Besondere Spezialität
So sieht es aus, das Etikett der neuen Horneburger Spezialität. Grafik: Dieter Brune
Ein guter Tropfen zum Heimatausschuss-Geburtstag
Gremium des Bürgerschützenvereins Horneburg erfindet neue Schnapsmarke
Warum hat der Bürgerschützenverein Horneburg einen Heimatausschuss? Wolfgang Wellnitz, Vorsitzender des Gremiums, hat eine einfache Antwort: „Wir wollen unser Dorf nach vorne bringen.“ Seit mittlerweile 25 Jahren schweißt diese Idee die Mitglieder der Vereinsabteilung zusammen. Und im Jubiläumsjahr 2010 haben sie nicht nur ein umfangreiches Jubiläumsprogramm mit verschiedenen Exkursionen auf die Beine gestellt, sondern auch neue Projekte entwickelt.
So haben die Schützenbrüder Dieter Brune und Hans Kuchinke aktuell ein 15-minütiges Video über den Historischen Pfad des Heimatausschusses fertig gestellt, der Geschichtsinteressierte seit 2005 über die bewegte Vergangenheit des Schlossdorfes informiert. Neun Hinweistafeln erläutern historisch interessante und relevante Orte. „Führungen entlang dieser Strecke, die von den Mitgliedern des Heimatausschusses angeboten werden, sind nach wie vor stark nachgefragt“, berichtet Wolfgang Wellnitz. „Der Film soll unseren Gästen nach dem historischen Streifzug durchs Dorf beim Abschluss im Vereinslokal Haus Berens in kompakter Form und in bewegten Bildern alles Wissenswerte über Geschichte und Gegenwart Horneburgs vermitteln. Auf DVD gebrannt werden wir ihn auch zum Mitnehmen anbieten.“
Und weil zu einer runden Geburtstagsfeier auch ein guter Tropfen gehört, entstand die Idee einer eigenen Schnapsmarke. Der Name „Horneburger Schwarzbrand“ spielt auf die schlechten Nachkriegszeiten an, als in der alten Freiheit die eine oder andere Brennerei für den Privatbedarf betrieben worden sein soll. „Unser neuer Lagerkorn aus dem Hause Bröggelhoff in Waltrop erfreut sich bereits jetzt großer Beliebtheit“, zog Heimatausschusschef Wellnitz Bilanz, als er das Label offiziell vorstellte. Eigentlich sollte die Spezialität erst bei der Schlossweihnacht am zweiten Adventswochenende angeboten werden, doch die Nachfrage hat Fakten geschaffen. So kann der „Horneburger Schwarzbrand“ ab sofort zum Preis von 9,80 Euro pro Flasche bei Siegfried Walther, Telefon 02363/61963, oder Wolfgang Wellnitz, Telefon 02363/66350, bestellt werden.
Besuch in der „alten Heimat“ Waltrop

Der Heimatausschuss besuchte das Heimatmuseum Waltrop, Sitz des Heimatvereins Waltrop. Die Mitglieder wurden begrüßt von dessen Vorsitzenden Norbert Frey. Fotos: Siegfried Eggenstein
Erinnerungen an die
Zeiten der „Amtsherrlichkeit“
16 Mitglieder brachen zur Frühjahrsexkursion auf
Im Rahmen des Jubiläumsprogramms „25 Jahre Heimatausschuss“ stand am Freitag, 28. Mai 2010, ein Besuch in der „alten Heimat“ Waltrop an. Im dortigen Heimatmuseum, an der Riphausstraße direkt neben dem Freibad gelegen, wurden die 16 Teilnehmer der Frühjahrsexkursion vom Heimatvereinsvorsitzenden Norbert Frey begrüßt. Er stellte das Heimatmuseum und das daneben liegende Heimathaus vor.
Im Waltroper Heimatmuseum, dem Sitz des Heimatvereins, ist die Waltroper Geschichte, in der auch Horneburg Spuren hinterließ, wie an keinem zweiten Ort dokumentiert. Das Amt Waltrop wurde seit 1841 gemeinsam mit dem Amt Datteln verwaltet und ab 1857 in selbständiger Verwaltung mit den Gemeinden Waltrop, Henrichenburg und Horneburg geführt. Die Ausstellungsräume des Museums stehen randvoll mit Relikten aus alter Zeit.
Eine gute Gelegenheit für alle Interessierten, sich selbst einen Eindruck zu verschaffen besteht am Samstag, 12. Juni 2010. Dann feiert der Heimatverein Waltrop von 11 bis 18 Uhr mit einem Familienfest und einem Tag der offenen Tür sein 75-jähriges Bestehen.
Gemütliches Kaffeetrinken

Zu einem gemütlichen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen im Vereinslokal „Haus Berens“ waren die Ehefrauen und Witwen der Mitglieder des Heimatausschusses am Sonntag, 18. April 2010, eingeladen. Im Jubiläumsjahr sollte so Dank für die Unterstützung in den vergangenen Jahren gesagt werden. Heimatausschussvorsitzender Wolfgang Wellnitz blickte in die Geschichte des Heimatausschusses und stellte bei der Gelegenheit auch den „Horneburger Schwarzbrand“ vor (Bilder unten). Fotos: Siegfried Eggenstein

Seit 25 Jahren aktiv

Nach dem Jubiläumsessen formierten sich die Mitglieder des Heimatausschusses zum Gruppenfoto. Foto: Heinz Klauke
Bei deftigem Jubiläumsessen
Erinnerungen ausgetauscht
Heimatausschuss traf sich zu geselliger Runde im Vereinslokal
„Schinken mit Speck, friss weg vom nächsten Schwein“, lautet eine populäre Textzeile des Horneburger Lieds von Franz-Josef Elfert. Auch deshalb war gebackener Schinken der Hauptgang des privaten Jubiläumsessens, mit dem am Freitag, 12. März 2010, 21 der 30 Mitglieder des Heimatausschusses des Bürgerschützenvereins Horneburg in der Gaststätte „Haus Berens“ das 25-jährige Bestehens des Gremiums begingen, das am 1985 als „Arbeitskreis Heimatforschung“ aus der Taufe gehoben wurde.
Vorsitzender Wolfgang Wellnitz ließ mit Hilfe einer Powerpoint-Präsentation, die Dieter Brune zusammengestellt hatte, die Geschichte der Interessensgemeinschaft Revue passieren. Die Vielzahl heimatkundlicher Dokumente, die für die Ausstellung zum Schlossjubiläum 1984 zusammengetragen wurden, waren der Anlass zur Gründung des Arbeitskreises Heimatforschung. 1992 wurde das Dorfarchiv eingerichtet, um das umfangreiche Quellenmaterial an zentraler Stelle allen Interessierten zur Verfügung zu stellen. Seit 2003 hat das Archiv sein Domizil in einem Kellerraum des Pfarrhauses.
Zeitzeugen-Stammtische, historische Fotowettbewerbe, mit deren Hilfe alte Lichtbilder den Eingang ins Dorfarchiv fanden, die Herausgabe zweier Bildkalender, Videoarbeit, Fotoausstellungen und Exkursionen gehören zu den Aktivitäten des Heimatausschusses. Im Jahr 2005 wurde der „Historische Pfad“ eingerichtet. Neun Hinweistafeln informieren über historisch interessante Orte. Führungen entlang dieser Strecke sind nach wie vor stark nachgefragt.
Auf gute Resonanz stoßen immer wieder die Vortragsabende des Heimatausschusses in Zusammenarbeit mit der VHS Datteln, die einem interessierten Publikum Wissenswertes und Interessantes aus der Horneburger Geschichte nahebringen. Geschichtliche Kurzvorträge stehen auch im Mittelpunkt der Festveranstaltung im Schloss Horneburg, mit der das 25-jährige Bestehen am Dienstag, 23. November 2010, auch offiziell gefeiert werden soll. Als erneuter Mitveranstalter hat die VHS das Ensemble Carmina antiqua engagiert, die mittelalterliche Klänge zu Gehör bringen wird.
Schöner und informativer Tag

