer mit einer anderen Musikfarbe. Angedacht sind Jazz, Blues oder Country.“

Besuch der DASA in Dortmund


Zwölf Mitglieder des Heimatausschusses besuchten während ihrer ersten Exkursion 2012 am Samstag, 14. Januar, die DASA-Arbeitswelt-Ausstellung in Dortmund. Während einer kompetenten und kurzweiligen Führung wurden der historische Wandel in der Arbeitswelt und die Entwicklung des Arbeitsschutzgedankens deutlich. Die Teilnehmer, die ein gemütlicher Abschluss später noch ins Restaurant Brinkhoff's No.1 am Dortmunder Markt führte, waren sicher: Man muss noch mal wiederkommen, um alle Aspekte des erlebnisreichen Bildungsortes im Dortmunder Westen würdigen zu können.              Fotos: Günter Scholz/Wilhelm Müschenborn

Exkursion bei wunderschönem Wetter


Die Teilnehmer des Ausfugs zur Villa Hügel formierten sich für ein Gruppenbild.              Foto: Siegfried Eggenstein

Spannende Einblicke in die                        Geschichte des Hauses Krupp

Heimatausschuss besichtigt Villa Hügel in Essen

Mitglieder des Heimatausschusses und ihre Frauen waren am Samstag, 15. Oktober 2011, bei einem Ausflug beeindruckt von der Villa Hügel im Essener Stadtteil Bredeney. Das imposante Gebäude, das die 30 Besucher aus Horneburg während eine Führung in zwei Gruppen erkundeten, wurde 1873 von Alfred Krupp errichtet und ist das ehemalige Wohn- und Repräsentationshaus der Industriellenfamilie Krupp.

Die Villa hat 269 Räume, 8.100 Quadratmeter Nutzfläche und liegt in einem 28 Hektar großen Park an prominenter Stelle über dem Ruhrtal und dem Baldeneysee (Quelle: Wikipedia). Verwaltet wird sie heute durch die Kulturstiftung Ruhr, die regelmäßig Veranstaltungen wie Konzerte oder Ausstellungen dort durchführt.

Von Juni bis Dezember 2011 wurde die Ausstellung „Krupp. Fotografien aus zwei Jahrhunderten“ gezeigt. Sie ging der Frage nach, wie Fotografie verwendet wurde und welchen Zwecken sie diente. Die Gäste aus Horneburg erfuhren Interessantes über die Geschichte der Fotografie und hatten anhand der präsentierten historischen Lichtbilder spannende Einblicke in die Geschichte des Hauses Krupp. Unter den ausgestellten Kostbarkeiten befanden sich die älteste Porträtaufnahme Alfred Krupps und ein acht Meter langes, weltweit einzigartiges Werkspanorama von 1864. Im 19. Jahrhundert hat sich die Firma Krupp früher und intensiver als andere Unternehmen dem Medium Fotografie gewidmet.

Den Ausflug nach Essen rundeten ein Spaziergang bei wunderschönem Wetter durch den Park der Villa Hügel sowie Kaffee und Kuchen in den Südtiroler Stuben am Baldeneysee ab. Der größte Teil der Gruppe nahm auch noch ein leckeres Abendessen in der Vereinsgaststätte „Haus Berens“ ein.

Konzert im Festsaal des Schlosses

Das fünfköpfige Ensemble "Carmina antiqua" aus Wuppertal musiziert beim öffentlichen Jubiläumsabend des Heimatausschusses des Bürgerschützenvereins Horneburg am Dienstag, 23. November 2010.

Alte Musik auf                                            historischen Instrumenten

Heimatausschuss feiert mit öffentlichem Jubiläumsabend             sein 25-jähriges Bestehen

Mit einem öffentlichen Jubiläumsabend in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Datteln begeht der Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins Horneburg am Dienstag, 23. November 2010, 19.30 Uhr, im Festsaal von Schloss Horneburg sein 25-jähriges Bestehen. Dabei lässt der Arbeitskreis sich nicht beschenken, sondern macht allen Interessierten ein Geschenk in Form eines Konzertes. Das fünfköpfige Ensemble „Carmina antiqua“ aus Wuppertal spielt auf historischen Instrumenten Musik des Mittelalters und der Renaissance.

In seine Moderation wird Heimatausschussmitglied Wilhelm Schulte einen Rückblick auf die vergangenen 25 Jahre des Heimatausschusses und die geleistete Arbeit einfließen lassen. 1985 wurde der Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins Horneburg gegründet, damals noch unter dem Namen „Arbeitskreis Heimatforschung“. Die Gründungsmitglieder nahmen sich vor, die geschichtlichen Materialien aufzuarbeiten, die im Zuge der Vorbereitungen der 600-Jahr-Feier von Schloss Horneburg, die 1984 stattfand, aufzuarbeiten. Zu den Früchten der Arbeit gehören seitdem die umfangreichen Festschriften zum alle drei Jahre stattfinden Schützenfest.

1992 wurde das Dorfarchiv eingerichtet, um das umfangreiche Quellenmaterial an zentraler Stelle allen Interessierten zur Verfügung zu stellen. Seit 2003 hat das Archiv sein Domizil in einem Kellerraum des Pfarrhauses. 2005 eröffnete der Heimatausschuss im Dorfkern den „Historischen Pfad“. Zeitzeugen-Stammtische, historische Fotowettbewerbe, mit deren Hilfe alte Lichtbilder den Eingang ins Dorfarchiv fanden, die Herausgabe zweier Bildkalender, Videoarbeit, Fotoausstellungen und Exkursionen gehören zu den weiteren Aktivitäten des Heimatausschusses.

Auf gute Resonanz stoßen immer wieder die Vortragsabende des Heimatausschusses in Zusammenarbeit mit der VHS Datteln, die einem interessierten Publikum Wissenswertes und Interessantes aus der Horneburger Geschichte nahebringen. Mit der Festveranstaltung im Schloss Horneburg soll das 25-jährige Bestehen offiziell gefeiert werden. Als erneuter Mitveranstalter hat die VHS das Ensemble Carmina antiqua engagiert, das mittelalterliche Klänge zu Gehör bringen wird. Der Eintritt ist frei.

Zwei interessante Führungen


Der Heimatausschuss besuchte die Ausstellung „Aufruhr 1225! – Ritter, Burgen und Intrigen“ im LWL-Museum für Archäologie in Herne (Foto oben) und begab sich während einer Stadtführung in Recklinghausen (Foto unten) auf die Suche nach Horneburger Spuren in der Kreisstadt.

Von blutigen Intrigen und
grausigen Handwerken

Herbstexkursion des Heimatausschusses                                    führte nach Herne und Recklinghausen

Auf dem Parkplatz, auf dem einmal der erste Abschnitt des Bauprojekts Recklinghäuser Arcaden entstehen soll, hat im 18. Jahrhundert das Haus des Scharfrichters gestanden, der auch auf der Horneburg seinem grausigen Handwerk nachging. Mit solchen Informationen über Bezüge zum Schlossdorf garnierte Arno Straßmann, Vorstandsmitglied des Vereins für Orts- und Heimatkunde Recklinghausen, während einer Stadtführung der etwas anderen Art seine Erläuterungen für 19 Mitglieder des Heimatausschusses.

Der Besuch in der Kreisstadt war der nachmittägliche Programmpunkt der diesjährigen Herbstexkursion am Samstag, 2. Oktober 2010. Morgens war die Erlebnisausstellung „Aufruhr 1225! – Ritter, Burgen und Intrigen“ Ziel der geschichtsinteressierten Horneburger. Noch bis zum 28. November 2010 präsentiert das LWL-Museum für Archäologie in Herne die größte Mittelalterausstellung, die es jemals im Ruhrgebiet gegeben hat. Auf den Spuren eines historischen Kriminalfalles entrollt sich in spannenden Inszenierungen die Geschichte des Ruhrgebietes im Mittelalter. Am Leben und Sterben des Erzbischofs Engelbert von Köln und seines Kontrahenten Friedrich von Isenberg erzählt die Ausstellung von Mord und Fehde, Macht und Niederlagen, Raubrittern und Edelmännern.