Mitglieder des Heimatausschusses sahen sich im Sauerlandmuseum und in der Arnsberger Altstadt um. Fotos: Brune/Scholz
Gleicher Landesherr – viele Parallelen
Exkursion des Heimatausschusses nach Arnsberg
Einen schönen und vor allem informativen Tag verlebten 15 Mitglieder des Heimatausschuss am Samstag, 30. Januar 2010, in der Arnsberg Altstadt. Anlass der Exkursion war ein Besuch der Ausstellung „Kurfürst - Adel - Bürger, das kurkölnische Herzogtum Westfalen (1180-1803)“ im Sauerlandmuseum. Das Herzogtum Westfalen war jahrhundertelang ein Teil des Kölner Kurstaates, auch das Vest Recklinghausen gehörte bist zur Säkularisation zu Kurköln. So bot die anderhalbstündige Führung durch Museumsmitarbeiterin Dr. Ulrike Schowe viele interessante Informationen und Parallelen.
So bei der Brauchtumspflege. Gleich am Eingang fanden sich prächtige Königsketten. Eine zierte ein Vogel und damit ein Accessoire, das bis in die 1960er Jahre auch an der Horneburger Kette zu finden war und heute verschollen ist. Ansonsten brachten kostbare Handschriften, alte Landkarten und Exponate aus Kirche, Adel und Bürgertum den Gästen aus Horneburg die 800-jährige kurkölnische Geschichte des Herzogtums Westfalen nahe.
Bekanntlich plant der Heimatausschuss, ein Modell der historischen Freiheit Horneburg zu erstellen. So interessierte besonders ein neues Exponat im Sauerlandmuseum. Seit Ende Januar wartet auf die Besucher ein wirklich beeindruckendes Modell der Arnsberger Klosteranlage Wedinghausen im Zustand kurz vor der Säkularisation (Maßstab 1:250). Leider kein eigentliches Vorbild für den Horneburger Heimatausschuss, denn in das von einer Fachwerkstatt gefertigte Modell wurden sage und schreibe 36.000 Euro investiert.
Nach dem Museumsbesuch nahmen sich die Teilnehmer Zeit für die Kuchen-Spezialitäten des benachbarten Altstadtcafés Krengel und die Spezialitäten der Speise- und Gertränkekarte des Ratskellers. Auch bei der Rückkehr in Vereinslokal „Haus Berens“ schmeckte noch das eine oder andere Pils.
Im Jahr des 25-jährigen Bestehens hat der Heimatausschuss noch viel vor. Näheres unter dem folgenden Link:
Jahresprogramm 2010 Heimatausschuss
25 Jahre Heimatausschuss
Umfangreiches Programm 2010 geplant
!985 wurde der Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins Horneburg gegründet, damals noch unter dem Namen „Arbeitskreis Heimatforschung“. Die Gründungsmitglieder nahmen sich vor, die geschichtlichen Materialien aufzuarbeiten, die im Zuge der Vorbereitungen der 600-Jahr-Feier von Schloss Horneburg, die 1984 stattfand, aufzuarbeiten. Zu den Früchten der Arbeit gehören seitdem die umfangreichen Festschriften zum alle drei Jahre stattfinden Schützenfest. Das 25-jährige Bestehen des Heimatausschusses im Jahr 2010 soll mit einem besonders umfangreichen Jahresprogramm begangen werden. Mehr unter dem nachfolgenden Link!
Jahresprogramm 2010 Heimatausschuss
Geschichtsinteressierte Gäste
In Rahmen der Exkursionsreihe „Wasserschlösser und Adelssitze im Kreis und Vest Recklinghausen“ führte eine Halbtagesfahrt den Verein für Orts- und Heimatkunde Recklinghausen am Samstag, 17. Oktober 2009, nach Horneburg. Für den Heimatausschuss begrüßten Wilhelm Müschenborn, Dieter Brune, Werner Recktenwald und Herbert Bergfort die 20 Geschichtsinteressierten aus der Kreisstadt. Während eine Rundgangs und bei einem Referat in der Gaststätte „Haus Berens“ stellte Arno Strassmann, durch seine Geschichtsvorträge im Schloss auch in Horneburg wohlbekanntes Vorstandsmitglied des Recklinghäuser Heimatvereins, die Schloss- und Burganlagen in und um Horneburg vor. Darunter auch zum Beispiel die so genannte „Fliehburg“ im Busch und die „Motte“ in der Koppel (Becklemer Busch). Im Vereinslokal vertiefte er das Thema durch archäologische Befunde und architektonische Einzelheiten. Foto: Dieter Brune
Traditionelle Herbstexkursion
Auf dem „Hockenden Weib“, einer sagenumwobenen Felsformation in Ibbenbüren, formierten sich die Exkursionsteilnehmer zum Gruppenbild. Fotos (2): Anna Müschenborn
Auf den Spuren der Germanen
Kalkriese Ziel aus Anlass des Jubiläums der Varusschlacht
Aus Anlass des Jubiläums der Varusschlacht führte die traditionelle Herbstexkursion des Heimatausschusses am Samstag, 26. September 2009, nach Kalkriese im Osnabrücker Land sowie anschließend ins Tecklenburger Land.
„Quintili Vare, legiones redde - Quintilius Varus, gib die Legionen zurück!“, soll Kaiser Augustus ausgerufen haben, als er die Nachricht von der Niederlage seines Statthalters Varus gegen den Germanen Arminius erhielt. Runde 2.000 Jahre sind seit dieser Schlacht im Jahr 9 n. Chr. vergangen. Zahlreiche Indizien weisen darauf hin, dass der Schauplatz dieses historischen Ereignisses Bramsche-Kalkriese im Osnabrücker Land war. Das thematisieren Museum und Park vor Ort. Im Jubiläumsjahr (und darüber hinaus bis zum 10. Januar 2010) bietet außerdem die Sonderausstellung KONFLIKT anhand außergewöhnlicher archäologischer Funde Einblick in die germanische Welt der ersten vier Jahrhunderte nach Christus.
Anschließend machten die Heimatausschussmitglieder Station an der sagenumwobenen Felsformation „Hockendes Weib“. Sie ist Teil des Naturdenkmals „Dörenther Klippen“, ein beliebtes Ausflugsziel in Ibbenbüren. Leckeren Kuchen und auch das erste Bier des Tages gab es anschließend in der malerischen historischen Altstadt Tecklenburgs, die von schmucken Fachwerkhäuschen und engen Gassen geprägt wird. Nach der Rückkehr ins Dorf wartete im Vereinslokal „Haus Berens“ bei einem gemütlichen Abschluss dann das zweite Bier...

Auch die Burgruine in Tecklenburg besichtigten die Exkursionsteilnehmer. Durchs Torhaus gelangten sie in den Burghof, wo heute eine Freilichtbühne in der Sommersaison zu Vorstellungen einlädt.
Neue Publikation vorgestellt
Zusammen mit dem Königspaar Hermann-Josef I. (Bergfort) und Petra I. (Bergfort) präsentierte der Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins Horneburg den neuen Flyer zum Historischen Pfad.
Blick in die Geschichte lädt zum Staunen ein
Heimatausschuss gibt Flyer zum Historischen Pfad heraus
Horneburg ist ein geschichtsträchtiges Dorf. Das Schloss und die Fachwerkhäuser im Verlaufe der Ortsdurchfahrt geben davon ein beredtes Zeugnis. Doch viele der historischen Wurzeln lassen sich heute im Ortsbild nicht mehr ablesen. Deshalb hat der Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins 2005 einen „Historischen Pfad“ in Horneburg angelegt. Insgesamt neun Tafeln informieren historisch Interessierte im Ortskern der ehemaligen mittelalterlichen Freiheit Horneburg auf einem Rundkurs rund ums Schloss. Jetzt hat das Gremium einen Flyer in einer Auflage von 1000 Exemplaren herausgegeben, der Zusatzinformationen bietet.
„Der Historische Pfad in Horneburg ist offensichtlich ein attraktives Ziel für viele Besuchergruppen“, erläuterte Wolfgang Wellnitz, Vorsitzender des Heimatausschusses, bei der Vorstellung der Publikation am Dienstag, 23. Juni 2009. „Bei mittlerweile zahlreichen Führungen haben wir festgestellt, dass der Bedarf der Gäste nach weiteren Informationen groß ist. So entstand die Idee, eine ergänzende Publikation herauszugeben.“ Der Flyer führt mit Hilfe eines Ortsplans zu den neun Stationen und damit zu den markantesten Stätten der fast 700-jährigen Ortsgeschichte. Das ist aber nicht alles. Wellnitz: „Das Faltblatt hilft mit kleinen Artikeln, die Hinweise auf den einzelnen Stationstafeln zu erweitern und zu vertiefen.“ Ausgang und Endpunkt des Rundweges ist die Gaststätte „Haus Berens“.
Pfad und Flyer bieten Wissenswertes, das den Besucher zum Staunen einlädt. So wird unter dem Titel „Die ,versunkene’ Hauptburg“ erläutert, dass das heute erhaltene Schlossgebäude eigentlich nur einen Flügel der alten Vorburg darstellt. Die Hauptburg wurde nach Zerstörung im 30-jährigen Krieg nicht wieder aufgebaut. Die Freiheit Horneburg war um 1800 noch an beiden Ortseingängen durch verschließbare Tore gesichert, und zwar durch das „Recklinghäuser Tor“ im Westen und das „Lüner Tor“ im Osten. Auch diese Punkte werden erläutert. Im Rahmen der Informationen über die alte Kirche bzw. Schlosskapelle erfährt der Gast, dass der Geistliche Heinrich Barkhoff 1610 nicht nur die Unabhängigkeit von der Dattelner Mutterkirche St. Amandus anstrebte, sondern auch die erste reguläre Schule gründete. So hätte die Horneburger Grundschule im kommenden Jahr auf eine 400-jährige Geschichte zurückblicken könne, wenn die Stadt Datteln sie in diesem Jahr nicht schließen würde. Alles in allem finden sich die folgenden neun Stationen am Wegesrand des etwa einen Kilometer langen Historischen Pfades: Tafel 1: Tuens Huesken - Tafel 2: Schloss Horneburg - Tafel 3: Die Alte Kirche - Tafel 4: Die „versunkene“ Hauptburg - Tafel 5: Die „Alte Freiheit“ - Tafel 6: Ort/ „Fontein“ - Tafel 7: Horneburger Freiheitshäuser -Tafel 8: Recklinghäuser Tor - Tafel 9: Lüner oder Dortmunder Tor.
„Mit dem Flyer ist jetzt jeder Wanderer, Radtourist oder anderer Besucher in der Lage, sich den Historischen Pfad ohne Begleitung zu erschließen“, betont Wolfgang Wellnitz. „Bei rechtzeitiger Anmeldung stehen Mitglieder des Heimatausschusses aber nach wie vor für Gruppenführungen bereit.“ Wenn ein geselliger Abschluss in der Gaststätte „Haus Berens“ eingeplant werde, könne auch noch eine vom Heimatausschuss erarbeitete Powerpoint-Präsentation gezeigt werden, die ebenfalls einen Einstieg in die Geschichte des Schlossdorfes biete. Die Flyer liegen jeweils in der Gaststätte „Haus Berens“ sowie in den örtlichen Bankfilialen aus.
Kontakt und weitere Informationen: Wolfgang Wellnitz, E-Mail w.wellnitz(at)web.de.
Buchung von Führungen: Werner Recktenwald, Telefon: 02363/63273
Der Flyer steht hier als Download zur Verfügung:
Termine Heimatausschuss 2009
Liebe Schützenbrüder,
für Eure Terminplanung in diesem Jahr teile ich Euch die bisher vereinbarten Veranstaltungen und Exkursionen des Heimatausschusses mit:
Samstag, 21. März 2009, Abfahrt in Horneburg 14.30 Uhr
Besichtigung der EON-Kraftwerksbaustelle in Datteln mit Führung durch das EON-Informationscenter
Samstag, 25. April 2009, Abfahrt in Horneburg 8.30 Uhr
Frühjahrsexkursion: Spechte in der Haard mit Gerhard Clarenbach
Samstag, 13. Juni 2009, Abfahrt in Horneburg 15.00 Uhr
Grillnachmittag an der Datscha von Schloss Nordkirchen
Samstag, 26. September 2009, Abfahrt in Horneburg 8.00 Uhr
Herbstexkursion im Jahre des 2000-jährigen Jubiläums der Varus-Schlacht nach Kalkriese
Im November findet dann noch die reguläre Jahresversammlung des Heimatausschusses statt.
Zu allen Veranstaltungen ergeht an Euch jeweils rechtzeitig eine gesonderte Einladung mit der Bitte um entsprechende Anmeldung.
Ich hoffe, Ihr findet die Zeit, an möglichst vielen Terminen des Heimatausschusses teilzunehmen.
Mit Schützengruß
Wolfgang Wellnitz
220 sahen Ausstellung