Besonders spannend für die Gäste aus dem Schlossdorf waren während der Führung auch hier Horneburger Bezüge. So wurde für die Ausstellung, die im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010! organisiert wurde, eine Turmhügelburg, eine so genannte „Motte“, in Originalgröße rekonstruiert. Das 25 Meter hohe, begehbare Bauwerk ist original eingerichtet und erweckt den mittelalterlichen Alltag auf einer Burg wieder zum Leben. Für die Gäste wurde durch den Besuch die historische Lutenburg augenscheinlich und greifbar, die um die erste Jahrtausendwende wenige hundert Meter südlich des heutigen Horneburgs „in der Koppel“ gestanden hat. Der heute in diesem Wäldchen noch zu erkennende Grundriss stellt das größte Bodendenkmal seiner Art in Westfalen-Lippe dar.

Die Herner Ausstellung zeigt auch die „Große Vogteirolle“ des Grafen Friedrich von Isenberg, mit welcher dieser 1220 wegen des Konflikts mit dem Kölner Erzbischof seinen gesamten Besitz und die zu seiner Grundherrschaft gehörenden Höfe dokumentierte. Ein Ort, der erwähnt wird, ist auch Horneburg. Der bekannte Dattelner Heimatforscher Hermann Grochtmann geht davon aus, dass es sich bei diesem in dieser Quelle erwähnten Horneburg um unser westfälisches Horneburg handelt.

Rainer Sträterhoff (l. und oben r.) und Herbert Preuße (unten r.) verwandelten sich beim Besuch der Herner Ausstellung in einen Ritter bzw. in einen mittelalterlichen Patrizier.

Besuch in der „alten Heimat“ Waltrop



Der Heimatausschuss besuchte das Heimatmuseum Waltrop, Sitz des Heimatvereins Waltrop. Die Mitglieder wurden begrüßt von dessen Vorsitzenden Norbert Frey. Fotos: Siegfried Eggenstein

Erinnerungen an die
Zeiten der „Amtsherrlichkeit“

16 Mitglieder brachen zur Frühjahrsexkursion auf

Im Rahmen des Jubiläumsprogramms „25 Jahre Heimatausschuss“ stand am Freitag, 28. Mai 2010, ein Besuch in der „alten Heimat“ Waltrop an. Im dortigen Heimatmuseum, an der Riphausstraße direkt neben dem Freibad gelegen, wurden die 16 Teilnehmer der Frühjahrsexkursion vom Heimatvereinsvorsitzenden Norbert Frey begrüßt. Er stellte das Heimatmuseum und das daneben liegende Heimathaus vor.

Im Waltroper Heimatmuseum, dem Sitz des Heimatvereins, ist die Waltroper Geschichte, in der auch Horneburg Spuren hinterließ, wie an keinem zweiten Ort dokumentiert. Das Amt Waltrop wurde seit 1841 gemeinsam mit dem Amt Datteln verwaltet und ab 1857 in selbständiger Verwaltung mit den Gemeinden Waltrop, Henrichenburg und Horneburg geführt. Die Ausstellungsräume des Museums stehen randvoll mit Relikten aus alter Zeit.

Eine gute Gelegenheit für alle Interessierten, sich selbst einen Eindruck zu verschaffen besteht am Samstag, 12. Juni 2010. Dann feiert der Heimatverein Waltrop von 11 bis 18 Uhr mit einem Familienfest und einem Tag der offenen Tür sein 75-jähriges Bestehen.

Seit 25 Jahren aktiv

Nach dem Jubiläumsessen formierten sich die Mitglieder des Heimatausschusses zum Gruppenfoto. Foto: Heinz Klauke

Bei deftigem Jubiläumsessen
Erinnerungen ausgetauscht

Heimatausschuss traf sich zu geselliger Runde im Vereinslokal

„Schinken mit Speck, friss weg vom nächsten Schwein“, lautet eine populäre Textzeile des Horneburger Lieds von Franz-Josef Elfert. Auch deshalb war gebackener Schinken der Hauptgang des privaten Jubiläumsessens, mit dem am Freitag, 12. März 2010, 21 der 30 Mitglieder des Heimatausschusses des Bürgerschützenvereins Horneburg in der Gaststätte „Haus Berens“ das 25-jährige Bestehens des Gremiums begingen, das am 1985 als „Arbeitskreis Heimatforschung“ aus der Taufe gehoben wurde.

Vorsitzender Wolfgang Wellnitz ließ mit Hilfe einer Powerpoint-Präsentation, die Dieter Brune zusammengestellt hatte, die Geschichte der Interessensgemeinschaft Revue passieren. Die Vielzahl heimatkundlicher Dokumente, die für die Ausstellung zum Schlossjubiläum 1984 zusammengetragen wurden, waren der Anlass zur Gründung des Arbeitskreises Heimatforschung. 1992 wurde das Dorfarchiv eingerichtet, um das umfangreiche Quellenmaterial an zentraler Stelle allen Interessierten zur Verfügung zu stellen. Seit 2003 hat das Archiv sein Domizil in einem Kellerraum des Pfarrhauses.

Zeitzeugen-Stammtische, historische Fotowettbewerbe, mit deren Hilfe alte Lichtbilder den Eingang ins Dorfarchiv fanden, die Herausgabe zweier Bildkalender, Videoarbeit, Fotoausstellungen und Exkursionen gehören zu den Aktivitäten des Heimatausschusses. Im Jahr 2005 wurde der „Historische Pfad“ eingerichtet. Neun Hinweistafeln informieren über historisch interessante Orte. Führungen entlang dieser Strecke sind nach wie vor stark nachgefragt.

Auf gute Resonanz stoßen immer wieder die Vortragsabende des Heimatausschusses in Zusammenarbeit mit der VHS Datteln, die einem interessierten Publikum Wissenswertes und Interessantes aus der Horneburger Geschichte nahebringen. Geschichtliche Kurzvorträge stehen auch im Mittelpunkt der Festveranstaltung im Schloss Horneburg, mit der das 25-jährige Bestehen am Dienstag, 23. November 2010, auch offiziell gefeiert werden soll. Als erneuter Mitveranstalter hat die VHS das Ensemble Carmina antiqua engagiert, die mittelalterliche Klänge zu Gehör bringen wird.

Schöner und informativer Tag

Mitglieder des Heimatausschusses sahen sich im Sauerlandmuseum und in der Arnsberger Altstadt um. Fotos: Brune/Scholz

Gleicher Landesherr – viele Parallelen

Exkursion des Heimatausschusses nach Arnsberg

Einen schönen und vor allem informativen Tag verlebten 15 Mitglieder des Heimatausschuss am Samstag, 30. Januar 2010, in der Arnsberg Altstadt. Anlass der Exkursion war ein Besuch der Ausstellung „Kurfürst - Adel - Bürger, das kurkölnische Herzogtum Westfalen (1180-1803)“ im Sauerlandmuseum. Das Herzogtum Westfalen war jahrhundertelang ein Teil des Kölner Kurstaates, auch das Vest Recklinghausen gehörte bist zur Säkularisation zu Kurköln. So bot die anderhalbstündige Führung durch Museumsmitarbeiterin Dr. Ulrike Schowe viele interessante Informationen und Parallelen.

So bei der Brauchtumspflege. Gleich am Eingang fanden sich prächtige Königsketten. Eine zierte ein Vogel und damit ein Accessoire, das bis in die 1960er Jahre auch an der Horneburger Kette zu finden war und heute verschollen ist. Ansonsten brachten kostbare Handschriften, alte Landkarten und Exponate aus Kirche, Adel und Bürgertum den Gästen aus Horneburg die 800-jährige kurkölnische Geschichte des Herzogtums Westfalen nahe.

Bekanntlich plant der Heimatausschuss, ein Modell der historischen Freiheit Horneburg zu erstellen. So interessierte besonders ein neues Exponat im Sauerlandmuseum. Seit Ende Januar wartet auf die Besucher ein wirklich beeindruckendes Modell der Arnsberger Klosteranlage Wedinghausen im Zustand kurz vor der Säkularisation (Maßstab 1:250). Leider kein eigentliches Vorbild für den Horneburger Heimatausschuss, denn in das von einer Fachwerkstatt gefertigte Modell wurden sage und schreibe 36.000 Euro investiert.

Nach dem Museumsbesuch nahmen sich die Teilnehmer Zeit für die Kuchen-Spezialitäten des benachbarten Altstadtcafés Krengel und die Spezialitäten der Speise- und Gertränkekarte des Ratskellers. Auch bei der Rückkehr in Vereinslokal „Haus Berens“ schmeckte noch das eine oder andere Pils.