Rund 220 interessierte Bürgerinnen und Bürger besuchten am Wochenende 7.-9. November 2008 die Fotoausstellung „175 Jahre Königskette - 103 Jahre Fotos“ im Vereinslokal Haus Berens. Die Präsentation, die von den Mitgliedern des Heimatausschusses um Wolfgang Wellnitz aus Anlass des Jubiläumsjahres konzipiert und realisiert worden war, eröffneten am Freitag, 7. November 2008, (von links) Vorsitzender Lutz Breuckmann, General Reinhard Wegmann, Königin Petra I. (Bergfort), König Hermann-Josef I. (Bergfort), Vizelandrätin Bärbel Koruhn und Bürgermeister Wolfgang Werner. Foto: Wilhelm Müschenborn
g Dieses Plakat lädt zur Fotoausstellun im Vereinslokal Haus Berens ein.
Blick 103 Jahre zurück
Heimatausschuss präsentiert Fotoausstellung zum Schützen-Jubiläumsjahr
175 Jahre Königskette – im Zeichen dieses Jubiläums standen in diesem Jahr bereits ein Vortragsabend und das traditionelle Schützenfest des Bürgerschützenvereins Horneburg. Jetzt setzt der Heimatausschuss mit einer dreitägigen Fotoausstellung das i-Tüpfelchen aufs Jubiläumsjahr der Grünröcke im Schlossdorf. „175 Jahre Königskette – 103 Jahre Fotos“ ist die Präsentation überschrieben, die am Freitag, 7. November 2008, um 17 Uhr im Vereinslokal „Haus Berens“ eröffnet wird.
Das Motto wurde aus gutem Grund gewählt. Denn das älteste erhaltene Lichtbild vom Schützenleben in Horneburg ist das Krönungsbild des Schützenfestes 1905. Damals bestiegen Karl I. (Müschenborn) und Henrike I. (Benke) den Thron. Seit 1985 sammelt der Heimatausschuss gezielt Fotos und andere Dokumente, die das Schützen- und das Dorfleben vergangener Tage widerspiegeln. Aus diesem Schatz wird die aktuelle Ausstellung gespeist.
Es werden aber nicht nur historische Fotos im eigentlichen Sinne zu sehen sein, sondern beispielsweise auch Schnappschüsse vom jüngsten Schützenfest, das gerade mal drei Monate zurückliegt. „Wir laden auch dazu ein, eigene Erinnerungen aufzufrischen. Wobei es natürlich viel spannender ist, bis an den Beginn des vergangenen Jahrhunderts zurückzublicken“, so Wolfgang Wellnitz, Vorsitzender des Heimatausschusses.
Er und Schützenvereinsvorsitzender Lutz Breuckmann laden alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, alle Vereinsmitglieder und Angehörige befreundeter Vereine ein, sich im wahrsten Sine des Wortes ein Bild vom Vereinsleben des Horneburger Schützenvereins in den vergangenen Jahrzehnten zu machen Die Ausstellung im „Haus Berens“ ist geöffnet am Freitag, 7. November, 18 bis 21 Uhr, am Samstag, 8. November 2008, 11 bis 13 und 15 bis 21 Uhr sowie am Sonntag, 9. November, 11 bis 13 und 15 bis 19 Uhr. Anwesende Mitglieder des Heimatausschusses bieten auf Anfragen auch Führungen an, insbesondere am Samstagnachmittag. Kontakt: Wolfgang Wellnitz, Telefon 02363/66350.
Heimatausschuss hat 2008 einen vollen Teminkalender
Zwei Exkursionen - Grillen - Fotoausstellung
Wolfgang Wellnitz, Vorsitzender des Heimatausschusses, hat das Programm für das Jahr 2008 vorgelegt.
Am Samstag, dem 24. Mai 2008, findet eine vogelkundliche Frühjahrsexkursion in den Horneburger Busch statt. Die Mitglieder des Heimatausschusses treffen sich um 7 Uhr (!) am Maibaum. Arno Straßmann berichtet über weitere Erkundungen rund um die Horneburg, und Werner Recktenwald wird die Teilnehmer in das Reich der Vogelstimmen im Busch führen. Anschließend solle gemeinsam im Katholischen Pfarrheim gefrühstückt werden (gegen Umlage). Anmeldungen Werner Recktenwald (Telefon 63273 oder E-Mail werner_recktenwald@web.de).
Wegen der umfangreichen Arbeitsaufträge für viele Mitglieder des Heimatausschusses in den nächsten Wochen und Monaten findet in diesem Jahr keine Frühjahrssitzung statt. Der Termin der Herbstsitzung wird rechtzeitig bekannt gegeben.
Es ist aber geplant dieses Jahr aber wieder in Nordkirchen zu grillen, und zwar am Freitag, dem 5. September 2008 (Abfahrt 16.30 Uhr an der neuen Kirche). Ein Anmeldetermin wird rechtzeitig genannt.
Die Fotoausstellung zum Jubiläum des BSV Horneburg führt der Heimatausschuss von Freitag, den 7. November 2008 (Eröffnung 17.00 Uhr) bis Sonntag, den 9. November 2008 in der Gaststätte „Haus Berens“ durch. Auch hier sind wir auf Eure Mithilfe bei Aufbau und Aufsicht angewiesen.
Die diesjährige Herbstexkursion ist am Samstag, 15. November 2008 (Abfahrt 9 Uhr an der neuen Kirche). Entgegen bisheriger Planungen führt sie ins Herz der industriellen Produktion, d. h. zu historischen Stätten des Ruhrgebietes. Auch hier wird ein Anmeldetermin rechtzeitig bekannt gegeben.
Voller Saal beim Auftakt derJubiläumssaison
Der Vortragsabend „Bürgerschützenverein Horneburg – 175 Jahre und mehr?“ über die Geschichte der Grünröcke im Schlossdorf, den der Heimatausschuss des Vereins in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Datteln veranstaltete, fand ein großes Interkesse. Der Saal war gut gefüllt. Foto: Thomas Frölich
Neues aus der Geschichte des
Schützenvereins fand großes Interesse
VHS-Vortragsabend zum Jubiläum der Königskette ein voller Erfolg
Vor 175 Jahren, im Jahr 1833, wurde die erste Plakette an der Königskette des Bürgerschützenvereins Horneburg angebracht. Im Zeichen dieses Jubiläums steht das Schützenfestjahr im Schlossdorf. Den Auftakt verschiedener Veranstaltungen aus diesem Anlass rund um das Schützenfest, das vom 2. bis 4. August 2008 in der Alten Freiheit gefeiert wird, bildete am Donnerstag, 17. April 2008, in der Gaststätte „Haus Berens“ der Vortragsabend „Bürgerschützenverein Horneburg – 175 Jahre und mehr?“ über die Geschichte der Grünröcke im Schlossdorf, den der Heimatausschuss des Vereins in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Datteln veranstaltete. Die Veranstaltung fand ein großes Interesse, der Saal war gut gefüllt.
Die ältesten Protokollbücher des Bürgerschützenvereins Horneburg, die noch erhalten sind, starten im Jahr 1926. So stellt die Königskette die wichtigste Quelle über die ältere Vereinsgeschichte dar. Darüber hinaus existiert neben einigen Zeitungsanzeigen nur ein Gruppenbild, das aus Anlass der Krönung beim Schützenfest 1905 entstand. Es zeigt nicht nur das neue Königspaar, sondern auch Vorstand und Offiziere und damit 36 der wichtigsten Akteure Anfang des vergangenen Jahrhunderts.
„Es ist ein Glücksfall, dass eine Bildlegende in unserem Dorfarchiv vorhanden ist, in der die Namen aller damals fotografierten Vereinsfunktionäre aufgelistet sind“, erläuterte Wilhelm Müschenborn. An diesem Punkt hätten aktuelle Recherchen über die Vereinsgeschichte im 19. Jahrhundert angesetzt, berichtete er und präsentierte die neuen Erkenntnisse während des VHS-Vortragabends erstmals.
Für die Mitglieder des Heimatausschusses ist aber klar, dass die Schützentradition Horneburgs älter als die Königskette ist. Dafür gibt es in den fast sieben Jahrhunderten der dokumentierten Horneburger Geschichte seit der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 1332 viele Hinweise. Über diese Wurzeln berichtete Wolfgang Wellnitz. Das Thema von Wilhelm Schulte, der als dritter Referent in Erscheinung trat, lautete „Der Schützenverein im 20. Jahrhundert“. In seinen Betrachtungen befasste er sich auch mit der Nazizeit.
Das Jubiläum der Königskette ist Anlass für eine weitere Veranstaltung des Heimatausschusses im Schützenfestjahr. Es handelt sich um eine Fotoausstellung, die von Freitag, 7. November 2008 (Eröffnung 17 Uhr), bis Sonntag, 9. November 2008, in der Gaststätte „Haus Berens“ stattfindet.
VHS-Vortragsabend bildet Auftakt des Jubiläumsjahres:
Interessantes aus der Geschichte
Heinrich von Brederode, Vorkämpfer für die Befreiung der Niederländer von der spanischen Herrschaft, verstarb am 15. Februar 1568 in Horneburg.
Ein Nationalheld stirbt im Schlossdorf
Zweiter Vortragsabend „675 Jahre Horneburg“ am 16. Oktober 2007
Heinrich von Brederode war Vorkämpfer für die Befreiung der Niederländer von der spanischen Herrschaft. Was verschlug den Nationalhelden des Nachbarlandes nach Horneburg, wo er am 15. Februar 1568 verstarb? Antworten auf diese Frage gibt Wilhelm Müschenborn während des zweiten Vortragsabends „675 Jahre Horneburg“ des Heimatausschusses des Bürgerschützenvereins Horneburg, der in Kooperation mit der Volkshochschule Datteln am Dienstag, 16. Oktober 2007, ab 19.30 Uhr im Schloss Horneburg stattfindet.
Zwei weitere Referenten beleuchten interessante Themen aus der Geschichte des Schlossdorfes. Zu Beginn wird der Recklinghäuser Stadtarchivar Dr. Matthias Kordes über die Geschichte des Vestes Recklinghausen und die wichtige Rolle Horneburgs darin berichten. Arno Strassmann, Vorstandsmitglied des Vereins für Orts- und Heimatkunde Recklinghausen und bestens bekannt aus der Auftaktveranstaltung im März, wird archäologische Entdeckungen rund um Horneburg vorstellen und dabei an seinen ersten Vortrag anknüpfen. Durch die Veranstaltung führt Wilhelm Schulte, das Schlusswort spricht Wolfgang Wellnitz.
Hintergrund der diesjährigen Vortragsabende ist die erste urkundliche Erwähnung Horneburgs vor 675 Jahren. Mit einer auf den 8. Januar 1332 datierten Urkunde taucht das Schlossdorf aus dem Dunkel der Geschichte auftaucht. Bei dem Dokument, das im Vestischen Archiv aufbewahrt wird und als Reproduktion im Dorfarchiv Horneburg vorhanden ist, handelt es sich um einen Vertrag über die Übereignung eines Hofes am Stimberg auf das Stift Flaesheim. Als Zeuge tritt unter anderem „Engilbertus, Pastor von der Hornenburg“ auf.
An die bei der Vorbereitung der Vortragsabende gewonnenen Erkenntnisse knüpfen die weiteren Planungen des Heimatausschusses an. Am Samstag, 20. Oktober 2007, führt die diesjährige Herbstexkursion nach Alpen am Niederrhein, wo die Grabstätte Heinrich von Brederode und seiner Frau Amalie von Neuenahr liegt. Dr. Joachim Daebel, Historiker und Biograf von Amalie von Neuenahr, wird die Führung in Alpen übernehmen. Nachmittags wird das Treidelschifferdorf Krudenburg besucht, das an der Lippe bei Hünxe liegt. Vertreter des dortigen Heimatvereins werden den Horneburger Heimatforschern die Schönheiten des Ortes näher bringen.
Auch für das kommende Jahr laufen bereits Vorbereitungen. Im Frühjahr 2008 ist die Wiedergründung des Bürgerschützenvereins vor 175 Jahren Anlass für einen Vortragsabend über das Schützenwesen in Horneburg. Im Herbst 2008 bildet das Schützenjubiläum den Hintergrund für eine Fotoausstellung des Heimatausschusses.
Zwei weitere Referenten beleuchten interessante Themen aus der Geschichte des Schlossdorfes. Zu Beginn wird der Recklinghäuser Stadtarchivar Dr. Matthias Kordes über die Geschichte des Vestes Recklinghausen und die wichtige Rolle Horneburgs darin berichten. Arno Strassmann, Vorstandsmitglied des Vereins für Orts- und Heimatkunde Recklinghausen und bestens bekannt aus der Auftaktveranstaltung im März, wird archäologische Entdeckungen rund um Horneburg vorstellen und dabei an seinen ersten Vortrag anknüpfen. Durch die Veranstaltung führt Wilhelm Schulte, das Schlusswort spricht Wolfgang Wellnitz.
Hintergrund der diesjährigen Vortragsabende ist die erste urkundliche Erwähnung Horneburgs vor 675 Jahren. Mit einer auf den 8. Januar 1332 datierten Urkunde taucht das Schlossdorf aus dem Dunkel der Geschichte auftaucht. Bei dem Dokument, das im Vestischen Archiv aufbewahrt wird und als Reproduktion im Dorfarchiv Horneburg vorhanden ist, handelt es sich um einen Vertrag über die Übereignung eines Hofes am Stimberg auf das Stift Flaesheim. Als Zeuge tritt unter anderem „Engilbertus, Pastor von der Hornenburg“ auf.
An die bei der Vorbereitung der Vortragsabende gewonnenen Erkenntnisse knüpfen die weiteren Planungen des Heimatausschusses an. Am Samstag, 20. Oktober 2007, führt die diesjährige Herbstexkursion nach Alpen am Niederrhein, wo die Grabstätte Heinrich von Brederode und seiner Frau Amalie von Neuenahr liegt. Dr. Joachim Daebel, Historiker und Biograf von Amalie von Neuenahr, wird die Führung in Alpen übernehmen. Nachmittags wird das Treidelschifferdorf Krudenburg besucht, das an der Lippe bei Hünxe liegt. Vertreter des dortigen Heimatvereins werden den Horneburger Heimatforschern die Schönheiten des Ortes näher bringen.
Auch für das kommende Jahr laufen bereits Vorbereitungen. Im Frühjahr 2008 ist die Wiedergründung des Bürgerschützenvereins vor 175 Jahren Anlass für einen Vortragsabend über das Schützenwesen in Horneburg. Im Herbst 2008 bildet das Schützenjubiläum den Hintergrund für eine Fotoausstellung des Heimatausschusses.
Historischer Pfad wieder begehbar