Im Jahr des 25-jährigen Bestehens hat der Heimatausschuss noch viel vor. Näheres unter dem folgenden Link:

Jahresprogramm 2010 Heimatausschuss

25 Jahre Heimatausschuss

Umfangreiches Programm 2010 geplant

!985 wurde der Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins Horneburg gegründet, damals noch unter dem Namen „Arbeitskreis Heimatforschung“. Die Gründungsmitglieder nahmen sich vor, die geschichtlichen Materialien aufzuarbeiten, die im Zuge der Vorbereitungen der 600-Jahr-Feier von Schloss Horneburg, die 1984 stattfand, aufzuarbeiten. Zu den Früchten der Arbeit gehören seitdem die umfangreichen Festschriften zum alle drei Jahre stattfinden Schützenfest. Das 25-jährige Bestehen des Heimatausschusses im Jahr 2010 soll mit einem besonders umfangreichen Jahresprogramm begangen werden. Mehr unter dem nachfolgenden Link!

Jahresprogramm 2010 Heimatausschuss

Geschichtsinteressierte Gäste

In Rahmen der Exkursionsreihe „Wasserschlösser und Adelssitze im Kreis und Vest Recklinghausen“ führte eine Halbtagesfahrt den Verein für Orts- und Heimatkunde Recklinghausen am Samstag, 17. Oktober 2009, nach Horneburg. Für den Heimatausschuss begrüßten Wilhelm Müschenborn, Dieter Brune, Werner Recktenwald und Herbert Bergfort die 20 Geschichtsinteressierten aus der Kreisstadt. Während eine Rundgangs und bei einem Referat in der Gaststätte „Haus Berens“ stellte Arno Strassmann, durch seine Geschichtsvorträge im Schloss auch in Horneburg wohlbekanntes Vorstandsmitglied des Recklinghäuser Heimatvereins, die Schloss- und Burganlagen in und um Horneburg vor. Darunter auch zum Beispiel die so genannte „Fliehburg“ im Busch und die „Motte“ in der Koppel (Becklemer Busch). Im Vereinslokal vertiefte er das Thema durch archäologische Befunde und architektonische Einzelheiten. Foto: Dieter Brune

Traditionelle Herbstexkursion

Auf dem „Hockenden Weib“, einer sagenumwobenen Felsformation in Ibbenbüren, formierten sich die Exkursionsteilnehmer zum Gruppenbild. Fotos (2): Anna Müschenborn

Auf den Spuren der Germanen

Kalkriese Ziel aus Anlass des Jubiläums der Varusschlacht

Aus Anlass des Jubiläums der Varusschlacht führte die traditionelle Herbstexkursion des Heimatausschusses am Samstag, 26. September 2009, nach Kalkriese im Osnabrücker Land sowie anschließend ins Tecklenburger Land.

„Quintili Vare, legiones redde - Quintilius Varus, gib die Legionen zurück!“, soll Kaiser Augustus ausgerufen haben, als er die Nachricht von der Niederlage seines Statthalters Varus gegen den Germanen Arminius erhielt. Runde 2.000 Jahre sind seit dieser Schlacht im Jahr 9 n. Chr. vergangen. Zahlreiche Indizien weisen darauf hin, dass der Schauplatz dieses historischen Ereignisses Bramsche-Kalkriese im Osnabrücker Land war. Das thematisieren Museum und Park vor Ort. Im Jubiläumsjahr (und darüber hinaus bis zum 10. Januar 2010) bietet außerdem die Sonderausstellung KONFLIKT anhand außergewöhnlicher archäologischer Funde Einblick in die germanische Welt der ersten vier Jahrhunderte nach Christus.

Anschließend machten die Heimatausschussmitglieder Station an der sagenumwobenen Felsformation „Hockendes Weib“. Sie ist Teil des Naturdenkmals „Dörenther Klippen“, ein beliebtes Ausflugsziel in Ibbenbüren. Leckeren Kuchen und auch das erste Bier des Tages gab es anschließend in der malerischen historischen Altstadt Tecklenburgs, die von schmucken Fachwerkhäuschen und engen Gassen geprägt wird. Nach der Rückkehr ins Dorf wartete im Vereinslokal „Haus Berens“ bei einem gemütlichen Abschluss dann das zweite Bier...

Auch die Burgruine in Tecklenburg besichtigten die Exkursionsteilnehmer. Durchs Torhaus gelangten sie in den Burghof, wo heute eine Freilichtbühne in der Sommersaison zu Vorstellungen einlädt.

Neue Publikation vorgestellt

 

Zusammen mit dem Königspaar Hermann-Josef I. (Bergfort) und Petra I. (Bergfort) präsentierte der Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins Horneburg den neuen Flyer zum Historischen Pfad.

Blick in die Geschichte                                 lädt zum Staunen ein

Heimatausschuss gibt Flyer zum Historischen Pfad heraus

Horneburg ist ein geschichtsträchtiges Dorf. Das Schloss und die Fachwerkhäuser im Verlaufe der Ortsdurchfahrt geben davon ein beredtes Zeugnis. Doch viele der historischen Wurzeln lassen sich heute im Ortsbild nicht mehr ablesen. Deshalb hat der Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins 2005 einen „Historischen Pfad“ in Horneburg angelegt. Insgesamt neun Tafeln informieren historisch Interessierte im Ortskern der ehemaligen mittelalterlichen Freiheit Horneburg auf einem Rundkurs rund ums Schloss. Jetzt hat das Gremium einen Flyer in einer Auflage von 1000 Exemplaren herausgegeben, der Zusatzinformationen bietet.

„Der Historische Pfad in Horneburg ist offensichtlich ein attraktives Ziel für viele Besuchergruppen“, erläuterte Wolfgang Wellnitz, Vorsitzender des Heimatausschusses, bei der Vorstellung der Publikation am Dienstag, 23. Juni 2009. „Bei mittlerweile zahlreichen Führungen haben wir festgestellt, dass der Bedarf der Gäste nach weiteren Informationen groß ist. So entstand die Idee, eine ergänzende Publikation herauszugeben.“ Der Flyer führt mit Hilfe eines Ortsplans zu den neun Stationen und damit zu den markantesten Stätten der fast 700-jährigen Ortsgeschichte. Das ist aber nicht alles. Wellnitz: „Das Faltblatt hilft mit kleinen Artikeln, die Hinweise auf den einzelnen Stationstafeln zu erweitern und zu vertiefen.“ Ausgang und Endpunkt des Rundweges ist die Gaststätte „Haus Berens“.

Pfad und Flyer bieten Wissenswertes, das den Besucher zum Staunen einlädt. So wird unter dem Titel „Die ,versunkene’ Hauptburg“ erläutert, dass das heute erhaltene Schlossgebäude eigentlich nur einen Flügel der alten Vorburg darstellt. Die Hauptburg wurde nach Zerstörung im 30-jährigen Krieg nicht wieder aufgebaut. Die Freiheit Horneburg war um 1800 noch an beiden Ortseingängen durch verschließbare Tore gesichert, und zwar durch das „Recklinghäuser Tor“ im Westen und das „Lüner Tor“ im Osten. Auch diese Punkte werden erläutert. Im Rahmen der Informationen über die alte Kirche bzw. Schlosskapelle erfährt der Gast, dass der Geistliche Heinrich Barkhoff 1610 nicht nur die Unabhängigkeit von der Dattelner Mutterkirche St. Amandus anstrebte, sondern auch die erste reguläre Schule gründete. So hätte die Horneburger Grundschule im kommenden Jahr auf eine 400-jährige Geschichte zurückblicken könne, wenn die Stadt Datteln sie in diesem Jahr nicht schließen würde. Alles in allem finden sich die folgenden neun Stationen am Wegesrand des etwa einen Kilometer langen Historischen Pfades: Tafel 1: Tuens Huesken - Tafel 2: Schloss Horneburg - Tafel 3: Die Alte Kirche - Tafel 4: Die „versunkene“ Hauptburg - Tafel 5: Die „Alte Freiheit“ - Tafel 6: Ort/ „Fontein“ - Tafel 7: Horneburger Freiheitshäuser -Tafel 8: Recklinghäuser Tor - Tafel 9: Lüner oder Dortmunder Tor.

„Mit dem Flyer ist jetzt jeder Wanderer, Radtourist oder anderer Besucher in der Lage, sich den Historischen Pfad ohne Begleitung zu erschließen“, betont Wolfgang Wellnitz. „Bei rechtzeitiger Anmeldung stehen Mitglieder des Heimatausschusses aber nach wie vor für Gruppenführungen bereit.“ Wenn ein geselliger Abschluss in der Gaststätte „Haus Berens“ eingeplant werde, könne auch noch eine vom Heimatausschuss erarbeitete Powerpoint-Präsentation gezeigt werden, die ebenfalls einen Einstieg in die Geschichte des Schlossdorfes biete. Die Flyer liegen jeweils in der Gaststätte „Haus Berens“ sowie in den örtlichen Bankfilialen aus.

Kontakt und weitere Informationen: Wolfgang Wellnitz, E-Mail w.wellnitz(at)web.de.
Buchung von Führungen: Werner Recktenwald, Telefon: 02363/63273

Der Flyer steht hier als Download zur Verfügung:

Download

Termine Heimatausschuss 2009

Liebe Schützenbrüder,

für Eure Terminplanung in diesem Jahr teile ich Euch die bisher vereinbarten Veranstaltungen und Exkursionen des Heimatausschusses mit:

Samstag, 21. März 2009, Abfahrt in Horneburg 14.30 Uhr
Besichtigung der EON-Kraftwerksbaustelle in Datteln mit Führung durch das EON-Informationscenter

Samstag, 25. April 2009, Abfahrt in Horneburg 8.30 Uhr
Frühjahrsexkursion: Spechte in der Haard mit Gerhard Clarenbach

Samstag, 13. Juni 2009, Abfahrt in Horneburg 15.00 Uhr
Grillnachmittag an der Datscha von Schloss Nordkirchen

Samstag, 26. September 2009, Abfahrt in Horneburg 8.00 Uhr
Herbstexkursion im Jahre des 2000-jährigen Jubiläums der Varus-Schlacht nach Kalkriese

Im November findet dann noch die reguläre Jahresversammlung des Heimatausschusses statt.
Zu allen Veranstaltungen ergeht an Euch jeweils rechtzeitig eine gesonderte Einladung mit der Bitte um entsprechende Anmeldung.

Ich hoffe, Ihr findet die Zeit, an möglichst vielen Terminen des Heimatausschusses teilzunehmen.

Mit Schützengruß

Wolfgang Wellnitz

220 sahen Ausstellung



Rund 220 interessierte Bürgerinnen und Bürger besuchten am Wochenende 7.-9. November 2008 die Fotoausstellung „175 Jahre Königskette - 103 Jahre Fotos“ im Vereinslokal Haus Berens. Die Präsentation, die von den Mitgliedern des Heimatausschusses um Wolfgang Wellnitz aus Anlass des Jubiläumsjahres konzipiert und realisiert worden war, eröffneten am Freitag, 7. November 2008, (von links) Vorsitzender Lutz Breuckmann, General Reinhard Wegmann, Königin Petra I. (Bergfort), König Hermann-Josef I. (Bergfort), Vizelandrätin Bärbel Koruhn und Bürgermeister Wolfgang Werner. Foto: Wilhelm Müschenborn    

g Dieses Plakat lädt zur Fotoausstellun im Vereinslokal Haus Berens ein. 

Blick 103 Jahre zurück

Heimatausschuss präsentiert Fotoausstellung zum Schützen-Jubiläumsjahr

175 Jahre Königskette – im Zeichen dieses Jubiläums standen in diesem Jahr bereits ein Vortragsabend und das traditionelle Schützenfest des Bürgerschützenvereins Horneburg. Jetzt setzt der Heimatausschuss mit einer dreitägigen Fotoausstellung das i-Tüpfelchen aufs Jubiläumsjahr der Grünröcke im Schlossdorf. „175 Jahre Königskette – 103 Jahre Fotos“ ist die Präsentation überschrieben, die am Freitag, 7. November 2008, um 17 Uhr im Vereinslokal „Haus Berens“ eröffnet wird.

Das Motto wurde aus gutem Grund gewählt. Denn das älteste erhaltene Lichtbild vom Schützenleben in Horneburg ist das Krönungsbild des Schützenfestes 1905. Damals bestiegen Karl I. (Müschenborn) und Henrike I. (Benke) den Thron. Seit 1985 sammelt der Heimatausschuss gezielt Fotos und andere Dokumente, die das Schützen- und das Dorfleben vergangener Tage widerspiegeln. Aus diesem Schatz wird die aktuelle Ausstellung gespeist.

Es werden aber nicht nur historische Fotos im eigentlichen Sinne zu sehen sein, sondern beispielsweise auch Schnappschüsse vom jüngsten Schützenfest, das gerade mal drei Monate zurückliegt. „Wir laden auch dazu ein, eigene Erinnerungen aufzufrischen. Wobei es natürlich viel spannender ist, bis an den Beginn des vergangenen Jahrhunderts zurückzublicken“, so Wolfgang Wellnitz, Vorsitzender des Heimatausschusses.

Er und Schützenvereinsvorsitzender Lutz Breuckmann laden alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, alle Vereinsmitglieder und Angehörige befreundeter Vereine ein, sich im wahrsten Sine des Wortes ein Bild vom Vereinsleben des Horneburger Schützenvereins in den vergangenen Jahrzehnten zu machen Die Ausstellung im „Haus Berens“ ist geöffnet am Freitag, 7. November, 18 bis 21 Uhr, am Samstag, 8. November 2008, 11 bis 13 und 15 bis 21 Uhr sowie am Sonntag, 9. November, 11 bis 13 und 15 bis 19 Uhr. Anwesende Mitglieder des Heimatausschusses bieten auf Anfragen auch Führungen an, insbesondere am Samstagnachmittag. Kontakt: Wolfgang Wellnitz, Telefon 02363/66350.

Heimatausschuss hat 2008                         einen vollen Teminkalender

Zwei Exkursionen - Grillen - Fotoausstellung

Wolfgang Wellnitz, Vorsitzender des Heimatausschusses, hat das Programm für das Jahr 2008 vorgelegt.

Am Samstag, dem 24. Mai 2008, findet eine vogelkundliche Frühjahrsexkursion in den Horneburger Busch statt. Die Mitglieder des Heimatausschusses treffen sich um 7 Uhr (!) am Maibaum. Arno Straßmann berichtet über weitere Erkundungen rund um die Horneburg, und Werner Recktenwald wird die Teilnehmer in das Reich der Vogelstimmen im Busch führen. Anschließend solle gemeinsam im Katholischen Pfarrheim gefrühstückt werden (gegen Umlage). Anmeldungen Werner Recktenwald (Telefon 63273 oder E-Mail werner_recktenwald@web.de).

Wegen der umfangreichen Arbeitsaufträge für viele Mitglieder des Heimatausschusses in den nächsten Wochen und Monaten findet in diesem Jahr keine Frühjahrssitzung statt. Der Termin der Herbstsitzung wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Es ist aber geplant dieses Jahr aber wieder in Nordkirchen zu grillen, und zwar am Freitag, dem 5. September 2008 (Abfahrt 16.30 Uhr an der neuen Kirche). Ein Anmeldetermin wird rechtzeitig genannt.

Die Fotoausstellung zum Jubiläum des BSV Horneburg führt der Heimatausschuss von Freitag, den 7. November 2008 (Eröffnung 17.00 Uhr) bis Sonntag, den 9. November 2008 in der Gaststätte „Haus Berens“ durch. Auch hier sind wir auf Eure Mithilfe bei Aufbau und Aufsicht angewiesen.

Die diesjährige Herbstexkursion ist am Samstag, 15. November 2008 (Abfahrt 9 Uhr an der neuen Kirche). Entgegen bisheriger Planungen führt sie ins Herz der industriellen Produktion, d. h. zu historischen Stätten des Ruhrgebietes. Auch hier wird ein Anmeldetermin rechtzeitig bekannt gegeben. 