Der Historische Pfad ist wieder begehbar. Der Arbeitskreis Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins hat neue, jetzt wetterbeständige Tafeln in Auftrag gegeben. Die alten hatten schon nach kurzer Zeit Wasserschäden aufgewiesen und waren nicht mehr lesbar. Jetzt konnten sie ersetzt werden. Das Foto zeigt Hans Kuchinke (l.) und Günter Scholz beim Anbringen der Tafel am Schloss. Insgesamt neun Stationen informieren über die Geschichte des Dorfes. So hat der Heimatausschuss ab sofort auch wieder die Möglichkeit, Führungen anzubieten und Gästen einen Blick in die Lokalhistorie zu ermöglichen. Foto: Heimatausschuss
Heimatausschuss auf Schloss Nordkirchen

Seinen alljährlichen Grillnachmittag verlegte der Heimatausschuss in diesem Jahr auf das Gelände von Schloss Nordkirchen. Vor dem gemütlichen Beisammensein (unten) führte Mitglied Wilhelm Schulte, Verwaltungsleiter der dort untergebrachten NRW-Finanzfachhochschule, die 18 Teilnehmer am Samstag, 13. Juli 2007, durch den Park und die historischen Gebäude. Die Besichtigung begann im eindrucksvollen Saal der so genannten Oranienburg (oben). Fotos: Günter Scholz

Interessante Lokalbezüge zu einem
niederländischen Nationalhelden
Heimatausschuss hat im 2. Halbjahr 2007 und 2008 volles Programm
Bereits zweimal hat der Bürgerschützenverein des Schlossdorfs daran erinnert, dass Horneburg 2007 vor 675 Jahren mit einer urkundlichen Erwähnung aus dem Dunkel der Geschichte trat. Ein erster geschichtlicher Vortragsabend im März des Jahres fand großen Anklang, beim Rosenfest Ende Juni entführte eine bunte Modenschau in vergangene Jahrhunderte. Der Heimatausschuss des Vereins nutzt zurzeit die Sommermonate dazu, um eine dritte Veranstaltung zum Thema „675 Jahre Horneburg“ vorzubereiten. Drei Referenten beleuchten am Dienstag, 16. Oktober 2007, ab 19.30 Uhr während eines weiteren Vortragsabends im Schloss Horneburg interessante Themen aus der Geschichte.
Zweiter Vortragsabend „675 Jahre Horneburg“
Zu Beginn wird der Recklinghäuser Stadtarchivar Dr. Matthias Kordes über die historische Bedeutung Horneburgs im Vest Recklinghausen berichten. Arno Strassmann, Vorstandsmitglied des Vereins für Orts- und Heimatkunde Recklinghausen und bestens bekannt aus der Auftaktveranstaltung, wird architektonische Besonderheiten des Schlosses darstellen und dabei an seinen ersten Vortrag anknüpfen. Den Abend wird Heimatausschussmitglied Wilhelm Müschenborn mit interessanten Lokalbezügen zu einem Mitbegründer der Niederlande beschließen. Der Adelige Hendrik van Brederode, Vorkämpfer für die Befreiung der Niederländer von der spanischen Herrschaft, musste nach Deutschland flüchten, hat ein Jahr auf Schloss Horneburg gelebt und ist dort am 15. Februar 1568 verstorben.
Herbstexkursion führt nach Alpen
An diese Erkenntnisse knüpfen die weiteren Planungen des Heimatausschusses an. Am Samstag, 20. Oktober 2007, führt die diesjährige Herbstexkursion nach Alpen am Niederrhein, wo die Grabstätte Hendrik van Brederodes und seiner Frau Amalie von Neuenahr liegt. Dr. Joachim Daebel, Historiker und Biograf von Amalie von Neuenahr, wird die Führung in Alpen übernehmen. Nachmittags wird das Treidelschifferdorf Krudenburg besucht, das an der Lippe bei Hünxe liegt. Vertreter des dortigen Heimatvereins werden den Horneburger Heimatforschern die Schönheiten des Ortes näher bringen.
Vorträge und Fotoausstellung zum Jubiläum 2008
Auch für das kommende Jahr laufen bereits Vorbereitungen. Im März 2008 (der genaue Termin steht noch nicht fest) ist die Wiedergründung des Bürgerschützenvereins vor 175 Jahren Anlass für einen Vortragsabend über das Schützenwesen in Horneburg. Im Herbst 2008 ist das Schützenjubiläum Hintergrund für eine Fotoausstellung des Heimatausschusses.
Zwei Exkursionen 2008 geplant
Außerdem wird Im April 2008 eine morgendliche Exkursion in den Horneburger Busch stattfinden. Arno Strassmann wird vor Ort Erläuterungen zu der dortigen Erdburg und den Landwehren machen. Tonis Grebe aus Oer-Erkenschwick und Heimatausschussmitglied Werner Recktenwald werden Flora und Fauna des Landschaftsschutzgebietes vorstellen. Anschließend ist ein gemeinsames Frühstück geplant. Im Oktober 2008 soll eine zweitägige Exkursion an die Weser stattfinden, bei der als Schwerpunkt die Abtei Corvey besichtigt wird.
Die Dattelner Morgenpost berichtete:

Das Team der Referenten (von links): Arno Straßmann, Wilhelm Müschenborn, Dr. Wilfried Grewing, Wilhelm Schulte, Wolfgang Wellnitz. Foto: Martina Bialas/Dattelner Morgenpost
Horneburg ist 675 - oder doch viel älter?
Von Martina Bialas
Es war ein Abend voller Historie mit illustren Gästen im Schloss Horneburg. Urkunden, Daten und Fakten bestimmten den geschichtsträchtigen Rückblick auf „675 Jahre Horneburg“ .
Der Arbeitskreis Heimatforschung hatte in Kooperation mit der Volkshochschule Datteln einen interessanten Vortragsabend gestaltet, der mehr als 100 Zuhörer ins Schloss zog.
Der Horneburger Schützenverein, der es nicht nur versteht, Feste zu organisieren, sondern sich auch für alle Belange des Dorfes Horneburg einsetzt, hatte 1985 den Arbeitskreis Heimatforschung gegründet. Akribisch wird seit dieser Zeit auf den Spuren Horneburgs gewandelt und man wird immer wieder fündig.
So referiert Wolfgang Wellnitz, Vorsitzender des Arbeitskreises, an diesem Abend über die erste urkundliche Erwähnung Horneburgs im Jahre 1332: „Vor 675 Jahren trat Horneburg aus dem Dunkel der Geschichte.“ Die Original-Urkunde liegt im Vestischen Archiv der Stadt Recklinghausen. In der typisch mittelalterlichen gotisch, kursiven Schrift taucht hier der Name Horneburg in mittellateinischer Sprache auf. „Und gerade diese kleine schlichte Urkunde aus Pergamentpapier reflektiert die typische Horneburger Bescheidenheit“, ergänzt der Referent und löst damit einen Heiterkeitsausbruch aus.
Aus Oer-Erkenschwick ist Arno Straßmann eingeladen, der über „Archäologische Funde in und um Horneburg“ spricht. Interessante Dias belegen Funde von Schiefer, Kacheln, Keramik und Siegelstempeln. Dr. Wilfried Grewing ergänzt diesen informativen Abend. Der Besitzer der Burg Kakesbeck in Lüdinghausen spricht über seine Burganlage und über die Schwierigkeiten privater Denkmalpflege in der heutigen Zeit. Viele Tipps gibt es für den ebenfalls anwesenden Bürgermeister Wolfgang Werner.
Und wenn man zum Schluss denkt, alle Rätsel um Horneburg sind an diesem Abend gelöst, wird man schnell eines Besseren belehrt. Wilhelm Müschenborn stellt die Jubiläumsmathematik der Horneburger auf. 1933 die Einhundertjahrfeier, 1960 durch neue Fakten die Dreihundertjahrfeier, 1984 längst alles überholt und man begeht sprunghaft die Sechshundertjahrfeier. Jetzt zum aktuellen Stand heißt es eigentlich „675 Jahre Horneburg“. Alles bisher logisch - hätte man jetzt nicht gerade von einer Urkunde aus dem Jahre 1220 in Rheda-Wiedenbrück gehört, in welcher ebenfalls ein Horneburg erwähnt wird.
15. März 2007
Quelle: Medienhaus Bauer
Was eine alte Urkunde erzählt

In dieser auf den 8. Januar 1332 datierten Urkunde wird Horneburg zum ersten Mal erwähnt. Reproduktion: Dieter Brune/Dorfarchiv Horneburg
Rückblick auf 675 Jahre Horneburger Geschichte
Bürgerschützenverein und VHS laden zu Vortragsabend ein
Das Schlossdorf Horneburg wurde vor 675 Jahren zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Dieses Jubiläum ist der Anlass für einen zweistündigen Vortragsabend, zu dem der Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins Horneburg in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Datteln am Dienstag, 13. März 2007, 19.30 Uhr, ins Schloss Horneburg einlädt.
Zum Auftakt stellt Heimatausschussvorsitzender Wolfgang Wellnitz die auf den 8. Januar 1332 datierte Urkunde vor, mit der Horneburg aus dem Dunkel der Geschichte auftaucht. Bei dem Dokument, das im Vestischen Archiv aufbewahrt wird und als Reproduktion im Dorfarchiv Horneburg vorhanden ist, handelt es sich um einen Vertrag über die Übereignung eines Hofes am Stimberg auf das Stift Flaesheim. Als Zeuge tritt unter anderem „Engilbertus, Pastor von der Hornenburg“ auf.
Die historischen Wurzeln Horneburgs reichen aber wahrscheinlich viel länger zurück. Arno Strassmann, Vorstandsmitglied des Vereins für Orts- und Heimatkunde Recklinghausen, wird im zweiten Vortrag des Abends archäologische Funde und Befunde aus Horneburg und seiner Umgebung vorstellen.
Im 14. Jahrhundert befand sich die Horneburg im Besitz der Herren von Oer. Nach Auseinandersetzungen mit dem Kölner Kurfürsten mussten sie sich aus dem Vest Recklinghausen zurückziehen. Ihr Wohnsitz wurde die Burg Kakesbeck in Lüdinghausen. Der heutige Besitzer der Anlage heißt Dr. Wilfried Grewing. Er wird über das Thema „Burg Kakesbeck und die Herren von Oer oder wie man in heutiger Zeit private Denkmalpflege betreibt“ referieren.
Durch den Abend führen die Heimatausschussmitglieder Wilhelm Schulte und Wilhelm Müschenborn. Sie werden die Horneburger in die westfälische Geschichte einordnen und Anekdoten aus dem jüngeren Dorfleben beisteuern.
Bereits in Vorbereitung ist ein zweiter Vortragsabend am Dienstag, 16. Oktober 2007, 19.30 Uhr. Dann wird unter anderem der Recklinghäuser Stadtarchivar Dr. Matthias Kordes „Die Geschichte des Vestes Recklinghausen“ lebendig werden lassen.
Aktuelle Projekte des Heimatausschusses im Überblick
Historischer Pfad - Modell - Festschrift 2008 - Grüner Pfad
Im Jahre 2005 wurde der Historische Pfad rund um die Alte Freiheit eröffnet. Leider sind einige Tafeln durch Witterungseinflüsse und Vandalismus beschädigt worden. Sie müssen erneuert werden. Die Arbeiten für einen Neudruck sind inzwischen abgeschlossen worden. Begleitend zu den Schrifttafeln wird ein "Flyer" herausgegeben, der inzwischen druckreif ist. Daneben soll in den nächsten zwei Jahren eine Broschüre herausgegeben werden. Der Arbeitstitel lautet: "Geschichte und Geschichten aus der Alten Freiheit". Die beteiligten Autoren sind aber auch noch in andere Projekte eingebunden, so dass sich die Erstausgabe noch etwas verschieben kann. Das kleine Lesebuch soll u.a. der Horneburger Grundschule für den Heimatkundeunterricht zur Verfügung gestellt werden.
Die Planungsphase für die Rekonstruktion der "Alten Freiheit" mit Burg und Kirche kommt noch in diesem Jahr zum Abschluss, so dass mit den eigentlichen Arbeiten im Frühjahr begonnen werden kann. Das Modell wird voraussichtlich im Maßstab 1:87 erstellt. Auch hier hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, die Unterstützung durch die Modellbaugruppe der Feuerwehr Datteln erhalten hat.
Für das Jubiläumsschützenfest im Jahre 2008 wird wieder eine Festschrift herausgegeben. Die Themen werden derzeit zusammengefasst, so dass die Autoren mit den Vorarbeiten beginnen können. Geplant ist eine umfangreichere Darstellung des Schützenwesens in Horneburg und seiner Wurzeln.
Eine weitere Empfehlung des Dorfentwicklungsplanes hat der Heimatausschuss mit dem Projekt des "Grünen Pfades" aufgegriffen. An markanten Stellen des Horneburger Busches sollen Tafeln aufgestellt werden, die sich mit der Flora und Fauna dieses Landschaftsschutzgebietes befassen. Auch hier sind die Planungen bereits angelaufen und müssen vor der Umsetzung noch mit den entsprechenden Stellen abgestimmt werden.
Sah so die alte Horneburg aus?