 Voller Saal beim Auftakt derJubiläumssaison

Der Vortragsabend „Bürgerschützenverein Horneburg – 175 Jahre und mehr?“ über die Geschichte der Grünröcke im Schlossdorf, den der Heimatausschuss des Vereins in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Datteln veranstaltete, fand ein großes Interkesse. Der Saal war gut gefüllt. Foto: Thomas Frölich

Neues aus der Geschichte des
Schützenvereins fand großes Interesse

VHS-Vortragsabend zum Jubiläum der Königskette ein voller Erfolg

Vor 175 Jahren, im Jahr 1833, wurde die erste Plakette an der Königskette des Bürgerschützenvereins Horneburg angebracht. Im Zeichen dieses Jubiläums steht das Schützenfestjahr im Schlossdorf. Den Auftakt verschiedener Veranstaltungen aus diesem Anlass rund um das Schützenfest, das vom 2. bis 4. August 2008 in der Alten Freiheit gefeiert wird, bildete am Donnerstag, 17. April 2008, in der Gaststätte „Haus Berens“ der Vortragsabend „Bürgerschützenverein Horneburg – 175 Jahre und mehr?“ über die Geschichte der Grünröcke im Schlossdorf, den der Heimatausschuss des Vereins in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Datteln veranstaltete. Die Veranstaltung fand ein großes Interesse, der Saal war gut gefüllt.

Die ältesten Protokollbücher des Bürgerschützenvereins Horneburg, die noch erhalten sind, starten im Jahr 1926. So stellt die Königskette die wichtigste Quelle über die ältere Vereinsgeschichte dar. Darüber hinaus existiert neben einigen Zeitungsanzeigen nur ein Gruppenbild, das aus Anlass der Krönung beim Schützenfest 1905 entstand. Es zeigt nicht nur das neue Königspaar, sondern auch Vorstand und Offiziere und damit 36 der wichtigsten Akteure Anfang des vergangenen Jahrhunderts.

„Es ist ein Glücksfall, dass eine Bildlegende in unserem Dorfarchiv vorhanden ist, in der die Namen aller damals fotografierten Vereinsfunktionäre aufgelistet sind“, erläuterte Wilhelm Müschenborn. An diesem Punkt hätten aktuelle Recherchen über die Vereinsgeschichte im 19. Jahrhundert angesetzt, berichtete er und präsentierte die neuen Erkenntnisse während des VHS-Vortragabends erstmals.

Für die Mitglieder des Heimatausschusses ist aber klar, dass die Schützentradition Horneburgs älter als die Königskette ist. Dafür gibt es in den fast sieben Jahrhunderten der dokumentierten Horneburger Geschichte seit der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 1332 viele Hinweise. Über diese Wurzeln berichtete Wolfgang Wellnitz. Das Thema von Wilhelm Schulte, der als dritter Referent in Erscheinung trat, lautete „Der Schützenverein im 20. Jahrhundert“. In seinen Betrachtungen befasste er sich auch mit der Nazizeit.

Das Jubiläum der Königskette ist Anlass für eine weitere Veranstaltung des Heimatausschusses im Schützenfestjahr. Es handelt sich um eine Fotoausstellung, die von Freitag, 7. November 2008 (Eröffnung 17 Uhr), bis Sonntag, 9. November 2008, in der Gaststätte „Haus Berens“ stattfindet.

VHS-Vortragsabend bildet                      Auftakt des Jubiläumsjahres:

Interessantes aus der Geschichte

Heinrich von Brederode, Vorkämpfer für die Befreiung der Niederländer von der spanischen Herrschaft, verstarb am 15. Februar 1568 in Horneburg.

Ein Nationalheld                                             stirbt im Schlossdorf

Zweiter Vortragsabend „675 Jahre Horneburg“ am 16. Oktober 2007

Heinrich von Brederode war Vorkämpfer für die Befreiung der Niederländer von der spanischen Herrschaft. Was verschlug den Nationalhelden des Nachbarlandes nach Horneburg, wo er am 15. Februar 1568 verstarb? Antworten auf diese Frage gibt Wilhelm Müschenborn während des zweiten Vortragsabends „675 Jahre Horneburg“ des Heimatausschusses des Bürgerschützenvereins Horneburg, der in Kooperation mit der Volkshochschule Datteln am Dienstag, 16. Oktober 2007, ab 19.30 Uhr im Schloss Horneburg stattfindet.

Zwei weitere Referenten beleuchten interessante Themen aus der Geschichte des Schlossdorfes. Zu Beginn wird der Recklinghäuser Stadtarchivar Dr. Matthias Kordes über die Geschichte des Vestes Recklinghausen und die wichtige Rolle Horneburgs darin berichten. Arno Strassmann, Vorstandsmitglied des Vereins für Orts- und Heimatkunde Recklinghausen und bestens bekannt aus der Auftaktveranstaltung im März, wird archäologische Entdeckungen rund um Horneburg vorstellen und dabei an seinen ersten Vortrag anknüpfen. Durch die Veranstaltung führt Wilhelm Schulte, das Schlusswort spricht Wolfgang Wellnitz.

Hintergrund der diesjährigen Vortragsabende ist die erste urkundliche Erwähnung Horneburgs vor 675 Jahren. Mit einer auf den 8. Januar 1332 datierten Urkunde taucht das Schlossdorf aus dem Dunkel der Geschichte auftaucht. Bei dem Dokument, das im Vestischen Archiv aufbewahrt wird und als Reproduktion im Dorfarchiv Horneburg vorhanden ist, handelt es sich um einen Vertrag über die Übereignung eines Hofes am Stimberg auf das Stift Flaesheim. Als Zeuge tritt unter anderem „Engilbertus, Pastor von der Hornenburg“ auf.

An die bei der Vorbereitung der Vortragsabende gewonnenen Erkenntnisse knüpfen die weiteren Planungen des Heimatausschusses an. Am Samstag, 20. Oktober 2007, führt die diesjährige Herbstexkursion nach Alpen am Niederrhein, wo die Grabstätte Heinrich von Brederode und seiner Frau Amalie von Neuenahr liegt. Dr. Joachim Daebel, Historiker und Biograf von Amalie von Neuenahr, wird die Führung in Alpen übernehmen. Nachmittags wird das Treidelschifferdorf Krudenburg besucht, das an der Lippe bei Hünxe liegt. Vertreter des dortigen Heimatvereins werden den Horneburger Heimatforschern die Schönheiten des Ortes näher bringen.

Auch für das kommende Jahr laufen bereits Vorbereitungen. Im Frühjahr 2008 ist die Wiedergründung des Bürgerschützenvereins vor 175 Jahren Anlass für einen Vortragsabend über das Schützenwesen in Horneburg. Im Herbst 2008 bildet das Schützenjubiläum den Hintergrund für eine Fotoausstellung des Heimatausschusses.

Historischer Pfad wieder begehbar

Der Historische Pfad ist wieder begehbar. Der Arbeitskreis Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins hat neue, jetzt wetterbeständige Tafeln in Auftrag gegeben. Die alten hatten schon nach kurzer Zeit Wasserschäden aufgewiesen und waren nicht mehr lesbar. Jetzt konnten sie ersetzt werden. Das Foto zeigt Hans Kuchinke (l.) und Günter Scholz beim Anbringen der Tafel am Schloss. Insgesamt neun Stationen informieren über die Geschichte des Dorfes. So hat der Heimatausschuss ab sofort auch wieder die Möglichkeit, Führungen anzubieten und Gästen einen Blick in die Lokalhistorie zu ermöglichen. Foto: Heimatausschuss

Heimatausschuss auf Schloss Nordkirchen

Seinen alljährlichen Grillnachmittag verlegte der Heimatausschuss in diesem Jahr auf das Gelände von Schloss Nordkirchen. Vor dem gemütlichen Beisammensein (unten) führte Mitglied Wilhelm Schulte, Verwaltungsleiter der dort untergebrachten NRW-Finanzfachhochschule, die 18 Teilnehmer am Samstag, 13. Juli 2007, durch den Park und die historischen Gebäude. Die Besichtigung begann im eindrucksvollen Saal der so genannten Oranienburg (oben). Fotos: Günter Scholz

Interessante Lokalbezüge zu einem
niederländischen Nationalhelden

Heimatausschuss hat im 2. Halbjahr 2007 und 2008 volles Programm

Bereits zweimal hat der Bürgerschützenverein des Schlossdorfs daran erinnert, dass Horneburg 2007 vor 675 Jahren mit einer urkundlichen Erwähnung aus dem Dunkel der Geschichte trat. Ein erster geschichtlicher Vortragsabend im März des Jahres fand großen Anklang, beim Rosenfest Ende Juni entführte eine bunte Modenschau in vergangene Jahrhunderte. Der Heimatausschuss des Vereins nutzt zurzeit die Sommermonate dazu, um eine dritte Veranstaltung zum Thema „675 Jahre Horneburg“ vorzubereiten. Drei Referenten beleuchten am Dienstag, 16. Oktober 2007, ab 19.30 Uhr während eines weiteren Vortragsabends im Schloss Horneburg interessante Themen aus der Geschichte.