Sah so die alte Hauptburg von Schloss Horneburg aus (Bild oben)? Diese Frage beschäftigte die Mitglieder des Heimatausschusses des Bürgerschützenvereins Horneburg (Gruppenbild unten) während der diesjährigen Herbstexkursion am Samstag, 11. November 2006. Ziel war das Kasteel Doornenburg in Gelderland (NL), kurz hinter der deutschen Grenze gelegen. Dieses Kasteel gilt in Fachkreisen als Vorläufer unserer Horneburg, so wie sie im Mittelalter erbaut wurde (Vorburg und Hauptburg). Auch die Namensähnlichkeit lässt aufhorchen. Fotos: Günter Scholz
Erste urkundliche Erwähnung 1332 675 Jahre Geschichte 2007 im Blick
Lutz Breuckmann und Klaus Ewelt neue Dorfsprecher
In einer auf den 8. Januar 1332 datierten Urkunde taucht Horneburg aus dem Dunkel der Geschichte auf. Das Dokument ist ein Vertrag über die Übereignung eines Hofes am Stimberg auf das Stift Flaesheim. Als Zeuge tritt unter anderem „Engilbertus, Pastor von der Hornenburg“ auf. Seit dieser ersten urkundlichen Erwähnung sind 2007 runde 675 Jahre vergangen. Deshalb sollen alle Veranstaltungen des kommenden Jahres im Schlossdorf im Zeichen dieses Jubiläums stehen.
Das beschlossen die Vertreter der Horneburger Vereine, Organisationen und Vereine, als sie am Donnerstag, 16. November 2006, 20 Uhr, in der Gaststätte „Haus Berens“ zur Jahresversammlung zusammenkamen. Für den Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins ist die 675. Wiederkehr der ersten urkundlichen Erwähnung Anlass, einmal mehr intensiv in die Geschichte zu blicken. In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule werden am 13. März 2007 und am 16. Oktober 2007 jeweils um 19.30 Uhr im Schloss Horneburg Vortragsabende stattfinden.
Die Jahresversammlung diente auch der Bekanntgabe und Abstimmung dieser und aller anderen Termine des kommenden Jahres. Im Horneburger Kalender 2007 werden sie zusammengestellt. Die Terminübersicht soll „zwischen den Jahren“ erscheinen und an alle Haushalte im Dorf verteilt werden.
Weiterer Punkt der Tagesordnung war die Wahl der beiden Dorfsprecher. Turnusmäßig stellt sie der Bürgerschützenverein Horneburg und übernimmt damit den „Vorsitz“ der Dorfgemeinschaft. Einstimmig wurden BSV-Vorsitzender Lutz Breuckmann und sein Stellvertreter Klaus Ewelt gewählt.
Daneben entschieden die Vereinsvertreter, dass 2007 der Sportverein den Maibaum vorm Schloss aufstellen wird. 2008 sollen die Schützen (175 Jahre Königskette) und 2009 die Feuerwehr (100-jähriges Bestehen) folgen.
Ab sofort für 6,80 Euro erhältlich

Werner Recktenwald, Günter Scholz und Siegfried Eggenstein (v. l.) präsentieren den Bildkalender „Horneburger Dorf-Ansichten 2007“, den der Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins Horneburg herausgegeben hat. Foto: Wilhelm Müschenborn
Alte Horneburger Dorfansichten für das neue Jahr
Heimatausschuss der Schützen gibt Bildkalender heraus
Wer wüsste schon, dass die verbliebene Dorfkneipe einmal den Namen „Alt Horneburg“ trug, den jetzigen Kirchplatz ein Bach durchquerte oder Jahrhunderte hindurch eine Einzäunung an der Schlosskapelle die Lage des ältesten Dorffriedhofs markierte? Diese verblüffenden Einsichten vermitteln die „Horneburger Dorf-Ansichten 2007“. Es handelt sich um einen Bildkalender, den der Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins in einer Auflage von 300 Stück herausgegeben hat und ab sofort zum Preis von 6,80 Euro anbietet.
Die Schützenbrüder Siegfried Eggenstein und Günter Scholz haben im Fundus des Horneburger Dorfarchivs recherchiert und für das Titelbild und das Kalendarium 13 Fotos zusammengestellt. Die Lichtbilder vermitteln einen Eindruck davon, wie es in den ersten Jahrzehnte des vergangenen Jahrhunderts im Dorf aussah, und lassen eine Zeit lebendig werden, als noch Pferdewagen vor den Häusern standen und Telegrafenmasten die Straßen säumten. Die passenden Bildunterschriften hat Heinz Möllers formuliert.
Das im Pfarrhaus untergebrachte Dorfarchiv verfügt über eine stattliche Sammlung historischer Fotos, weil in den vergangenen Jahrzehnten viele Horneburgerinnen und Horneburger Schätze aus ihren privaten Alben zur Verfügung gestellt haben. Davon hat Siegfried Eggenstein Reproduktionen angefertigt, so dass die Originale wieder zurückgegeben werden konnten. „Wir würden uns über weitere Horneburger Ansichten aus vergangener Zeit freuen, um auch in Zukunft Publikationen wie den Bildkalender erstellen zu können“, appellieren Siegfried Eggenstein und Günter Scholz an ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger im Dorf.
Der Bildkalender „Horneburger Dorf-Ansichten 2007“ wurde gedruckt von der Buschhausen GmbH in Herten. Die Spiralbindung entstand in den Recklinghäuser Werkstätten der Diakonie unter Mitwirkung von behinderten Menschen. Er ist erhältlich bei Günter Scholz, Telefon 02363/63088, oder bei Siegfried Eggenstein, Telefon 02363/63357, und wird daneben in den Horneburger Filialen von Sparkasse und Volksbank angeboten. Außerdem ist der Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins Horneburg mit einem Stand auf der Schlossweihnacht am 9. und 10. Dezember vertreten und verkauft den Bildkalender auch dort.
Grillabend mit Königspaar