Zweiter Vortragsabend „675 Jahre Horneburg“ 

Zu Beginn wird der Recklinghäuser Stadtarchivar Dr. Matthias Kordes über die historische Bedeutung Horneburgs im Vest Recklinghausen berichten. Arno Strassmann, Vorstandsmitglied des Vereins für Orts- und Heimatkunde Recklinghausen und bestens bekannt aus der Auftaktveranstaltung, wird architektonische Besonderheiten des Schlosses darstellen und dabei an seinen ersten Vortrag anknüpfen. Den Abend wird Heimatausschussmitglied Wilhelm Müschenborn mit interessanten Lokalbezügen zu einem Mitbegründer der Niederlande beschließen. Der Adelige Hendrik van Brederode, Vorkämpfer für die Befreiung der Niederländer von der spanischen Herrschaft, musste nach Deutschland flüchten, hat ein Jahr auf Schloss Horneburg gelebt und ist dort am 15. Februar 1568 verstorben.

Herbstexkursion führt nach Alpen

An diese Erkenntnisse knüpfen die weiteren Planungen des Heimatausschusses an. Am Samstag, 20. Oktober 2007, führt die diesjährige Herbstexkursion nach Alpen am Niederrhein, wo die Grabstätte Hendrik van Brederodes und seiner Frau Amalie von Neuenahr liegt. Dr. Joachim Daebel, Historiker und Biograf von Amalie von Neuenahr, wird die Führung in Alpen übernehmen. Nachmittags wird das Treidelschifferdorf Krudenburg besucht, das an der Lippe bei Hünxe liegt. Vertreter des dortigen Heimatvereins werden den Horneburger Heimatforschern die Schönheiten des Ortes näher bringen.

Vorträge und Fotoausstellung zum Jubiläum 2008

Auch für das kommende Jahr laufen bereits Vorbereitungen. Im März 2008 (der genaue Termin steht noch nicht fest) ist die Wiedergründung des Bürgerschützenvereins vor 175 Jahren Anlass für einen Vortragsabend über das Schützenwesen in Horneburg. Im Herbst 2008 ist das Schützenjubiläum Hintergrund für eine Fotoausstellung des Heimatausschusses.

Zwei Exkursionen 2008 geplant

Außerdem wird Im April 2008 eine morgendliche Exkursion in den Horneburger Busch stattfinden. Arno Strassmann wird vor Ort Erläuterungen zu der dortigen Erdburg und den Landwehren machen. Tonis Grebe aus Oer-Erkenschwick und Heimatausschussmitglied Werner Recktenwald werden Flora und Fauna des Landschaftsschutzgebietes vorstellen. Anschließend ist ein gemeinsames Frühstück geplant. Im Oktober 2008 soll eine zweitägige Exkursion an die Weser stattfinden, bei der als Schwerpunkt die Abtei Corvey besichtigt wird.

Die Dattelner Morgenpost berichtete:

Das Team der Referenten (von links): Arno Straßmann, Wilhelm Müschenborn, Dr. Wilfried Grewing, Wilhelm Schulte, Wolfgang Wellnitz. Foto: Martina Bialas/Dattelner Morgenpost

Horneburg ist 675 -                                     oder doch viel älter?

Von Martina Bialas

Es war ein Abend voller Historie mit illustren Gästen im Schloss Horneburg. Urkunden, Daten und Fakten bestimmten den geschichtsträchtigen Rückblick auf „675 Jahre Horneburg“ .

Der Arbeitskreis Heimatforschung hatte in Kooperation mit der Volkshochschule Datteln einen interessanten Vortragsabend gestaltet, der mehr als 100 Zuhörer ins Schloss zog.

Der Horneburger Schützenverein, der es nicht nur versteht, Feste zu organisieren, sondern sich auch für alle Belange des Dorfes Horneburg einsetzt, hatte 1985 den Arbeitskreis Heimatforschung gegründet. Akribisch wird seit dieser Zeit auf den Spuren Horneburgs gewandelt und man wird immer wieder fündig.

So referiert Wolfgang Wellnitz, Vorsitzender des Arbeitskreises, an diesem Abend über die erste urkundliche Erwähnung Horneburgs im Jahre 1332: „Vor 675 Jahren trat Horneburg aus dem Dunkel der Geschichte.“ Die Original-Urkunde liegt im Vestischen Archiv der Stadt Recklinghausen. In der typisch mittelalterlichen gotisch, kursiven Schrift taucht hier der Name Horneburg in mittellateinischer Sprache auf. „Und gerade diese kleine schlichte Urkunde aus Pergamentpapier reflektiert die typische Horneburger Bescheidenheit“, ergänzt der Referent und löst damit einen Heiterkeitsausbruch aus.

Aus Oer-Erkenschwick ist Arno Straßmann eingeladen, der über „Archäologische Funde in und um Horneburg“ spricht. Interessante Dias belegen Funde von Schiefer, Kacheln, Keramik und Siegelstempeln. Dr. Wilfried Grewing ergänzt diesen informativen Abend. Der Besitzer der Burg Kakesbeck in Lüdinghausen spricht über seine Burganlage und über die Schwierigkeiten privater Denkmalpflege in der heutigen Zeit. Viele Tipps gibt es für den ebenfalls anwesenden Bürgermeister Wolfgang Werner.

Und wenn man zum Schluss denkt, alle Rätsel um Horneburg sind an diesem Abend gelöst, wird man schnell eines Besseren belehrt. Wilhelm Müschenborn stellt die Jubiläumsmathematik der Horneburger auf. 1933 die Einhundertjahrfeier, 1960 durch neue Fakten die Dreihundertjahrfeier, 1984 längst alles überholt und man begeht sprunghaft die Sechshundertjahrfeier. Jetzt zum aktuellen Stand heißt es eigentlich „675 Jahre Horneburg“. Alles bisher logisch - hätte man jetzt nicht gerade von einer Urkunde aus dem Jahre 1220 in Rheda-Wiedenbrück gehört, in welcher ebenfalls ein Horneburg erwähnt wird.

15. März 2007

Quelle: Medienhaus Bauer

Was eine alte Urkunde erzählt

In dieser auf den 8. Januar 1332 datierten Urkunde wird Horneburg zum ersten Mal erwähnt. Reproduktion: Dieter Brune/Dorfarchiv Horneburg

Rückblick auf 675 Jahre                Horneburger Geschichte

Bürgerschützenverein und VHS laden zu Vortragsabend ein

Das Schlossdorf Horneburg wurde vor 675 Jahren zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Dieses Jubiläum ist der Anlass für einen zweistündigen Vortragsabend, zu dem der Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins Horneburg in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Datteln am Dienstag, 13. März 2007, 19.30 Uhr, ins Schloss Horneburg einlädt.

Zum Auftakt stellt Heimatausschussvorsitzender Wolfgang Wellnitz die auf den 8. Januar 1332 datierte Urkunde vor, mit der Horneburg aus dem Dunkel der Geschichte auftaucht. Bei dem Dokument, das im Vestischen Archiv aufbewahrt wird und als Reproduktion im Dorfarchiv Horneburg vorhanden ist, handelt es sich um einen Vertrag über die Übereignung eines Hofes am Stimberg auf das Stift Flaesheim. Als Zeuge tritt unter anderem „Engilbertus, Pastor von der Hornenburg“ auf.

Die historischen Wurzeln Horneburgs reichen aber wahrscheinlich viel länger zurück. Arno Strassmann, Vorstandsmitglied des Vereins für Orts- und Heimatkunde Recklinghausen, wird im zweiten Vortrag des Abends archäologische Funde und Befunde aus Horneburg und seiner Umgebung vorstellen.

Im 14. Jahrhundert befand sich die Horneburg im Besitz der Herren von Oer. Nach Auseinandersetzungen mit dem Kölner Kurfürsten mussten sie sich aus dem Vest Recklinghausen zurückziehen. Ihr Wohnsitz wurde die Burg Kakesbeck in Lüdinghausen. Der heutige Besitzer der Anlage heißt Dr. Wilfried Grewing. Er wird über das Thema „Burg Kakesbeck und die Herren von Oer oder wie man in heutiger Zeit private Denkmalpflege betreibt“ referieren.

Durch den Abend führen die Heimatausschussmitglieder Wilhelm Schulte und Wilhelm Müschenborn. Sie werden die Horneburger in die westfälische Geschichte einordnen und Anekdoten aus dem jüngeren Dorfleben beisteuern.

Bereits in Vorbereitung ist ein zweiter Vortragsabend am Dienstag, 16. Oktober 2007, 19.30 Uhr. Dann wird unter anderem der Recklinghäuser Stadtarchivar Dr. Matthias Kordes „Die Geschichte des Vestes Recklinghausen“ lebendig werden lassen.

Aktuelle Projekte des                     Heimatausschusses im Überblick

Historischer Pfad - Modell - Festschrift 2008 - Grüner Pfad  

Im Jahre 2005 wurde der Historische Pfad rund um die Alte Freiheit eröffnet. Leider sind einige Tafeln durch Witterungseinflüsse und Vandalismus beschädigt worden. Sie müssen erneuert werden. Die Arbeiten für einen Neudruck sind inzwischen abgeschlossen worden. Begleitend zu den Schrifttafeln wird ein "Flyer" herausgegeben, der inzwischen druckreif ist. Daneben soll in den nächsten zwei Jahren eine Broschüre herausgegeben werden. Der Arbeitstitel lautet: "Geschichte und Geschichten aus der Alten Freiheit". Die beteiligten Autoren sind aber auch noch in andere Projekte eingebunden, so dass sich die Erstausgabe noch etwas verschieben kann. Das kleine Lesebuch soll u.a. der Horneburger Grundschule für den Heimatkundeunterricht zur Verfügung gestellt werden.

Die Planungsphase für die Rekonstruktion der "Alten Freiheit" mit Burg und Kirche kommt noch in diesem Jahr zum Abschluss, so dass mit den eigentlichen Arbeiten im Frühjahr begonnen werden kann. Das Modell wird voraussichtlich im Maßstab 1:87 erstellt. Auch hier hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, die Unterstützung durch die Modellbaugruppe der Feuerwehr Datteln erhalten hat.

Für das Jubiläumsschützenfest im Jahre 2008 wird wieder eine Festschrift herausgegeben. Die Themen werden derzeit zusammengefasst, so dass die Autoren mit den Vorarbeiten beginnen können. Geplant ist eine umfangreichere Darstellung des Schützenwesens in Horneburg und seiner Wurzeln.

Eine weitere Empfehlung des Dorfentwicklungsplanes hat der Heimatausschuss mit dem Projekt des "Grünen Pfades" aufgegriffen. An markanten Stellen des Horneburger Busches sollen Tafeln aufgestellt werden, die sich mit der Flora und Fauna dieses Landschaftsschutzgebietes befassen. Auch hier sind die Planungen bereits angelaufen und müssen vor der Umsetzung noch mit den entsprechenden Stellen abgestimmt werden.

Sah so die alte Horneburg aus?

Sah so die alte Hauptburg von Schloss Horneburg aus (Bild oben)? Diese Frage beschäftigte die Mitglieder des Heimatausschusses des Bürgerschützenvereins Horneburg (Gruppenbild unten) während der diesjährigen Herbstexkursion am Samstag, 11. November 2006. Ziel war das Kasteel Doornenburg in Gelderland (NL), kurz hinter der deutschen Grenze gelegen. Dieses Kasteel gilt in Fachkreisen als Vorläufer unserer Horneburg, so wie sie im Mittelalter erbaut wurde (Vorburg und Hauptburg). Auch die Namensähnlichkeit lässt aufhorchen. Fotos: Günter Scholz

 

Erste urkundliche Erwähnung 1332               675 Jahre Geschichte 2007 im Blick

Lutz Breuckmann und Klaus Ewelt neue Dorfsprecher

In einer auf den 8. Januar 1332 datierten Urkunde taucht Horneburg aus dem Dunkel der Geschichte auf. Das Dokument ist ein Vertrag über die Übereignung eines Hofes am Stimberg auf das Stift Flaesheim. Als Zeuge tritt unter anderem „Engilbertus, Pastor von der Hornenburg“ auf. Seit dieser ersten urkundlichen Erwähnung sind 2007 runde 675 Jahre vergangen. Deshalb sollen alle Veranstaltungen des kommenden Jahres im Schlossdorf im Zeichen dieses Jubiläums stehen.

Das beschlossen die Vertreter der Horneburger Vereine, Organisationen und Vereine, als sie am Donnerstag, 16. November 2006, 20 Uhr, in der Gaststätte „Haus Berens“ zur Jahresversammlung zusammenkamen. Für den Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins ist die 675. Wiederkehr der ersten urkundlichen Erwähnung Anlass, einmal mehr intensiv in die Geschichte zu blicken. In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule werden am 13. März 2007 und am 16. Oktober 2007 jeweils um 19.30 Uhr im Schloss Horneburg Vortragsabende stattfinden.

Die Jahresversammlung diente auch der Bekanntgabe und Abstimmung dieser und aller anderen Termine des kommenden Jahres. Im Horneburger Kalender 2007 werden sie zusammengestellt. Die Terminübersicht soll „zwischen den Jahren“ erscheinen und an alle Haushalte im Dorf verteilt werden.

Weiterer Punkt der Tagesordnung war die Wahl der beiden Dorfsprecher. Turnusmäßig stellt sie der Bürgerschützenverein Horneburg und übernimmt damit den „Vorsitz“ der Dorfgemeinschaft. Einstimmig wurden BSV-Vorsitzender Lutz Breuckmann und sein Stellvertreter Klaus Ewelt gewählt.

Daneben entschieden die Vereinsvertreter, dass 2007 der Sportverein den Maibaum vorm Schloss aufstellen wird. 2008 sollen die Schützen (175 Jahre Königskette) und 2009 die Feuerwehr (100-jähriges Bestehen) folgen. 

Ab sofort  für 6,80 Euro erhältlich 

Werner Recktenwald, Günter Scholz und Siegfried Eggenstein (v. l.) präsentieren den Bildkalender „Horneburger Dorf-Ansichten 2007“, den der Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins Horneburg herausgegeben hat. Foto: Wilhelm Müschenborn

Alte Horneburger                    Dorfansichten für das neue Jahr

Heimatausschuss der Schützen gibt Bildkalender heraus

Wer wüsste schon, dass die verbliebene Dorfkneipe einmal den Namen „Alt Horneburg“ trug, den jetzigen Kirchplatz ein Bach durchquerte oder Jahrhunderte hindurch eine Einzäunung an der Schlosskapelle die Lage des ältesten Dorffriedhofs markierte? Diese verblüffenden Einsichten vermitteln die „Horneburger Dorf-Ansichten 2007“. Es handelt sich um einen Bildkalender, den der Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins in einer Auflage von 300 Stück herausgegeben hat und ab sofort zum Preis von 6,80 Euro anbietet.

Die Schützenbrüder Siegfried Eggenstein und Günter Scholz haben im Fundus des Horneburger Dorfarchivs recherchiert und für das Titelbild und das Kalendarium 13 Fotos zusammengestellt. Die Lichtbilder vermitteln einen Eindruck davon, wie es in den ersten Jahrzehnte des vergangenen Jahrhunderts im Dorf aussah, und lassen eine Zeit lebendig werden, als noch Pferdewagen vor den Häusern standen und Telegrafenmasten die Straßen säumten. Die passenden Bildunterschriften hat Heinz Möllers formuliert.

Das im Pfarrhaus untergebrachte Dorfarchiv verfügt über eine stattliche Sammlung historischer Fotos, weil in den vergangenen Jahrzehnten viele Horneburgerinnen und Horneburger Schätze aus ihren privaten Alben zur Verfügung gestellt haben. Davon hat Siegfried Eggenstein Reproduktionen angefertigt, so dass die Originale wieder zurückgegeben werden konnten. „Wir würden uns über weitere Horneburger Ansichten aus vergangener Zeit freuen, um auch in Zukunft Publikationen wie den Bildkalender erstellen zu können“, appellieren Siegfried Eggenstein und Günter Scholz an ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger im Dorf.