König Wilhelm und Königin Marie-Luise fühlten sich ebenso wie Vorsitzender Lutz Breuckmann (oben v. l.) wohl beim Dämmerschoppen bzw. Grillabend des Heimatausschusses am Donnerstag, 13. Juli 2006, im katholischen Pfarrheim. Fotos: Günter Scholz
Heimatforscher wieder unterwegs

Heimatforscher Gerhard Clarenbach (sitzend links) führte die Mitglieder des Heimatausschusses des Bürgerschützenvereins Horneburg am Freitag, 19. Mai 2006, durch Oer. Fotos: Siegfried Eggenstein
Spurensuche in Oer
Heimatausschuss brach auf zur Frühjahrsexkursion
Als die Herren von Oer im 14. Jahrhundert ihren Wohnsitz verlagerten und Schloss Horneburg errichteten, hinterließen sie die ersten geschichtlichen Quellen über das Schlossdorf, die noch bis heute überliefert sind. Aus dem Jahre 1332 stammt die Urkunde, in der Horneburg erstmalig erwähnt wird. So wandelte der Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins Horneburg auch auf den Spuren Horneburger Geschichte, als er im Rahmen seiner Frühjahrsexkursion nach Oer aufbrach
Als sachkundiger Führer und Gesprächspartner stand Heimatforscher Gerhard Clarenbach zur Verfügung. Er hat durch seine Quellenforschung über seinen Heimatort immer wieder viele Querverbindungen zwischen Horneburg als späteren Sitz der kurfürstlichen Verwaltung und Oer ans Tageslicht gebracht. Über die Wurzeln der Herren von Oer kann allerdings auch er nur Spekulationen anstellen.
So zeigte er den Gästen aus Horneburg zwar den vermuteten Standort des Stammsitzes des alten Adelsgeschlechtes in der Nähe der aufgelassenen Zechenbahntrasse Richtung Sinsen. Doch auch Grabungen an dieser Stelle hatten nicht nachweisen können, dass dort die Oer’sche Burg wirklich einmal stand.

Trotzdem verstand es Gerhard Clarenbach mit Hilfe alter Dokumente (Foto) und seiner profunden historischen Kenntnisse beim Rundgang Geschichte lebendig werden zu lassen. An der Pfarrkirche St. Peter und Paul erinnerte er an Pfarrer Jacob Schmitz, der dort von 1760 bis 1796 wirkte und neben seiner seelsorgerischen Tätigkeit als Hobby-Chronist und Heimatforscher in Erscheinung trat. Seine Niederschriften geben reichlich Aufschluss über die damalige Lebensweise und die Verhältnisse in Oer und Umgebung.
Ein besonderes „Schmankerl“ für jeden Geschichtsinteressierten ist der Gerichtsstein am Oerer Schultenhof. 1654 wurden dem Findling zwei Ketten mit Halseisen und Handfesseln eingelötet. Diese Selbstjustiz fand wenig Gegenliebe. Das Erbvogteigericht in Recklinghausen legte Einspruch beim Kölner Kurfürsten ein, weil die Steinsetzung ein Eingriff in die Kriminalgerichtsbarkeit darstelle.
Die Geschichtsforscher aus Horneburg erhielten während ihrer Exkursion viele Anregungen für eine Vortragsreihe, die sie 2007 planen. Dann jährt sich die erste urkundliche Erwähnung des Schlossdorfs zum 675. Mal.
Arbeitskreis besteht 20 Jahre
Die Mitglieder des Heimatausschusses des Bürgerschützenvereins Horneburg unternahmen Ende 2005 eine Exkursion nach Lüdinghausen und besichtigten die Burgen Kakesbeck und Vischering, Anlass war das 20-jährige Bestehen des Gremiums. Foto: Werner Recktenwald
Ein „Halsband" und andere Gemeinsamkeiten
Jubiläums-Exkursion führte Heimatausschuss nach Lüdinghausen
Das adelige Geschlecht derer von Oer, das im 14. und 15. Jahrhundert die Horneburg er- und ausbaute, war zeitweilig auch im Besitz der am nordöstlichen Rand Lüdinghausens gelegenen Burg Kakesbeck. Dieser historische Bezug ist wohl die Ursache dafür, dass in der Steverstadt und in Horneburg parallel die Sage vom „Eisernen Halsband" überliefert ist, das ein Widersacher dem Herrn auf Burg Kakesbeck, Lambert von Oer, im Jahr 1520 aus Rache umlegte. Eine Nachbildung des Corpus Delicti ist heute in der Lüdinghauser Burg Vischering ausgestellt. Alles gute Gründe für den Heimatausschuss des Bürgerschützenvereins Horneburg, die Steverstadt als Ziel einer Exkursion aus Anlass seines 20-jährigen Bestehens auszuwählen.
Die Führung durch die Burg Kakesbeck übernahm Hausherr Dr. Wilfried Grewing. Er hat die Burg vor über 35 Jahren erworben und seitdem kontinuierlich wieder aufgebaut. Besonders beeindruckt waren die Mitglieder des Heimatausschusses von der Baustelle des Kellergewölbes. Der 78-jährige Besitzer hat noch erhebliche Wiederaufbauarbeiten zu leisten, so dass er nach eigenem Bekunden 100 Jahre alt werden will, um alles fertig zu stellen.
Den Nachmittag widmete der Heimatausschuss der Burg Vischering. Sachkundiger und humorvoller Führer war mit Bernhard Inkmann, Schriftführer des Heimatausschusses Lüdinghausen, ein ausgewiesener Experte. Er vermittelte den Teilnehmern mit seinen lebhaften Schilderungen ein anschauliches Bild vom Leben in Mittelalter. Bevor im Burgkeller Kaffee und Kuchen schmeckten, konnten die Gäste im Inneren der Burg dann auch das „Eiserne Halsband" bewundern.
Nach der 600-Jahr-Feier von Schloss Horneburg im Jahre 1984 verfügte der Festausschuss des Bürgerschützenvereins über eine Fülle von Quellen, Urkunden, Akten, Aufzeichnungen, Grafiken und Bildern zur Horneburger Geschichte. So fiel die Entscheidung, einen Arbeitskreis Heimatforschung im Bürgerschützenverein Horneburg zu gründen. Am 21. November 1985 fand die Gründungssitzung statt.
Das inzwischen in Heimatausschuss umbenannte Gremium stellte in den vergangenen 20 Jahren eine Reihe erfolgreicher Projekte auf die Beine. Ab 1990 wurde die beim jeweiligen Schützenfest erscheinende Festzeitschrift zu einem historischen Lesebuch aufgewertet. Bis 1992 lagerten die Quellenbestände und Materialien über Horneburg verstreut in zahlreichen Schränken verschiedener Schützenbrüder. Um die Texte jeder Zeit für jedermann zugänglich zu machen und an einem Ort zu sammeln, richtete der Heimatausschuss im katholischen Pfarrhaus in Horneburg ein Dorfarchiv ein.
Mittlerweile wurde parallel ein umfangreiches Fotoarchiv aufgebaut. Auch Video-Arbeit gehört zur Aufgabenpalette. Zuletzt wurde das beim Schützenfest 2005 dokumentiert. Rechtzeitig vor dem Schützenfest war der Historische Pfad in Horneburg eröffnet worden. Als nächstes Projekt planen die Mitglieder des Heimatausschusses eine Reihe von historischen Vorträgen im Jubiläumsjahr 2007. Dann sind 675 Jahre vergangen, seit Horneburg zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde. Außerdem erstellt der Heimatausschuss für 2007 wieder einen Horneburger Fotokalender. Er soll an einem Stand bei der Schlossweihnacht, die am 9. und 10. Dezember 2006 im Dorfzentrum stattfindet, angeboten werden.