Der Bildkalender „Horneburger Dorf-Ansichten 2007“ wurde gedruckt von der Buschhausen GmbH in Herten. Die Spiralbindung entstand in den Recklinghäuser Werkstätten der Diakonie unter Mitwirkung von behinderten Menschen. Er ist erhältlich bei Günter Scholz, Telefon 02363/63088, oder bei Siegfried Eggenstein, Telefon 02363/63357, und wird daneben in den Horneburger Filialen von Sparkasse und Volksbank angeboten. Außerdem ist der Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins Horneburg mit einem Stand auf der Schlossweihnacht am 9. und 10. Dezember vertreten und verkauft den Bildkalender auch dort.

Grillabend mit Königspaar

König Wilhelm und Königin Marie-Luise fühlten sich ebenso wie Vorsitzender Lutz Breuckmann (oben v. l.) wohl beim Dämmerschoppen bzw. Grillabend des Heimatausschusses am Donnerstag, 13. Juli 2006, im katholischen Pfarrheim. Fotos: Günter Scholz

  

Heimatforscher wieder unterwegs

Heimatforscher Gerhard Clarenbach (sitzend links) führte die Mitglieder des Heimatausschusses des Bürgerschützenvereins Horneburg am Freitag, 19. Mai 2006, durch Oer. Fotos: Siegfried Eggenstein

Spurensuche in Oer

Heimatausschuss brach auf zur Frühjahrsexkursion

Als die Herren von Oer im 14. Jahrhundert ihren Wohnsitz verlagerten und Schloss Horneburg errichteten, hinterließen sie die ersten geschichtlichen Quellen über das Schlossdorf, die noch bis heute überliefert sind. Aus dem Jahre 1332 stammt die Urkunde, in der Horneburg erstmalig erwähnt wird. So wandelte der Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins Horneburg auch auf den Spuren Horneburger Geschichte, als er im Rahmen seiner Frühjahrsexkursion nach Oer aufbrach

Als sachkundiger Führer und Gesprächspartner stand Heimatforscher Gerhard Clarenbach zur Verfügung. Er hat durch seine Quellenforschung über seinen Heimatort immer wieder viele Querverbindungen zwischen Horneburg als späteren Sitz der kurfürstlichen Verwaltung und Oer ans Tageslicht gebracht. Über die Wurzeln der Herren von Oer kann allerdings auch er nur Spekulationen anstellen.

So zeigte er den Gästen aus Horneburg zwar den vermuteten Standort des Stammsitzes des alten Adelsgeschlechtes in der Nähe der aufgelassenen Zechenbahntrasse Richtung Sinsen. Doch auch Grabungen an dieser Stelle hatten nicht nachweisen können, dass dort die Oer’sche Burg wirklich einmal stand.

Trotzdem verstand es Gerhard Clarenbach mit Hilfe alter Dokumente (Foto) und seiner profunden historischen Kenntnisse beim Rundgang Geschichte lebendig werden zu lassen. An der Pfarrkirche St. Peter und Paul erinnerte er an Pfarrer Jacob Schmitz, der dort von 1760 bis 1796 wirkte und neben seiner seelsorgerischen Tätigkeit als Hobby-Chronist und Heimatforscher in Erscheinung trat. Seine Niederschriften geben reichlich Aufschluss über die damalige Lebensweise und die Verhältnisse in Oer und Umgebung.

Ein besonderes „Schmankerl“ für jeden Geschichtsinteressierten ist der Gerichtsstein am Oerer Schultenhof. 1654 wurden dem Findling zwei Ketten mit Halseisen und Handfesseln eingelötet. Diese Selbstjustiz fand wenig Gegenliebe. Das Erbvogteigericht in Recklinghausen legte Einspruch beim Kölner Kurfürsten ein, weil die Steinsetzung ein Eingriff in die Kriminalgerichtsbarkeit darstelle.

Die Geschichtsforscher aus Horneburg erhielten während ihrer Exkursion viele Anregungen für eine Vortragsreihe, die sie 2007 planen. Dann jährt sich die erste urkundliche Erwähnung des Schlossdorfs zum 675. Mal.

Arbeitskreis besteht 20 Jahre

Die Mitglieder des Heimatausschusses des Bürgerschützenvereins Horneburg unternahmen Ende 2005 eine Exkursion nach Lüdinghausen und besichtigten die Burgen Kakesbeck und Vischering, Anlass war das 20-jährige Bestehen des Gremiums. Foto: Werner Recktenwald 

Ein „Halsband" und andere Gemeinsamkeiten

Jubiläums-Exkursion führte Heimatausschuss nach Lüdinghausen

Das adelige Geschlecht derer von Oer, das im 14. und 15. Jahrhundert die Horneburg er- und ausbaute, war zeitweilig auch im Besitz der am nordöstlichen Rand Lüdinghausens gelegenen Burg Kakesbeck. Dieser historische Bezug ist wohl die Ursache dafür, dass in der Steverstadt und in Horneburg parallel die Sage vom „Eisernen Halsband" überliefert ist, das ein Widersacher dem Herrn auf Burg Kakesbeck, Lambert von Oer, im Jahr 1520 aus Rache umlegte. Eine Nachbildung des Corpus Delicti ist heute in der Lüdinghauser Burg Vischering ausgestellt. Alles gute Gründe für den Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins Horneburg, die Steverstadt als Ziel einer Exkursion aus Anlass seines 20-jährigen Bestehens auszuwählen.

Die Führung durch die Burg Kakesbeck übernahm Hausherr Dr. Wilfried Grewing. Er hat die Burg vor über 35 Jahren erworben und seitdem kontinuierlich wieder aufgebaut. Besonders beeindruckt waren die Mitglieder des Heimatausschusses von der Baustelle des Kellergewölbes. Der 78-jährige Besitzer hat noch erhebliche Wiederaufbauarbeiten zu leisten, so dass er nach eigenem Bekunden 100 Jahre alt werden will, um alles fertig zu stellen.

Den Nachmittag widmete der Heimatausschuss der Burg Vischering. Sachkundiger und humorvoller Führer war mit Bernhard Inkmann, Schriftführer des Heimatausschusses Lüdinghausen, ein ausgewiesener Experte. Er vermittelte den Teilnehmern mit seinen lebhaften Schilderungen ein anschauliches Bild vom Leben in Mittelalter. Bevor im Burgkeller Kaffee und Kuchen schmeckten, konnten die Gäste im Inneren der Burg dann auch das „Eiserne Halsband" bewundern.

Nach der 600-Jahr-Feier von Schloss Horneburg im Jahre 1984 verfügte der Festausschuss des Bürgerschützenvereins über eine Fülle von Quellen, Urkunden, Akten, Aufzeichnungen, Grafiken und Bildern zur Horneburger Geschichte. So fiel die Entscheidung, einen Arbeitskreis Heimatforschung im Bürgerschützenverein Horneburg zu gründen. Am 21. November 1985 fand die Gründungssitzung statt.

Das inzwischen in Heimatausschuss umbenannte Gremium stellte in den vergangenen 20 Jahren eine Reihe erfolgreicher Projekte auf die Beine. Ab 1990 wurde die beim jeweiligen Schützenfest erscheinende Festzeitschrift zu einem historischen Lesebuch aufgewertet. Bis 1992 lagerten die Quellenbestände und Materialien über Horneburg verstreut in zahlreichen Schränken verschiedener Schützenbrüder. Um die Texte jeder Zeit für jedermann zugänglich zu machen und an einem Ort zu sammeln, richtete der Heimatausschuss im katholischen Pfarrhaus in Horneburg ein Dorfarchiv ein.

Mittlerweile wurde parallel ein umfangreiches Fotoarchiv aufgebaut. Auch Video-Arbeit gehört zur Aufgabenpalette. Zuletzt wurde das beim Schützenfest 2005 dokumentiert. Rechtzeitig vor dem Schützenfest war der Historische Pfad in Horneburg eröffnet worden. Als nächstes Projekt planen die Mitglieder des Heimatausschusses eine Reihe von historischen Vorträgen im Jubiläumsjahr 2007. Dann sind 675 Jahre vergangen, seit Horneburg zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde. Außerdem erstellt der Heimatausschuss für 2007 wieder einen Horneburger Fotokalender. Er soll an einem Stand bei der Schlossweihnacht, die am 9. und 10. Dezember 2006 im Dorfzentrum stattfindet, angeboten werden.